Ahold Delhaize: Solide Quartalszahlen und geplanter Aktienrückkauf überzeugen Anleger
Der niederländische Lebensmittelriese Ahold Delhaize hat seine Anleger mit einer erfreulichen Geschäftsentwicklung für das dritte Quartal überrascht. Während das Unternehmen in seinen europäischen Märkten herausragend performte, blieb das Wachstum in den USA moderat, übertraf jedoch die Erwartungen der Finanzanalysten. Die Bestätigung der Jahresprognose und die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms in Höhe von einer Milliarde Euro ab 2026 verstärkten das Vertrauen in die Zukunft des Unternehmens.
Der Aktienkurs reagierte zunächst positiv auf die Nachrichten und stieg im frühen Börsenhandel um fast fünf Prozent auf 37,30 Euro. Diesen Höhenflug konnte das Papier jedoch nicht halten und fiel am späten Nachmittag auf das Niveau des Vortages zurück. Seit Ende 2024 hat sich der Börsenwert um über 13 Prozent auf 32 Milliarden Euro erhöht, womit Ahold Delhaize knapp hinter dem Gesamtwachstum des EuroStoxx 50 zurückbleibt.
Analysten, darunter Borja Olcese von JPMorgan und Frederick Wild von Jefferies, lobten die über den Erwartungen liegenden operativen Ergebnisse. Diese seien vor allem dem starken US-Geschäft zu verdanken, das sich durch hohe Margen auszeichnete. Ahold Delhaize verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatzanstieg von 2,2 Prozent auf knapp 22,5 Milliarden Euro. Zu konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz noch deutlicher um 6,1 Prozent gestiegen.
In den USA legte der Umsatz um 1,9 Prozent zu, während das europäische Geschäft um beeindruckende 12,4 Prozent wuchs. Der operative Gewinn stieg um etwa neun Prozent auf 933 Millionen Euro, wobei die operative Marge mit 4,1 Prozent ebenfalls über den Erwartungen lag. Der Nettogewinn erreichte 584 Millionen Euro, was eine signifikante Verbesserung gegenüber den 372 Millionen Euro des Vorjahres darstellt, als einmalige Belastungen das Ergebnis drückten.

