The Man Who Shot Chinatown

DVD / Blu-ray / Trailer :: IMDB (6,2)
Regie: Axel Schill
Darsteller: Sally Field, William Friedkin
Laufzeit: 77min
FSK: ???
Genre: Biografie, Dokumentation (Deutschland, Großbritannien)
Verleih: Real Fiction Filmverleih
Filmstart: 15. November 2007
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Der Dokumentarfilm von Regisseur Axel Schill und Produzentin Stephanie Bahr beschäftigt sich mit Leben und Arbeit von John A. Alonzo (1934 -2001) und beschreibt seinen kreativen Prozess, nicht nur in der Kinematographie, sondern auch als Schauspieler, als Bildhauer und Fotograf. Mut, Beharrlichkeit und Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten erklären seinen Werdegang vom mexikanischen Farmerjungen bis hin zu einem der anerkanntesten „Lichtkünstler Hollywoods“. Dieser Film, auf HD CAM gedreht, ist nicht nur eine Hommage, sondern wirft Licht auf die Kunst der Kinematographie. Der Kameramann als solcher ist nicht nur Techniker, sondern Künstler, ein Maler von Licht und Schatten, Gestalter von Raum und Bewegung sowie ein Designer der Farben. Er verbindet wie kein anderer sein Handwerk, mit der Fähigkeit sein Umfeld zu motivieren, zu interpretieren und zu lenken. In diesem Portrait ist Alonzo Beispiel für Motivation und Inspiration, vor allem für den Nachwuchs. Betrachtet man Alonzos Vita, ist man überrascht, dass ihm keine größere Anerkennung zuteil geworden ist. Zeit seines Lebens blieb er immer ein Außenseiter. Zum einen war er als erster Kameramann mexikanischer Abstammung in der amerikanischen Filmindustrie nicht willkommen, zum anderen war er seiner Zeit voraus und erzeugte damit Neid unter Kollegen. Dabei hat er sich nie als Konkurrent gesehen. Er war stets offen für die Neugier junger Filmemacher und gab - ohne belehrend zu wirken - sein Wissen weiter. Alonzo sorgte immer für eine ethnische Vielfalt in seiner Kamera-Crew, und auch sein Engagement innerhalb der „Local 600“ ( Kameragewerkschaft) die veralteten Strukturen aufzubrechen und somit eine effektivere Nachwuchsförderung zu ermöglichen, zahlte sich aus. Neuordnungen innerhalb der Gewerkschaft führten letztendlich dazu, dass junge Talente heute bessere Chancen auf dem Weg in die professionelle Arbeit haben. Filmclips aus Werken wie CHINATOWN, VANISHING POINT, SCARFACE und HAROLD AND MAUDE, verbunden mit „Behind the Scenes“- Material, sowie Interviews mit seiner Frau Jan Alonzo, den Schauspielern Richard Dreyfuss und Sally Field, dem bekannten amerikanischen Filmkritiker Roger Ebert, den Regisseuren William Friedkin (FRENCH CONNECTION, THE EXORCIST), Mike Figgis (LEAVING LAS VEGAS), John McNaughton (HENRY, PORTRAIT OF A SERIALKILLER) sowie dem Autor und Regisseur Michael Crichton (JURRASIC PARK, ER), den Kameramännern Haskell Wexler (EINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNEST) und John Toll (BRAVEHEART) und vielen Freunden und Mitarbeitern wie z.B. Frank Sinatra Jr., verleihen dem Dokumentarfilm interessante Nuancen. Darüber hinaus stellt dieser Film einen aktuellen Bezug zur gegenwärtigen Diskussion über das „High Definition“-Format her, indem Alonzos frühes Engagement seit den achtziger Jahren und sein unaufhörliches Interesse an neuen Technologien und Entwicklungen, speziell in der digitalen Technik, betont wird. Ein inspirierender Film über eine einzigartige Persönlichkeit.

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