BASF gestaltet Kerngeschäft neu: Sherwin-Williams kauft Geschäft in Brasilien
Der Chemiekonzern BASF hat einen bedeutenden Schritt in seiner Strategie zur Neuausrichtung des Kerngeschäfts gemacht. Der DAX-notierte Konzern gab bekannt, dass der US-Beschichtungsspezialist Sherwin-Williams das brasilianische Geschäft mit Anstrichen für Gebäude für 1,15 Milliarden US-Dollar übernimmt. Diese Summe berücksichtigt weder vorhandene Barmittel noch Finanzschulden. Die Entscheidung fällt unter den Umbauplan des seit 2024 amtierenden CEO Markus Kamieth, der BASF zu mehr Profitabilität führen soll. Auf die BASF-Aktien hatte die Ankündigung des Verkaufs allerdings keinen nennenswerten Einfluss.
Der Geschäftsbereich, der im kommenden Jahr einen Umsatz von rund 525 Millionen Dollar erwartet, war der einzige relevante Business-to-Consumer-Zweig im Portfolio von BASF. Mit dem Verkauf unternimmt der Konzern einen weiteren wichtigen Schritt im laufenden Transformationsprozess.
Zukünftige Pläne des Unternehmens umfassen weitere Überprüfungen und Optimierungen: Im zweiten Quartal 2025 plant BASF den Markt erneut zu sondieren, um strategische Optionen für die verbleibenden Aktivitäten im Bereich Coatings zu evaluieren. Diese betreffen unter anderem Lacke für Fahrzeugserien, Autoreparaturen sowie Oberflächenbehandlungen.

