Bitcoin-Kursanalyse: Bullische Dynamik bei BTC kehrt nach jüngster Korrektur zurück, ist $140K als nächstes?
Derzeit wird Bitcoin um $119K gehandelt, nachdem es vor wenigen Tagen ein neues Allzeithoch über $123K erreicht hatte. Dieser historische Ausbruch ging mit aggressiver Dynamik einher, wobei frühere Widerstandsniveaus in starke Unterstützungen umgewandelt wurden.
Die Gesamtstruktur bleibt bullisch, aber die jüngste Kursentwicklung zeigt frühe Anzeichen einer potenziellen kurzfristigen Erschöpfung.
Von ShayanMarkets
Das Tageschart
Im Tageschart hat BTC seinen makro-bullischen Kanal respektiert und ist gerade aus einer großen bullischen Flaggenformation ausgebrochen, die sich über mehrere Wochen entwickelt hatte. Dieses Fortsetzungsmuster kam nach einer steilen Rally von den April-Tiefstständen um 75K und wurde gefolgt von einem sauberen Ausbruch über die 108K-Widerstandszone.
Nachdem BTC dieses Niveau überwunden hatte, beschleunigte sich die Dynamik rasch, und der Preis durchbrach den entscheidenden Widerstand von 114K und erreichte $123K, was neue Allzeithochs markierte. Die bullische Struktur bleibt intakt, wobei sich klar höhere Hochs und höhere Tiefs bilden.
BTC befindet sich nun unterhalb der gepunkteten Trendlinie, die die Mittellinie des mehrmonatigen aufsteigenden Kanals markiert. Diese Mittellinie könnte das Ziel dieser Kursrally sein, da der Markt sie möglicherweise bei etwa 140K erreichen und testen wird.
Eine weitere wichtige Beobachtung im Tageschart ist die Konfluenz zwischen dem Ausbruch und den gleitenden Durchschnitten. Der Vermögenswert hält sich gut über dem 100-Tage- und dem 200-Tage-Durchschnitt, die sich langsam nach oben krümmen. Dies deutet auf eine starke zugrunde liegende Nachfrage und eine Fortsetzung des Trends hin. Sollte BTC zurückfallen, steht die 110K-Zone als primärer Unterstützungsblock hervor, nicht nur aufgrund der letzten Kursbewegungen, sondern auch weil sie mit jüngsten großen Höchstständen übereinstimmt.
Das 4-Stunden-Chart
Beim Zoomen in den 4-Stunden-Zeitrahmen testet BTC die $118K–$119K bearische Fair Value Gap, die jetzt als Widerstand wirkt. Nach der scharfen Rally in Richtung $121K hat sich der Preis moderat zurückgezogen und eine kleine Spanne knapp unter der bearischen FVG gebildet.
Der RSI hat sich ebenfalls von überkauften Niveaus abgekühlt und liegt jetzt bei rund 58, was darauf hinweist, dass es kurzfristig noch Raum für mehr Aufwärtsbewegungen gibt. Doch die jüngste Ablehnung von den $123K-Hochs zeigt, dass sich ein lokaler Widerstand bildet. Dies könnte zu einer kurzfristigen Verteilung führen, solange die Bären diese FVG nicht überzeugend zurückerobern.
Unterhalb des aktuellen Preises befinden sich mehrere klare bullische FVGs, beginnend bei $114K und sich bis auf $111K erstreckend. Diese sind die Hauptzonen, auf die man bei Long-Setups achten sollte, falls BTC weiter sinkt. Sie markieren starke, ungetestete Nachfrageräume, wo der Preis impulsiv ohne viel Widerstand gestiegen ist.
Ein Fall in diese Zonen, gefolgt von bullischem Kursverhalten (wie ein Sweep und Reclaim), würde hochwahrscheinliche Fortsetzungsmöglichkeiten in Richtung 125K und darüber hinaus bieten.
Stimmungsanalyse
Anstieg der Bitcoin-Einzelhandelsaktivität
Ein signalstarker On-Chain-Indikator ist derzeit der Anstieg der Handelsaktivität im Einzelhandel, gemessen am Bitcoin Spot Retail Activity Through Trading Frequency-Indikator. Diese Metrik bewertet den relativen Anstieg der Einzelhandelsbeteiligung basierend auf Veränderungen gegenüber dem gleitenden Durchschnitt eines Jahres. Historisch gesehen fielen Spitzen in dieser Metrik, insbesondere wenn sie rot wird, meistens mit großen Wendepunkten zusammen und deuteten auf überhitzte Bedingungen und übermäßigen Enthusiasmus hin.
In diesem Moment zeigt das Diagramm keine roten Signale, was bedeutet, dass die Einzelhandelsbeteiligung noch durchschnittlich ist. Dies deutet darauf hin, dass Einzelhändler und Investoren den Markt noch nicht überflutet haben, um den Preis zu jagen, zumindest nicht in dem Maße, in dem sie es bei früheren Allzeithochs getan haben. Dies legt nahe, dass der Preis noch nachhaltig steigen könnte, wenn andere Faktoren, insbesondere die Futures-Markt-Metriken, stabil bleiben.

