Aldi treibt Expansion in den USA mit über 200 neuen Filialen voran
Der deutsche Discounter Aldi setzt zu seiner größten US-Expansion an und will 2025 netto mehr als 200 neue Filialen eröffnen. Damit steigt die Kette laut Coresight Research zum am schnellsten wachsenden Lebensmittelhändler des Landes auf – hinter den beiden großen Dollar-Store-Ketten.
Die Strategie zielt auf preisbewusste Konsumenten, die seit Jahren unter steigenden Lebensmittelpreisen leiden, inzwischen aber auch nach Bio-Produkten und frischem Fleisch fragen. Rund 90 Prozent des Sortiments bestehen aus Eigenmarken, womit Aldi konsequent Kosten senkt und Margen sichert. Die Logistik ist ebenfalls auf Effizienz getrimmt: Waren werden direkt aus den Transportkisten in die Regale gestellt.
Im Juli 2023 hatte Aldi mit der Übernahme der Ketten Winn-Dixie und Harveys Supermarket eine Grundlage geschaffen, fast die Hälfte der geplanten Neueröffnungen resultiert aus deren Umwandlung. Insgesamt betreibt Aldi inzwischen über 2.500 Filialen in den USA, dem größten Markt des Konzerns. Bis 2028 sollen weitere 800 Standorte hinzukommen.
Ein Prestigeprojekt ist die geplante Filiale nahe dem Times Square in Manhattan. Mit 25.000 Quadratmetern wird sie deutlich größer als typische Aldi-Märkte und soll ab Sommer 2026 die urbane Kundschaft bedienen. Damit testet das Unternehmen sein Discountmodell erstmals in einer der teuersten und dichtesten Immobilienlagen der USA.
Neben aggressiver Expansion setzt Aldi auf das Erfolgsrezept der „Aldi Finds“ – wöchentlich wechselnde Aktionswaren von Kerzen bis Küchengeräten –, die den Einkauf zu einer Art Schatzsuche machen und zusätzliche Impulskäufe anregen.

