Danone erweitert Rückrufaktionen für Babynahrung aufgrund von Gesundheitsbedenken

Der französische Lebensmittelriese Danone hat kürzlich den Rückruf von mehreren Chargen seiner Babynahrungsmarken Aptamil und Milumil ausgeweitet. Diese Entscheidung basiert auf den neuen Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) zu den Grenzwerten des Toxins Cereulid.
Laut Efsa ist Cereulid ein bakteriell erzeugtes Gift, das innerhalb von 30 Minuten bis sechs Stunden nach dem Verzehr plötzliche Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen hervorrufen kann. Eltern wird dringend davon abgeraten, die zurückgerufenen Produkte weiterhin zu verwenden.
Zeigen Babys nach der Einnahme Symptome wie Erbrechen oder Durchfall, ist ein sofortiger Arztbesuch empfehlenswert, da Magen-Darm-Erkrankungen bei Säuglingen schnell gefährliche Ausmaße annehmen können. Auf den jeweiligen Websites aptaclub.de und milupa.de gibt es Informationen darüber, wie betroffene Produkte anhand des Mindesthaltbarkeitsdatums identifiziert werden können.
Aufgrund möglicher Handelsströme beinhaltet der Rückruf auch in Österreich verkaufte Chargen. Danone rät dazu, betroffene Produkte an den Kaufort zurückzubringen.
Die Efsa hatte am Montag neue Richtlinien zu den sicheren Grenzwerten von Cereulid in Babynahrung veröffentlicht. Diese Maßnahmen sollen EU-weit einheitliche und schnellere Entscheidungen bei Rückrufaktionen ermöglichen.
Bereits vergangene Woche wurde in Deutschland ein Rückruf mehrerer Aptamil-Chargen initiiert, der nun auf zahlreiche weitere Produkte erweitert wurde. Die Problematik ist nicht neu: Bereits im Januar hatte auch Nestlé mehrere Säuglingsnahrungspakete mit Cereulid-Belastung, markiert unter Beba und Alfamino, aus dem Handel genommen.

