Bitcoin: Unter Druck und mit ungewisser Zukunft

Der Bitcoin steht unter starkem Verkaufsdruck und notiert aktuell bei 65.600 US-Dollar, nachdem er noch am Nachmittag über 68.000 Dollar lag. Eine zunehmende Risikoaversion hat die Anleger dazu veranlasst, nicht nur digitale Währungen, sondern auch Aktien und Edelmetalle abzuverkaufen. Zur ohnehin angespannten Lage trägt die britische Großbank Standard Chartered bei, die ihre Prognose für den Bitcoin-Kurs zum zweiten Mal in drei Monaten angepasst hat.
Neuerdings erwartet sie Ende 2026 einen Bitcoin-Preis von 100.000 Dollar statt der vorherigen Schätzung von 150.000 Dollar. Analyst Geoffrey Kendrick verweist auf mögliche Kursrückgänge unter 50.000 Dollar, bevor der Bitcoin wieder stabiler wird. Hintergrund sind Abflüsse bei ETFs und ein düsterer volkswirtschaftlicher Ausblick für die kommenden Monate, die eine Kurskorrektur begünstigen könnten.
Timo Emden von Emden Research sieht den Bitcoin weiterhin als anfällig für Unsicherheiten auf den globalen Märkten. Trotz jüngster Erholungsversuche bleiben die fundamentalen Probleme bestehen, was einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung im Wege steht. Die Serie von Verlusten könnte sich deshalb weiter fortsetzen und sogar intensivieren.
Die derzeitige Abwärtsbewegung findet ihren Ursprung Ende Januar, als der Bitcoin bis zu 30.000 Dollar verlor und am 6. Januar kurzzeitig unter die Marke von 60.000 Dollar fiel. Im vergangenen Oktober hatte die Kryptowährung mit etwa 126.000 Dollar noch ihren bisherigen Höchststand erreicht.

