CDU-Vorschlag für Teilzeitrecht stößt auf scharfe Kritik
Die jüngste Initiative der CDU-Mittelstandsvereinigung, das Recht auf Teilzeitarbeit einzuschränken, hat scharfe Kritik hervorgerufen. Die Grundannahme, dass Teilzeitarbeit vorwiegend der Freizeitgestaltung diene, wird als völlig verfehlt angesehen. Kritiker argumentieren, dass solche Überlegungen keinen Platz auf einem Parteitag haben, sondern direkt verworfen werden sollten.
Allein die Formulierung "Lifestyle-Freizeit" sei ein Affront gegenüber all jenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die täglich jonglieren müssen, um berufliche und familiäre Verpflichtungen miteinander in Einklang zu bringen. Sei es, um nach der Arbeit rechtzeitig die Kinder von der Kita oder Schule abzuholen oder um sich um pflegebedürftige Angehörige zu kümmern – all dies sei keine Frage des Lifestyles, sondern gelebte Fürsorge und Verantwortungsbewusstsein.
Diese Debatte wirft wichtige Fragen zur gegenwärtigen Wahrnehmung von Teilzeitarbeit und deren Rolle in der Gesellschaft auf.

