ATX trotzt globalen Spannungen und setzt Erfolgsserie fort
Der österreichische Leitindex ATX zeigt sich von den jüngsten geopolitischen Spannungen unbeeindruckt und hat seine beeindruckende Rekordjagd am Montag fortgesetzt. Mit einem elften Tagesgewinn in Folge knüpfte der ATX nahtlos an die starke Entwicklung zum Jahresende an und markierte die längste Gewinnserie seit 2003. Der Index kletterte um 0,80 Prozent auf 5.394,76 Punkte, während der ATX Prime um 0,81 Prozent auf 2.679,79 Zähler stieg.
Auch das europäische Börsenumfeld verzeichnete einen festen Wochenstart. Bekannte Indizes wie der Euro-Stoxx-50 und der DAX erreichten neue Höchststände. Investoren setzen weiterhin auf eine positive Dynamik der deutschen Wirtschaft im neuen Jahr – ein Faktor, der bereits im vergangenen Jahr als wesentlicher Motor für die Kurssteigerungen galt.
Obwohl geopolitische Ereignisse wie die interventionistischen Schritte der USA in Venezuela potenziell für Turbulenzen sorgen könnten, sehen Analysten der Deutschen Bank darin eher kurzlebige Effekte. Historisch haben sich solche Schocks nämlich als weniger bedeutsam für langfristige wirtschaftliche Variablen herausgestellt.
In Wien waren insbesondere die Aktien des Ölfeldausrüsters SBO stark gefragt, die um 8,8 Prozent zulegten. Hintergrund sind Pläne von US-Präsident Donald Trump, die Ölproduktion in Venezuela durch gezielte Investitionen amerikanischer Ölkonzerne wieder anzukurbeln, wovon Unternehmen wie SBO erheblich profitieren könnten.
Auch andere Sektoren an der Wiener Börse zeigten Stärke: Der Bau- und Bankensektor trug ebenfalls zur positiven Marktstimmung bei, mit Zuwächsen bei Porr, Strabag und Palfinger zwischen 2,2 und 3,6 Prozent, sowie bescheidenen Gewinnen von etwa einem Prozent bei der Erste Group und Bawag. Im Laufe der Woche gilt das Augenmerk der Marktteilnehmer besonders den wirtschaftlichen Indikatoren, darunter die wichtigen Inflationszahlen aus Deutschland und der US-Arbeitsmarktbericht, die neue Impulse geben könnten.

