Bundestag gibt Milliarden für innovative Drohnentechnologie frei
Bundestag gibt Milliarden für innovative Drohnentechnologie frei
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat grünes Licht für den Kauf fortschrittlicher Kamikaze-Drohnen für die Bundeswehr gegeben. Dieser wegweisende Beschluss ermöglicht es dem Verteidigungsministerium, Drohnensysteme im Wert von zunächst rund 540 Millionen Euro von den deutschen Unternehmen Helsing und Stark Defence zu beschaffen. Die Haushaltsplanung setzt ein Limit von jeweils einer Milliarde Euro und fordert regelmäßige Berichterstattung seitens des Ministeriums. Jede weitere Bestellung wird einer erneuten parlamentarischen Genehmigung unterliegen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius machte deutlich, dass dieser Schritt entscheidend sei, um die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr zu modernisieren. Dabei betonte er, dass Erfahrungen aus dem Ukraine-Konflikt und bestehende Rüstungskooperationen von besonderem Wert seien. Hochkarätige unbemannte Fluggeräte, auch 'Loitering Munition' genannt, könnten im Gefechtsfeld entscheidende Vorteile bringen. So wird die 'Brigade Litauen' an der Ostflanke der NATO als erstes mit den neuen Systemen ausgestattet.
In den kommenden Jahren plant das Verteidigungsministerium, insgesamt bis zu 4,4 Milliarden Euro in diese Technologie zu investieren, wobei mehrere Tausend Einheiten bestellt werden sollen. Neben Helsing und Stark Defence steht auch der Rüstungskonzern Rheinmetall als potentieller Anbieter bereit. Die neue Generation dieser Drohnen wird spezifisch für die Bundeswehr entwickelt und getestet, um den höchsten Anforderungen gerecht zu werden.
Eine der zentralen kontroversen Punkte dieses Deals ist die Beteiligung des US-Investors Peter Thiel an Stark Defence, der bei den Grünen aufgrund seiner politischen Nähe zu konservativen Kreisen in den USA auf Skepsis stößt. Thiel wird vorgeworfen, Einfluss auf die Unternehmenspolitik nehmen zu können. Doch Stark Defence weist jeglichen operativen Einfluss Thiels ausdrücklich zurück. Pistorius kommentiert die Situation, indem er beruhigt: 'Die Beteiligung ist gering und kein operativer Zugriff vorhanden.'

