Brennstoffzellen-Aktien in Turbulenzen: SFC Energy unter Druck
Nach der Veröffentlichung des jüngsten Quartalsberichts sah sich der Brennstoffzellen-Spezialist SFC Energy mit erheblichen Kursverlusten konfrontiert. Die Aktien des Unternehmens verloren zeitweise mehr als 14 Prozent an Wert und sanken damit unter die kritische 50-Tage-Linie. Zwar konnten die Verluste zuletzt auf ein Minus von 10 Prozent bei einem Kurs von 23 Euro reduziert werden, doch die Anlegerstimmung bleibt angespannt.
Obwohl SFC Energy seine Jahresziele bestätigt hat, scheint die aktuelle Auftragslage einige Investoren zu beunruhigen. Der Auftragsbestand Ende März 2025 lag merklich unter dem Niveau des vorherigen Jahresquartals. Die Book-to-Bill-Ratio, die das Verhältnis zwischen Auftragseingang und realisiertem Umsatz bezeichnet, weist auf Schwankungen hin. Malte Schaumann, ein Experte von Warburg Research, betrachtet dies jedoch als unbedenklich. Die Schwankungen seien quartalsweise normal, zumal im vorherigen Quartal Rekordaufträge registriert wurden. Der bestehende Auftragsbestand sei ausreichend, um das angestrebte Wachstum zu sichern.
Der aktuelle Kursverlust könnte auch eine Reaktion auf die kräftige Erholung des Aktienwerts seit dem Tiefpunkt im April darstellen. Nach dem globalen Zoll-Schock erlebten die Aktien von SFC Energy eine beeindruckende Rally, bei der sie innerhalb von fünf Wochen mehr als die Hälfte ihres Wertes zurückgewannen und sich dem Jahreshoch annäherten.

