Angespannter Nahverkehr: Verdi-Streik legt zahlreiche Städte Deutschlands lahm
Mit dem heutigen Warnstreik der Gewerkschaft Verdi steht weiten Teilen des öffentlichen Nahverkehrs in nahezu allen deutschen Bundesländern eine erhebliche Belastungsprobe bevor. Busse, Straßen- und U-Bahnen bleiben vielerorts in den Depots – eine Realität, die in allen Bundesländern mit Ausnahme Niedersachsens gilt, wo die Friedenspflicht nach wie vor besteht. Für Millionen von Pendlerinnen und Pendlern erweist sich dieser Tag als Herausforderung, denn trotz leerer Haltestellen ist ihre Arbeitspünktlichkeit gefragt. Besonders betroffen sind auch Eltern schulpflichtiger Kinder, die unverändert der Schulpflicht nachkommen müssen. Das Wettergeschehen trägt in zahlreichen Regionen sein Übriges dazu bei: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor möglichen Komplikationen durch gefrierenden Regen und Glätte.
Während die kommunalen Verkehrsbetriebe vielerorts stillstehen, hält die Deutsche Bahn den Betrieb ihrer Regional- und S-Bahnen wie gewohnt aufrecht. In Städten wie Berlin, Hamburg, München und Köln sowie anderen bedeutenden Ballungszentren sorgt dies für einen Hauch Normalität, da die Bahnen des Konzerns von Verdi nicht vertreten werden. Im Zentrum der Verdi-Forderungen: Verbesserungen der Arbeitsbedingungen durch kürzere Arbeitszeiten, längere Ruhephasen und erhöhte Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Zudem verhandelt die Gewerkschaft in einigen Regionen über höhere Gehälter. Dies betrifft insbesondere Bayern, Brandenburg, das Saarland, Thüringen sowie die Hamburger Hochbahn.
Für Arbeitnehmer bedeutet der Streik, sich trotz des sogenannten 'Wegerisikos' – der Eigenverantwortung, den Arbeitsplatz pünktlich zu erreichen – weiterhin alternative Wege zu suchen. Homeoffice kann hierbei eine Lösung darstellen. Für Schüler bleibt die Schulpflicht bestehen, und Eltern müssen transportbedingte Ausfälle überbrücken, um möglichen Ordnungswidrigkeiten vorzubeugen.

