Asiatische Aktienmärkte zeigen Erholungstendenzen trotz leicht gebremstem Schwung
Die Aktienmärkte in Asien setzten am Freitag ihren Aufwärtstrend fort, auch wenn der Schwung nachließ. Der japanische Nikkei 225 verzeichnete einen moderaten Anstieg von 0,29 Prozent auf 53.846,87 Punkte. Auf Wochenbasis blieb die Veränderung gering, dennoch wurden kurzfristige Schwächephasen ausgeglichen. Die Bank of Japan hielt den Leitzins unverändert bei 0,75 Prozent und beobachtet weiterhin die Folgen der vorhergehenden Zinserhöhung, was zu einer Abschwächung des Yen gegenüber dem Dollar führte. Dies unterstützt tendenziell die exportorientierte Wirtschaft des Landes.
In der japanischen Politik machte Regierungschefin Sanae Takaichi Schlagzeilen, indem sie das Unterhaus des Parlaments auflöste und Neuwahlen in Aussicht stellte. Eine größere Mehrheit für Takaichi wäre vorteilhaft, um ihre Wachstumsstrategien durch höhere Staatsausgaben realisieren zu können. Fallende Energiekosten führten zudem zu einer Abnahme der Inflationsrate. Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember ohne frische Lebensmittel um 2,4 Prozent im Jahresvergleich, die niedrigste Rate seit Oktober 2024, was im Rahmen der Erwartungen der Analysten lag.
Australien sah eine moderate Steigerung des S&P/ASX 200 um 0,13 Prozent auf 8.860,09 Punkte. Strategen der Deutschen Bank wiesen auf positive Effekte eines Einkaufsmanagerindex hin, der seinen höchsten Stand seit fünf Monaten erreichte.
In China verlief die Entwicklung uneinheitlich. Der CSI-300-Index verlor 0,45 Prozent auf 4.702,50 Punkte, während der Hang-Seng-Index in Hongkong um 0,42 Prozent auf 26.740,96 Punkte zulegte. Insgesamt blieb die wöchentliche Veränderung leicht negativ.
Südkorea setzte seine Rekordserie mit leichten Gewinnen fort. Jonathan Pines von Federated Hermes erwartet, dass sich die positive Marktentwicklung fortsetzt, da Südkorea im Vergleich zu anderen großen asiatischen Märkten attraktiv bewertet ist. Das Thema Reformen birgt weiteres Potenzial für positive Entwicklungen in der Zukunft.

