Bitcoin Fear and Greed Index fällt auf 6-Jahres-Tief: Ist das Schlimmste überstanden?

Die letzten Wochen waren für Bitcoin und den gesamten Kryptowährungsmarkt äußerst herausfordernd. Die größte digitale Währung fiel innerhalb von weniger als zehn Tagen um etwa $30.000 und erreichte am Freitagmorgen mit einem Rückgang auf $60.000 ihren vorläufigen Tiefpunkt.
Angesichts dieser Entwicklung war es fast zu erwarten, dass auch die allgemeine Anlegerstimmung stark eingebrochen ist. Tatsächlich hat sie mehrjährige Tiefststände erreicht.
Angst dominiert weiterhin
Da die Kryptowährungsmärkte (wie auch viele andere Finanzmärkte) stark emotional geprägt sind, wurde der Fear and Greed Index entwickelt, um die schnellen Veränderungen zu veranschaulichen. Die Marktdynamik und die allgemeine Volatilität machen die Hälfte des Endergebnisses des Index aus, der von extremer Angst (0) bis zu extremer Gier (100) reicht.
Es ist daher wenig überraschend, dass der Index zuletzt überwiegend gesunken ist. Der Bitcoin-Kurs erreichte Mitte Januar über $95.000 und lag noch vor etwas mehr als zehn Tagen bei über $90.000 – am 28. Januar. Was dann geschah, war schwer vorherzusehen, als die Währung innerhalb weniger Tage um $30.000 auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr fiel.
Obwohl sich der Kurs bis Redaktionsschluss auf $69.000 erholte, reichte dies nicht aus, um den Index zu beeinflussen. Der Wert ist in letzter Zeit kontinuierlich gesunken und erreichte mit 6 den niedrigsten Stand seit August 2019.
Kommt eine Erholung?
Wie Warren Buffett einst sagte, sollten Anleger ängstlich sein, wenn andere gierig sind, und umgekehrt. Sollten sie also jetzt gierig sein? Frühere starke Anstiege oder Rückgänge des Index führten oft zu sofortigen Trendwenden, was den Bullen Hoffnung geben könnte.
Allerdings unterstützt die Geschichte von 2019 diese Annahme nicht vollständig. Damals begann Bitcoin sich von seinem Bärenmarkt Ende 2018/Anfang 2019 zu erholen und handelte 2-3 Mal höher als das Tief von $3.500. Dennoch konnte es die $10.000-Marke monatelang nicht durchbrechen.
Dann kam 2020 mit einem bedeutenden unerwarteten Ereignis (dem COVID-19-Crash), und Bitcoin fiel weiter, bevor es schließlich in die Offensive ging. Es dauerte über ein Jahr, bis die Kryptowährung die $10.000-Marke überschritt. Die gute Nachricht ist, dass sie seitdem nie wieder in den vierstelligen Bereich zurückgefallen ist.
Die Lehre daraus ist, dass extreme Angst die Märkte dominiert, was typischerweise von einer scharfen Trendwende gefolgt wird. Allerdings ist das aktuelle Marktumfeld aufgrund steigender geopolitischer Spannungen, interner Probleme, Marktinstabilität und der Explosion verschiedener Anlageklassen recht unsicher.

