Bundesregierung erwirbt Anteil an Tennet Deutschland: Netzwerkausbau im Fokus
Die Bundesregierung investiert in die Energiewende: Der Staat erwirbt mittels der KfW-Bankengruppe einen Anteil von 25,1 Prozent am Netzbetreiber Tennet Deutschland. Diese strategische Beteiligung, die etwa 3,3 Milliarden Euro umfasst, stärkt die Finanzstrukturen von Tennet Deutschland und sichert den fortlaufenden Ausbau der Stromnetze in Deutschland.
Tennent Deutschland ist der bedeutendste Übertragungsnetzbetreiber im Land und verwaltet ein weitreichendes Höchstspannungsstromnetz, das von Schleswig-Holstein bis nach Bayern reicht. Im Zuge der Energiewende ist der Bau zusätzlicher Stromleitungen unumgänglich, um den im Norden erzeugten Windstrom in die großen Verbrauchszentren im Süden zu transportieren. Diese Vorhaben bringen Investitionen in Milliardenhöhe mit sich.
Der Bund, bereits über die KfW mit Anteilen an 50Hertz und TransnetBW beteiligt, erweitert somit seine Engagements im Bereich der Energieinfrastruktur. Die niederländische Tennet-Konzernmutter hatte sich lange darum bemüht, einen Weg zu finden, sich von ihrer deutschen Tochter zu trennen oder Investoren zu gewinnen, da der Ausbau des deutschen Netzes nicht als Aufgabe eines niederländischen Staatsunternehmens gesehen wird.
Bereits im Vorjahr beteiligten sich drei Investmentfonds an Tennet Deutschland, sodass die Holding weiterhin 28,9 Prozent des Unternehmens besitzt. Tennet-CEO Manon van Beek bestätigte, dass mit dieser Finanzierung das notwendige Kapital gesichert sei und keine weiteren Investoren benötigt werden. Zuvor waren Übernahmeverhandlungen zwischen den Niederlanden und der deutschen Regierung gescheitert.

