Börsenlage im Oktober: Zwischen Höhenflug und Unsicherheit
Die deutschen Börsen haben einen fulminanten Oktoberauftakt hingelegt, der den DAX auf Rekordhöhen katapultierte. Doch trotz des optimistischen Grundtons bleiben Anleger wachsam. Gewinnmitnahmen erscheinen nicht ausgeschlossen, während der Markt von internationalen Handelskonflikten und politischen Unsicherheiten geprägt bleibt, insbesondere in Frankreich und den USA.
Ein markantes Beispiel für die Volatilität bot der vergangene Freitag, an dem der DAX kurz vor Handelsschluss abrutschte. Grund war US-Präsident Donald Trumps drastische Stellungnahme gegenüber China, die für Verunsicherung sorgte. Zuvor hatte der DAX mit 24.771 Zählern einen neuen Höchststand erreicht.
Trump erhob Zweifel an einem geplanten Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping und kritisierte Chinas Exportbeschränkungen bei seltenen Erden. Zugleich drohte er mit massiv erhöhten Zöllen auf chinesische Waren. Diese Ankündigungen lösten Besorgnis über eine mögliche Eskalation des Handelskonflikts aus.
Auch auf der wirtschaftspolitischen Bühne der USA gibt es Besorgnis. Eine drohende Haushaltsblockade könnte die Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten verzögern. So sind die Daten zu den US-Verbraucherpreisen, ursprünglich für Mittwoch angekündigt, nun auf den 24. Oktober verschoben worden. Die Märkte sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen, insbesondere die bevorstehenden ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und politische Entwicklungen in Frankreich.
Die US-Berichtssaison könnte ebenfalls die Marktlage beeinflussen, beginnend am Dienstag mit den Berichten großer Banken wie JPMorgan, Goldman Sachs, Citigroup und Wells Fargo. In Deutschland stehen VW und Hypoport im Fokus, während Merck, Munich Re und Sartorius im weiteren Verlauf der Woche mit Spannung erwartet werden.

