Bayer auf Kurs zur Beilegung umfangreicher PCB-Rechtsstreitigkeiten in den USA
Der deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer steht offenbar kurz davor, einen signifikanten Teil der langwierigen Rechtsstreitigkeiten um die Synthesechemikalie PCB in den USA abzuschließen. Wie kürzlich bekannt wurde, hat das Unternehmen eine Grundsatzvereinbarung getroffen, die alle anhängigen PCB-Fälle am Sky Valley Education Center (SVEC) umfasst – mit Ausnahme bereits ergangener Urteile zum Nachteil von Bayer.
Die finanziellen Belastungen sind bereits in Form von Rückstellungen und Verbindlichkeiten abgesichert, was zu einem leichten Anstieg des Bayer-Aktienkurses führte. Bereits im zweiten Quartal hatte Bayer zusätzliche Rückstellungen für die anhaltenden Auseinandersetzungen sowohl um den Unkrautvernichter Glyphosat als auch um PCB geschaffen.
Insgesamt wurden 1,7 Milliarden Euro bilanziert, davon 1,2 Milliarden für Glyphosat und 530 Millionen für PCB. Im speziellen Fall der PCB-Streitigkeiten zielt Bayer darauf ab, den sogenannten Burke-Fall sowie weitere mögliche Vergleiche adressieren, die im Zusammenhang mit angeblichen Gesundheitsschädigungen durch PCB im Schulgebäude von SVEC im US-Bundesstaat Washington stehen. Kläger beschuldigen die seit Langem verbotene Chemikalie, für gravierende gesundheitliche Schäden verantwortlich zu sein, darunter auch Hirnschäden.

