Anleihemärkte profitieren von globaler Unsicherheit: Euro-Bund-Future im Aufwind
Die Finanzmärkte durchleben derzeit eine Phase erheblicher Unruhe, die sich positiv auf die Kurse deutscher Anleihen auswirkt. Der Euro-Bund-Future, als Barometer für die Entwicklung langlaufender Anleihen, legte um 0,23 Prozent zu und erreichte damit 128,32 Punkte. Dies spiegelt sich auch in der Rendite für zehnjährige Bundesanleihen wider, die bei 2,83 Prozent liegt. Gleichzeitig erlitten die Aktien- und Rohstoffmärkte empfindliche Verluste.
Der Technologieriese Microsoft sorgte für zusätzlichen Druck, da schwache Unternehmenszahlen die Anleger verunsicherten. Der Aktienkurs von Microsoft fiel im frühen New Yorker Handel auf seinen tiefsten Stand seit Mai 2025.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist der eskalierende Konflikt zwischen den USA und dem Iran. US-Außenminister Marco Rubio drohte mit einem möglichen Präventivschlag, sollten Hinweise auf Angriffe auf amerikanische Einrichtungen vorliegen. In einer deutlichen Warnung richtete sich Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf an US-Präsident Donald Trump hinsichtlich der Konsequenzen eines solchen Schrittes.
Die Erwartung auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch verpuffte hingegen wirkungslos. Die Leitzinsen blieben unverändert, und Notenbankchef Jerome Powell dämpfte Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen. US-Finanzminister Scott Bessent stellte jedoch in Aussicht, dass die Nachfolge von Powell in der kommenden Woche verkündet wird.

