Bahnstrecke im Ahrtal vollständig wiederhergestellt: Regionale Zugverbindungen aufgenommen

Nach den erheblichen Zerstörungen durch die Flutkatastrophe im Ahrtal im Sommer 2021 hat sich die Region ein Stück Normalität zurückerobert: Die Regionalbahnen zwischen Remagen und Ahrbrück verkehren wieder regulär. Wie eine Vertreterin der Bahn mitteilte, startete der Dienst am Sonntag gemäß Plan. Schon am Freitag wurde der letzte Streckenabschnitt in einer feierlichen Zeremonie mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Bahnchefin Evelyn Palla offiziell eröffnet. Pallas Worte „Die Bahn ist zurück im Ahrtal“ markierten diesen Meilenstein symbolisch. Die Katastrophe kostete damals 135 Menschenleben und hinterließ die Bahnstrecke komplett zerstört.
In den vergangenen Jahren wurde die Strecke akribisch wiederaufgebaut. Bereits vier Monate nach dem Hochwasser rollten Züge wieder auf dem Teilstück bis zum Bahnhof Ahrweiler in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Bis zuletzt verblieb jedoch ein Abschnitt von 14 Kilometern zwischen Walporzheim und Ahrweiler, der nun endlich geschlossen ist.
Die Wiederherstellung umfasste insgesamt 18 Kilometer Gleise, 22 Brücken, fünf Tunnel und zehn Stationen. Die Modernisierungen umfassten weiter die Elektrifizierung der Strecke und den Einbau moderner Stellwerkstechnik, mit einem Investitionsvolumen von etwa 590 Millionen Euro. Jetzt sind zwei Regionalbahnlinien wieder im Einsatz: Die RB 30 verbindet stündlich Ahrbrück, Remagen und Bonn, während die neu aufgestellte RB 32 zwischen Altenahr und Remagen verkehrt und im Zweistundentakt ihre Route bis Koblenz und Boppard verlängert. Eine weitere Streckenerweiterung bis Ahrbrück ist nach der Fertigstellung einer Schutzwand gegen Hochwasser in Heimersheim im Sommer 2026 geplant.

