Bitcoin auf dem Vormarsch: Fundstrats Mutige Prognosen für 2025
Der Krypto-Markt ist für seine unvorhersehbaren Schwankungen bekannt, doch Sean Farrell, der Leiter der digitalen Anlagestrategie bei Fundstrat, zeigt beeindruckende Präzision in seinen Voraussagen. Anfang 2023, als Bitcoin bei etwa 22.000 US-Dollar notierte, sagte Farrell einen Anstieg auf 44.000 US-Dollar voraus – ein Ziel, das Bitcoin bis zum Jahresende erreichte. Seine Vorhersage für 2024, dass Bitcoin 115.000 US-Dollar erreichen würde, kam mit einem Spitzenwert von 108.000 US-Dollar ebenfalls nahe heran. Für 2025 hat Farrell nun ein ambitioniertes Ziel vor Augen: 175.000 US-Dollar.
"Ich glaube, dass Bitcoin in diesem Jahr auf 175.000 US-Dollar ansteigen wird", äußerte sich Farrell gegenüber Coinage in einem zukunftsgewandten Ausblick auf 2025. Diese Prognose basiert nicht nur auf Spekulation, sondern auf einem rigorosen Makromodell, das Zuflüsse ins Bitcoin-Netzwerk und historische Trends berücksichtigt. Farrell erklärte, dass sich dieses Jahr deutlich vom Vorjahr unterscheiden werde.
Zwar sind die Zuflüsse in den Bitcoin-Markt derzeit moderater, aber dennoch wachsend, meint Farrell. Er sieht die Möglichkeit eines sogenannten "Blow-Off Tops" irgendwann im Jahr 2025. Trotz der Empfindlichkeit des Krypto-Marktes gegenüber makroökonomischen Bedingungen bleibt Farrell optimistisch. "Wenn die Liquidität reichlich vorhanden ist und sich Zinssätze stabilisieren, gedeiht die Kryptowährung – es ist das schnellste Pferd im Rennen. Doch bei engeren Finanzierungsbedingungen kann es schnell das Gegenteil sein," fügte er hinzu.
Farrell identifiziert zudem potenzielle Treiber, die als Katalysatoren für zusätzliche Marktliquidität fungieren könnten. "Wir befinden uns an einem Punkt, an dem der Markt besorgt über Handelspolitik und andere makroökonomische Faktoren ist, aber ich sehe dies als eine 'sell-the-rumor, buy-the-news'-Situation", so Farrell. Auch regulatorische Veränderungen unter Präsident Trump könnten laut ihm Rückenwind für die Kryptowährung bieten.
Eine mögliche Lockerung der Regularien, wie die Aufhebung der Richtlinie SAB 121, die die Beteiligung von Banken an der Krypto-Verwahrung einschränkt, könnte den Markt grundlegend verändern, so Farrell. Er hob hervor, dass dies Banken den Eintritt in den Krypto-Bereich erlauben könnte, was neue konstruktive Marktteilnehmer schaffen würde.
Abschließend diskutierte Farrell die Entwicklung von Bitcoin Layer-2-Lösungen wie Stacks und Core als wesentliche Komponenten zur Entfaltung des Potenzials von Bitcoin. Zwar zeigen diese Projekte Fortschritte, doch stellt die Liquiditätsverteilung unter neuen L2-Projekten eine Herausforderung dar. Dennoch bleibt der potenzielle Nutzen erheblich.

