Bitcoin-Besessenheit kostet Saylor – S&P bewertet Strategie als 'Junk'

Strategy Inc., das von Michael Saylor geleitete Unternehmen, das sich von MicroStrategy umbenannte, wurde am Montag mit einer Junk-Kreditbewertung herabgestuft, da S&P Global Ratings seine starke Konzentration auf Bitcoin und schwache Dollar-Liquidität bemängelte.
Laut S&P ist die Bilanz des Unternehmens eng mit dem Bitcoin-Preis verknüpft und birgt Risiken, die traditionelle Bewertungsmodelle als schwer zu stabilisierende Sicherheiten ansehen.
Bitcoin-Bestände beeinflussen die Bewertung
Berichten zufolge verfügt Strategy über einen enormen Bitcoin-Bestand – etwa 640.808 BTC in den Büchern – die bei den jüngsten Preisen etwa 73 Milliarden $ bis 74 Milliarden $ wert sind.
S&P erklärte, dass das Unternehmen zwar einen großen Vorrat an digitalen Vermögenswerten besitzt, die Volatilität dieses Vermögenswerts und der begrenzte Cashflow des Unternehmens es jedoch nach den Kreditanforderungen von S&P als riskant einstufen.
S&P vergab ein B- Kreditrating für den Emittenten und behielt den Ausblick stabil bei. Dieses B- platziert das Unternehmen eindeutig im Nicht-Investment-Grade-Bereich, was auf eine höhere Wahrscheinlichkeit von Stress hinweist, wenn sich die Märkte gegen es wenden.
S&P Global Ratings has assigned Strategy Inc a ‘B-‘ Issuer Credit Rating (Outlook Stable) — the first-ever rating of a Bitcoin Treasury Company by a major credit rating agency. https://t.co/WLMkFqkkCb
— Michael Saylor (@saylor) October 27, 2025
Währungs-Mismatch und Schuldenbelastung
Berichte haben offengelegt, dass S&P besonders über ein Ungleichgewicht besorgt war: Die meisten Verpflichtungen werden in US-Dollar gehalten, während der Großteil des Unternehmenswertes in Bitcoin besteht. Diese Diskrepanz kann einen Verkauf von Bitcoin erzwingen, um Dollar-Zahlungen zu leisten, falls die Preise fallen.
Analysten und Kommentatoren verwiesen auf beträchtliche wandelbare Wertpapiere und Vorzugsaktienverpflichtungen, die finanzielle Ansprüche an das Unternehmen stellen. Laut Einreichungen und Marktberichten sieht sich das Unternehmen mit Milliarden von $ an wandelbaren und Vorzugsverpflichtungen konfrontiert, die sich über die kommenden Jahre verteilen.
Saylor und Strategy haben wiederholt Bitcoin-Käufe getätigt, als Teil ihres angegebenen Plans. Diese Käufe haben zu großen unerfüllten Gewinnen auf dem Papier geführt, aber die Methodik von S&P behandelt den Token im Wesentlichen anders als traditionelles Eigenkapital bei der Messung des risikoadjustierten Kapitals.
Die Marktteinehmer werden Finanzierungskosten, Vorzugsdividendenzahlungen und wandelbare Anleihen auf Anzeichen von Stress beobachten.
Investoren reagierten mit gemischten Signalen im frühen Handel. Einige Käufer sahen die Herabstufung als formelle Anerkennung eines bekannten Risikos an, während andere die Maßnahme als Kalibrierung betrachteten, die Saylors Akkumulationsstrategie nicht stoppen wird, falls die Märkte ruhig bleiben.
Handelsvolumen und Kursschwankungen in den Strategy-Aktien sowie Bitcoin könnten steigen, da Händler die Wahrscheinlichkeiten neu bewerten.

