Anschlag nahe Militärziel erschüttert Sicherheitsgefühl in Moskau
Nach Informationen aus russischen Ermittlerkreisen handelte es sich bei dem Sprengkörper um einen gezielt gezündeten Sprengsatz. In nicht offiziell bestätigten Berichten auf russischen Telegram-Kanälen heißt es, der mutmaßliche Täter könnte selbst unter den Toten sein. Demnach soll er den Sprengsatz ausgelöst haben, als die Polizisten auf ihn zugingen.
Der Vorfall ereignete sich unweit des Ortes, an dem bereits am Vortag ein hochrangiger Angehöriger des russischen Generalstabs bei einem Autobombenanschlag ums Leben gekommen war. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 kam es innerhalb Russlands wiederholt zu Sprengstoffanschlägen auf Personen mit mutmaßlichem Bezug zum Militär oder zu sicherheitsrelevanten Einrichtungen.
In mehreren Fällen hatte sich die ukrainische Seite zu derartigen Aktionen bekannt. Eine offizielle Stellungnahme Kiews zu dem aktuellen Vorfall liegt bislang nicht vor.
Parallel dazu setzt Russland seine massiven Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung und kritische Infrastruktur fort. Beobachter werten die Angriffe insbesondere in den Wintermonaten als gezielten Versuch, den Druck auf Kiew in den laufenden Gesprächen über eine mögliche Waffenruhe zu erhöhen. Eine Einigung zwischen ukrainischen und US-amerikanischen Vertretern auf der einen sowie russischen und US-Delegationen auf der anderen Seite ist bislang nicht absehbar.
Militärexperten warnen, dass Moskau mit der Kombination aus militärischem Druck und politischen Verhandlungen versucht, die Bedingungen für ein mögliches Kriegsende zu diktieren. Gleichzeitig ziehen sich ukrainische Truppen aus einzelnen strategisch wichtigen Orten im Osten des Landes zurück, um ihre Verteidigungslinien neu zu ordnen.


