BP kündigt Strategie-Wende an: Rückbesinnung auf Öl und Gas
Der britische Ölkonzern BP hat im Vorfeld seines Kapitalmarkttages im Februar bedeutende Veränderungen seiner Unternehmensstrategie bekanntgegeben. Vorstandsvorsitzender Murray Auchincloss betonte die Notwendigkeit einer umfassenden Neuausrichtung, um die Leistungen des Konzerns zu verbessern.
Im Fokus stehen gesteigerte Finanzmittelzuflüsse sowie Renditen, insbesondere nach dem kürzlichen Einstieg des aktivistischen Investors Elliott. Die Quartalszahlen offenbarten einen deutlichen Gewinnrückgang infolge fallender Ölpreise und schwächelnder Raffineriemargen.
Im vierten Quartal reduzierte sich der bereinigte Nettogewinn auf 1,2 Milliarden US-Dollar - ein Rückgang um mehr als die Hälfte im Vergleich zu 2,9 Milliarden Dollar des Vorjahres und leicht unter den Schätzungen der Analysten. Hinzu kamen Wertberichtigungen, die in einem signifikanten Verlust resultierten.
BP hält an seinem Plan für Aktienrückkäufe fest und investierte im vierten Quartal 1,75 Milliarden Dollar. Für die kommenden Jahre wird jedoch mit einer Reduzierung dieser Rückkäufe gerechnet, nachdem das Unternehmen bereits im Herbst Signale dafür gegeben hatte.
Auf dem Investorentag Ende Februar erwartet die Finanzwelt ein Update zu den mittelfristigen Zielen und möglicherweise eine verstärkte Betonung des Öl- und Gasgeschäftes. Auchincloss, der seit mehr als einem Jahr die Unternehmensführung innehat, steht unter erheblichem Druck. Im Vergleich zur Konkurrenz zeigt die BP-Aktie eine schwächere Kursentwicklung.
Der Einstieg von Elliott, der Beteiligungsfirma des aktivistischen Investors Paul Singer, könnte zu einem Umbau führen, der das Unternehmen zurück zu alter Stärke führen soll.

