Boom der Wohnmobile: Deutschland überschreitet erstmals die Millionengrenze
Die Leidenschaft der Deutschen für Freiheit auf vier Rädern erreicht einen neuen Höhepunkt: Erstmals sind über eine Million Wohnmobile im deutschen Kraftfahrt-Bundesamt registriert. Zu Beginn des Aprils meldete die Behörde eine beeindruckende Bestandsmarke von 1.002.562 Wohnmobilen. Wenngleich das Register alle Fahrzeuge mit einem Nummernschild umfasst, behalten außer Betrieb gesetzte Mobile jedoch ihren Platz im Bürokratiedschungel.
Diese Entwicklung der letzten Jahre ist besonders bemerkenswert, hat sich doch der Bestand der Wohnmobile seit dieser Zeit mehr als verdoppelt. Zuvor oszillierte die Zahl der Fahrzeuge gemütlich zwischen 400.000 und 600.000. Doch der Zeitraum ab 2020 stellte einen Wendepunkt dar: Die Neuzulassungen kletterten in jenem Jahr im Vergleich zum Vorjahr um markante 41,4 Prozent – und sie verharren seither auf diesem erhöhten Niveau.
Der Pandemie bedingte Sturm auf neue Freizeitmöglichkeiten verlieh dem Marksegment enormen Auftrieb. Während des Covid-19-Zeitalters galt der Aufenthalt in den eigenen vier mobilen Wänden als sicherer Rückzugsort, was nicht nur Wohnmobilhändler, sondern ebenso Betreiber von Campingplätzen erfreute.
Fest verankert bleibt die Vorliebe für Dieselantriebe in dieser Sparte: 97,4 Prozent der deutschen Wohnmobile sind auf den rußigen Antrieb angewiesen. Gerade einmal 2,3 Prozent entscheiden sich für den klassischen Benziner, während eine eher marginale Nische von 0,3 Prozent mit Gas betrieben wird.

