Asiatische Börsen nur bedingt von Wall Street-Gewinnen beeinflusst
Die asiatischen Börsen konnten am Dienstag die Gewinne der Wall Street vom Vortag nur bedingt nachvollziehen. Eine gewisse Ermüdung nach dem jüngsten Anstieg machte sich bemerkbar.
Der japanische Nikkei 225, der am Montag zwischenzeitlich den höchsten Stand seit 33 Jahren erreicht hatte, stagnierte nun. Der Leitindex gab minimal um 0,1 Prozent auf 33.354,14 Punkte nach.
In China sah es etwas besser aus. Die chinesischen Behörden erstellen eine Liste von 50 Unternehmen aus dem Immobiliensektor, die durch Finanzierungsmaßnahmen unterstützt werden sollen. Dadurch soll dem angeschlagenen Immobiliensektor unter die Arme gegriffen werden. Der Hang-Seng-Index in Hongkong stieg zuletzt um 0,1 Prozent, nachdem er bereits am Vortag deutlich zugelegt hatte. Der CSI 300, der die Aktienkurse der größten Unternehmen an den Börsen Shanghai und Shenzen abbildet, gewann 0,13 Prozent auf 3.581,07 Punkte.
Auch in Australien verzeichneten die Aktien leichte Gewinne. Der Leitindex S&P ASX 200 schloss 0,28 Prozent im Plus bei 7.078,21 Punkten. Das Protokoll der letzten Notenbanksitzung zeigte vergleichsweise starke Bedenken hinsichtlich der weiteren Inflationsentwicklung. Die Marktstrategen der Deutschen Bank sehen die Möglichkeit einer weiteren Zinsanhebung im ersten Quartal des kommenden Jahres.
Auch südkoreanische Aktien zeigten Aufwärtspotenzial. Als zweitgrößter Halbleiterexporteur der Welt profitiert Südkorea von der Ausbreitung der Künstlichen Intelligenz, so die Anlagestrategen der Deutschen Bank. Südkoreanische Aktien sind mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,9 um 36 Prozent günstiger bewertet als der breite Schwellenländerindex. (eulerpool-AFX)

