Beschränkte Zuckerimporte und neue Zölle belasten Bio-Lebensmittelhersteller
Die Einführung neuer Zölle und die Einschränkung von zollfreien Importen drohen den Preis für Bio-Lebensmittel in den USA deutlich zu erhöhen. Aufgrund von Handelsbeschränkungen für importierten Bio-Zucker, insbesondere aus Brasilien, könnten sich die Produktionskosten für eine Vielzahl von Bio-Produkten drastisch verändern. Dies sorgt bei Herstellern für Frustration, die sich nun gezwungen sehen, entweder die Preise zu erhöhen oder die Produktion zu reduzieren.
Über 90 Prozent des in den USA verwendeten Bio-Zuckers wird importiert. Die drastische Erhöhung von Zöllen unter der Trump-Administration führt dazu, dass sich der Preis für Bio-Zucker um durchschnittlich 30 Prozent erhöhen könnte, wie die Organic Trade Association prognostiziert. Der steigende Preis wirkt sich auf Produkte von Joghurt bis Keksen aus, denn die Vereinigten Staaten selbst produzieren nicht genug, um die steigende Nachfrage zu decken.
Das US-Landwirtschaftsministerium setzt seine Importbeschränkungen fort, um die heimische Zuckerindustrie zu unterstützen. Mehrere Hersteller wie Whole Earth Brands und Stonyfield Organic kritisieren die Politik. Sie verweisen darauf, dass es in den USA nur einen Produzenten für Bio-Zucker gibt und die Umstellung konventioneller Landwirtschaft auf Bio-Anbau mindestens drei Jahre dauert. Mit der drastischen Erhöhung der Importzölle wird die Produktion für viele kleinere Bio-Hersteller unrentabel.
Nigel Willerton von Whole Earth Brands gibt an, dass die Zuckerpreise um bis zu 100 Prozent steigen könnten, was einige Unternehmen zum Schließen zwingen könnte. Die einzige Bio-Zucker produzierende Mühle, die Florida Crystals Corporation, sieht in der neuen Politik Chancen für den Anbau und die Verarbeitung in den USA zu wachsen. Dennoch gibt es zurzeit keine weiteren Initiativen zur Unterstützung der Bio-Landwirtschaft.

