Banken könnten bald XRP halten: Eine kleine Regeländerung macht es möglich

Bisher haben sich Banken weitgehend zurückgehalten, wenn es darum ging, XRP direkt zu halten, obwohl das Interesse an digitalen Vermögenswerten stetig zunimmt. Diese Zurückhaltung war nicht auf einen Mangel an Nutzen oder Nachfrage zurückzuführen, sondern auf strenge regulatorische Kapitalvorschriften, die das Halten von XRP für regulierte Institutionen wirtschaftlich unpraktisch machten.
Warum Banken bisher kein XRP halten konnten
Das Hauptproblem, das Banken davon abhielt, XRP zu halten, war seine Einstufung im globalen Bankenrahmenwerk Basel III. Basel III ist ein internationales Regelwerk, das nach der Finanzkrise 2008 entwickelt wurde und höhere Anforderungen an die Qualität und Quantität des Kapitals im internationalen Bankensektor stellt.
Derzeit fällt XRP unter Basel III in die Kategorie der Typ-2-Krypto-Exposures, die für Vermögenswerte mit höheren Risiken vorgesehen ist. Unter diesen Regeln fallen die meisten Kryptowährungen, einschließlich XRP, in eine Hochrisikokategorie, die eine strafende Kapitalanforderung mit sich bringt. Banken müssen einen Risikogewichtungsfaktor von 1.250 % auf solche Vermögenswerte anwenden, was bedeutet, dass sie weit mehr Kapital als den Wert des XRP selbst zurücklegen müssen.
Das bedeutet, dass Banken unter dem Basel III-Rahmenwerk für jeden $1 an XRP-Exposition $12,50 an Kapital halten müssen. Diese Kapitalineffizienz erklärt allein die jahrelange institutionelle Zurückhaltung. Das Problem war nicht die Nachfrage oder die Technologie, sondern die regulatorische Kapitalbehandlung, die das Halten von XRP aus bilanzieller Sicht irrational machte.
Der regulatorische Wendepunkt
Die Diskussion über den regulatorischen Status von XRP wird zunehmend wichtig für seine langfristige Perspektive. Interessanterweise weist eine Analyse darauf hin, dass XRP möglicherweise in eine Kategorie mit geringerem Risiko unter Basel III umklassifiziert werden könnte, da die rechtliche und regulatorische Klarheit rund um Kryptowährungen zunimmt.
Das Ziel ist, dass XRP auf einem klaren Weg ist, ein Tier-1-Digitalvermögenswert für globale Institutionen zu werden, was hauptsächlich für tokenisierte traditionelle Vermögenswerte und Stablecoins mit starken Mechanismen gilt. Sollte diese Umklassifizierung erfolgen, würden sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sofort ändern. XRP würde für direkte Bilanzexposition akzeptabel, was es Banken ermöglichen würde, den Vermögenswert zu verwahren, einzusetzen und abzuwickeln, ohne übermäßiges Kapital vorhalten zu müssen.
Dies ist keine Diskussion über kurzfristige Preisbewegungen, sondern über Kapitalmechanismen, die bestimmen, ob große institutionelle Geldmengen überhaupt in der Lage sind, XRP zu halten. In diesem Fall würde sich die Liquiditätsbereitstellung von XRP durch Banken von einer außerbilanziellen Nutzung zu einem direkten institutionellen Besitz ändern.

