Auswärtiges Amt fordert Erklärungen von Israel nach Angriff auf Journalisten
Die Bundesregierung verlangt von Israel eine umfassende Erklärung im Anschluss an die tödliche Attacke auf Journalisten im Gazastreifen, die von der israelischen Armee durchgeführt wurde. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes betonte die Unzulässigkeit solcher Vorfälle gemäß humanitärem Völkerrecht und forderte eine transparente Aufklärung der Umstände, die zu dieser Eskalation führten.
Am Morgen gab es Berichte über den Tod von fünf Journalisten, darunter Anas al-Scharif, Korrespondent von Al-Dschasira, durch gezielte Luftangriffe auf ein Journalistenzelt in Gaza. Während das israelische Militär angibt, dass al-Scharif eine Hamas-Terrorzelle geleitet habe, verurteilt die Bundesregierung den Angriff scharf und pocht auf den Schutzstatus von Journalisten.
Besonders nachdrücklich betont das Außenamt die Notwendigkeit, der Presse im Gazastreifen eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten. Angesichts der hohen Zahl von 200 im Gazastreifen seit Beginn des Konflikts getöteten Journalisten bezeichnete der Sprecher der Bundesregierung den Verlust von Journalisten als „absolut inakzeptabel“.
Der Deutsche Journalistenverband kritisierte den Luftangriff ebenfalls scharf. Bundesvorsitzender Mika Beuster forderte Israel auf, journalistische Einrichtungen zu respektieren und Militäraktionen auf überprüfbare Fakten zu stützen. Die gezielte Gefährdung von Medienschaffenden aufgrund unbewiesener Anschuldigungen sei nicht zu rechtfertigen.

