Apple mischt den Kreativmarkt auf: Neues Bündel-Abo setzt Adobe unter Druck
Apple hat eine klare Ansage an Marktführer Adobe und Entwickler von Musik-Apps: Mit einem innovativen Bündel-Abonnement, dem Apple Creator Studio, will der Tech-Gigant seine Präsenz im kreativen Sektor ausbauen und neue Maßstäbe setzen. Dieses strategisch platzierte Angebot wird ab Ende Januar zur Verfügung stehen und umfasst die Zugangsrechte zu renommierten Softwarelösungen wie dem Videoschnitt-Programm Final Cut Pro, der Bildbearbeitungs-App Pixelmator Pro sowie der Musikaufnahme-Software Logic Pro.
Preislich attraktiv gestaltet, liegt das Abonnement bei 12,99 Euro monatlich oder 129 Euro jährlich und damit erheblich unter Adobes Preismodell. Darüber hinaus verstärkt Apple den Wert seines Angebots durch zusätzliche Features für ihre kostenfreien Büroanwendungen, einschließlich der Textverarbeitungs-Software Pages.
In Folge dieser Ankündigung gerieten Adobe-Aktien stark unter Druck und verloren im US-Handel fast drei Prozent, während sich Apple-Wertpapiere in stabilen Fahrwassern bewegten. Adobe-Anteilseigner zeigen sich derweil aufgrund der zunehmenden Konkurrenz durch KI-gestützte Lösungen sorgenvoll, da der Aktienkurs des Unternehmens inzwischen auf 317 Dollar gefallen ist – nur noch die Hälfte dessen, was er vor zwei Jahren wert war. Mit diesem Vorstoß unternimmt Apple einen weiteren Versuch, von der weit verbreiteten Nutzung seiner Geräte – von iPhones über iPad-Tablets bis hin zu Mac-Computern – in der Kreativwirtschaft zu profitieren und sein Softwaregeschäft auszuweiten.

