American Express trotzt wirtschaftlichen Unsicherheiten – Trump kündigt Zinslimits an
Der renommierte Kreditkartenanbieter American Express verzeichnete im vierten Quartal des Jahres 2025 einen Umsatzanstieg von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erreichte damit fast 19 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn des Unternehmens kletterte im gleichen Zeitraum um 13 Prozent auf nahezu 2,5 Milliarden Dollar. Trotz dieser erfreulichen Zahlen reagierte die Börse skeptisch, da die Rückstellungen für drohende Kreditausfälle auf 1,4 Milliarden Dollar erhöht wurden. Vor Eröffnung des Handels verbuchte die American-Express-Aktie dementsprechend einen Rückgang von mehr als zwei Prozent.
American Express zeigt sich anders als Konkurrenten wie Visa und Mastercard, indem das Unternehmen nicht nur Kartenzahlungen abwickelt, sondern auch Kredite vergibt. Besonders zahlungskräftige Kunden werden mit exklusiven Angeboten umworben, darunter attraktive Rabatte auf Reisen und der Zugang zu den prestigeträchtigen Flughafen-Lounges.
Derweil sorgt eine neue Ankündigung von US-Präsident Donald Trump für Aufsehen in der Kreditkartenbranche. Ab dem 20. Januar 2026 soll temporär ein Maximalzins von zehn Prozent gelten. Die Umsetzung dieser Maßnahme bleibt vorerst unklar, doch Trump verfolgt damit das Ziel, die finanzielle Belastung der US-Amerikaner zu reduzieren. Derzeit liegt der durchschnittliche Kreditkartenzinssatz bei 21,5 Prozent, was die Notwendigkeit einer Regulierung unterstreicht. Der Vorstoß könnte tiefgreifende Auswirkungen auf die Kreditwirtschaft haben, wenn er tatsächlich in Kraft tritt.

