Brandenburger Wähler bevorzugen AfD, SPD auf Platz drei
Aktuellen Umfragen zufolge befindet sich die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke in Brandenburg nur noch auf dem dritten Platz. Die regierende rot-schwarz-grüne Koalition hätte demnach keine ausreichende Mehrheit mehr. Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, würde die AfD mit deutlichem Vorsprung die stärkste Kraft im Land werden, während die SPD nur noch 17 Prozent erreichen würde.
Die von Sahra Wagenknecht gegründete Partei BSW würde aus dem Stand auf 13 Prozent kommen, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der "Märkischen Allgemeinen Zeitung", der "Märkischen Oderzeitung" und der "Lausitzer Rundschau" ergab. Der Landtag in Brandenburg wird am 22. September neu gewählt.
Die CDU würde laut der Umfrage 18 Prozent erreichen, während die Grünen auf 8 Prozent kämen. Besonders große Einbußen müsste die SPD hinnehmen, die im Vergleich zur Landtagswahl im Jahr 2019 mehr als neun Prozentpunkte verlieren würde. Die AfD würde 4,5 Punkte und die CDU gut 2 Punkte hinzugewinnen.
Eine Regierungsbildung wäre bei einem solchen Wahlergebnis äußerst schwierig. Theoretisch kämen CDU und SPD zusammen mit der Wagenknecht-Partei auf 48 Prozent. Eine Alternative wäre ein Bündnis der aktuellen Koalition mit den Linken, die laut der Umfrage auf sechs Prozent kämen. Die CDU schließt jedoch eine Zusammenarbeit mit den Linken aus.
Eine vergangene Umfrage von Forsa ergab letzte Woche, dass die aktuelle Koalition ausreichend Stimmen erhalten hätte. Die SPD käme demnach auf 22, die CDU auf 16 und die Grünen auf 7 Prozent. Doch auch hier hätte die AfD mit 32 Prozent als stärkste Partei abgeschnitten, laut dem RTL/ntv-Trendbarometer.
Die Insa-Umfrage wurde in Brandenburg zwischen dem 8. und 15. Januar mit 1000 Wahlberechtigten durchgeführt. Die Fehlertoleranz wird mit plus/minus 3,1 Prozentpunkten angegeben.
Es ist wichtig zu beachten, dass Wahlumfragen generell unsicher sind. Parteibindungen nehmen ab und Wahlentscheidungen werden immer kurzfristiger, was es den Meinungsforschungsinstituten erschwert, die erhobenen Daten zu gewichten. Umfragen spiegeln lediglich das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für das endgültige Wahlergebnis. (eulerpool-AFX)

