Daimler Truck auf Sparkurs: Große Einschnitte für Wettbewerbsfähigkeit
Daimler Truck plant bis 2030 eine drastische Reduktion seiner Belegschaft in Deutschland um etwa 5.000 Stellen, um seine Wettbewerbsfähig zu stärken. Diese strategische Entscheidung wurde beim Kapitalmarkttag in Charlotte, USA, angesichts der Herausforderungen im schwächelnden europäischen Markt verkündet. Besonders betroffen ist die Marke Mercedes-Benz, die in Europa und Lateinamerika eine zurückgehende Nachfrage erlebt. Nach einem anfänglichen Kursverlust erholte sich die Aktie und schloss mit einem Gewinn von 1,3 Prozent auf 41,25 Euro.
Trotz durchwachsenen Geschäftszahlen und einem Rückgang von Umsatz und Gewinn im Jahr 2024 setzt Daimler Truck auf ein neues Effizienzprogramm namens "Cost Down Europe". Finanzchefin Eva Scherer betont, dass mit der konsequenten Umsetzung strategischer Prioritäten die finanzielle Performance grundlegend verbessert werden soll. Auch ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über zwei Milliarden Euro soll den Wert des Unternehmens steigern. Analysten sehen dies positiv, insbesondere in der gut laufenden Nordamerika-Sparte.
Die geplante Einsparung von über einer Milliarde Euro bis 2030 betrifft zahlreiche Unternehmensbereiche und beinhaltet auch Maßnahmen zur Reduktion der Personalkosten über natürliche Fluktuation und Alterszeitmodelle. Trotz bestehender sozialer Vereinbarungen sind die geplanten Stellenstreichungen unter den Arbeitnehmervertretern umstritten. Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht kritisiert den Fokus auf Einsparungen und fordert eine klare Wachstumsstrategie.
Daimler Truck bleibt dennoch ein globaler Riese im Nutzfahrzeugsektor und will mit einer Zielrendite von mehr als 12 Prozent im Industriegeschäft eine führende Rolle einnehmen. Der Konzern ringt darum, nicht nur größter Nutzfahrzeuganbieter, sondern auch bei den Margen der erfolgreichste zu sein.

