Brose strebt Umbau an: Stellenabbau und Partnersuche prägen die Zukunft
Der Automobilzulieferer Brose sieht sich aufgrund der unzureichenden Auslastung seiner Produktionsstätten und eines erheblichen Umsatzrückgangs gezwungen, drastische Maßnahmen zur Kostensenkung zu ergreifen. Das Unternehmen plant, die indirekten Personalkosten um ein Fünftel zu reduzieren. Diese Entscheidung impliziert, dass bis Ende des kommenden Jahres 700 Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut werden sollen. Betroffen sind insbesondere die Standorte in Coburg und Bamberg, wo jeweils 200 Stellen gestrichen werden sollen, sowie der Standort Würzburg mit einem geplanten Abbau von 120 Stellen.
Brose, dessen Umsatzprognosen mit 7,7 Milliarden Euro rund sieben Prozent unter den ursprünglichen Erwartungen liegen, rechnet für 2024 mit einem Verlust von etwa 53 Millionen Euro. Firmenchef Stefan Krug betonte, dass der Stellenabbau notwendig sei, um die verbleibenden Arbeitsplätze zu sichern und die Effizienz des Unternehmens zu steigern. Ziel sei es, den Abbau sozialverträglich zu gestalten und durch eine umfassende Neuorganisation die internen Prozesse zu optimieren.
Unter der Leitung von Michael Stoschek, der nach einer Pause nun wieder als Vorsitzender des Verwaltungsrats tätig ist, verfolgt Brose auch das Ziel, externe Partner zu gewinnen. Der Patriarch hatte bereits angekündigt, weltweit etwa 1000 Stellen zu reduzieren und plant, die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen, um das unternehmerische Risiko zu minimieren. Stoschek und seine Familie tragen derzeit noch alleine das wirtschaftliche Risiko des Unternehmens, doch eine Öffnung für neue Partnerschaften könnte die finanzielle Flexibilität und Stabilität von Brose nachhaltig verbessern.

