Bayer-Aktien im Aufwind: Sammelvergleich sorgt für Kursanstieg
Die Wertpapiere des Chemie- und Pharmariesen Bayer haben bei der Erholungsrally am Dienstag stark profitiert. Auslöser war ein Bloomberg-Bericht, den Bayer in den letzten Minuten des regulären Handels weitgehend bestätigte: Das Unternehmen hat in den USA einen milliardenschweren Sammelvergleich zur Beilegung von gegenwärtigen und zukünftigen Klagen bezüglich des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat erzielt.
Vor Bekanntwerden dieser Neuigkeiten legte die Aktie bereits knapp zwei Prozent zu. Danach wuchs das Kursplus auf beeindruckende 8,4 Prozent an und erreichte in der Spitze 49,78 Euro, was sie nahe an die 50-Euro-Marke brachte. Am Ende des Handelstags schloss die Aktie mit einem Zuwachs von 7,4 Prozent. Im nachbörslichen Handel auf Tradegate fiel der Kurs leicht auf 48,97 Euro zurück, was den Schwung etwas abschwächte.
Diese Entwicklung unterstützt die bereits bestehende Erholungsrally der Bayer-Aktien, die nun mit einem beeindruckenden Jahresplus von 33 Prozent zum Dax-Leader Siemens Energy aufgeschlossen haben. Seit Beginn dieser Rally im Dezember beträgt das Plus sogar etwa 60 Prozent. Der Oberste Gerichtshof der USA nahm kürzlich einen Fall zur weiteren Prüfung an, was die Chancen auf ein grundlegendes Urteil erhöht. Gleichzeitig dürften laut Jefferies-Analyst Chris Counihan jedoch noch Risiken bestehen, solange das Gerichtsverfahren noch läuft und die gerichtliche Genehmigung des Vergleichs aussteht. In seiner ersten Einschätzung erwähnte er auch einen erwarteten negativen Free Cashflow für Bayer im Jahr 2026 aufgrund der Vergleichszahlungen.

