Autoverkehr wird nur mit E-Fuels klimafrei
Ex-FDP-Chef Dürr: Alleine mit E-Mobilität werden wir Klimaneutralität nicht erreichen – „Brauchen Verbrenner-Perspektive, sogar einen Wachstumsmarkt“
Stuttgart, 24.09.2026 (lifePR) - Der frühere FDP-Vorsitzende Christian Dürr hält die Klimaneutralität des Autoverkehrs nur dann für möglich, wenn die immer noch große Flotte von Verbrennerfahrzeugen mit klimaneutralen E-Fuels betrieben wird. Dürr, inzwischen Geschäftsführer der E-Fuel-Plattform GLE360, die Produzenten und Abnehmer synthetischer Kraftstoffe zusammenbringen möchte, sagt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift auto motor und sport: „Mittlerweile ist klar, dass Klimaneutralität nur mit Elektromobilität nicht gehen wird. Wir müssen die Verbrenner klimaneutral betreiben. Also mit Alternativen zu fossilen Kraftstoffen. Die Bestandsflotte wird ja niemals elektrisch fahren.“ Aktuell liegt der Flottenanteil von Verbrennerfahrzeugen in Deutschland bei 96 Prozent – trotz steigender E-Auto-Verkäufe.
E-Fuels, die man bei niedrigen Energiepreisen auch im großen Maßstab wettbewerbsfähig herstellen könne, böten den Vorteil, dass man endlich an der Bestandsflotte ansetzen könne. Zudem brauche man dafür keine neue Ladeinfrastruktur wie bei Elektroautos. „Ein entscheidender Vorteil gegenüber der E-Mobilität ist, dass wir mit den E-Fuels die bestehende Infrastruktur der Tankstellen nutzen können.“
Jetzt gehe es darum, die Produktionskapazitäten für E-Fuels weltweit auszubauen, weshalb ein Verbrennerverbot schade. „Um die Bestandsflotte klimaneutral zu bekommen, soll der Anteil von E-Fuels im Kraftstoff in den kommenden Jahren hochgefahren werden. Dafür braucht es Kapazitäten und Investitionen. Für Investitionen in E-Fuels und damit für die Klimaziele wäre ein Verbrenner-Aus kontraproduktiv. Damit stärker in E-Fuels investiert wird, brauchen wir eine Verbrenner-Perspektive, ja sogar einen Wachstumsmarkt.“
Redakteur: Marcus Peters

