Khadak

DVD / Blu-ray / Trailer :: Website :: IMDB (6,9)
Regie: Jessica Hope Woodworth, Peter Brosens
Darsteller: Banzar Damchaa, Batzul Khayankhyarvaa
Laufzeit: 104min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Drama (Belgien, Deutschland, Niederlande)
Verleih: Farbfilm Verleih
Filmstart: 17. April 2008
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Bagi, ein 17jähriger Hirtenjunge, lebt mit seiner Mutter und seinem Großvater ein einsames Leben in der Nähe ihrer Herden in der schneeverwehten mongolischen Steppe. Er hat eine Gabe, die auch sein Vater besaß: Er kann Tiere über große Distanzen wahrnehmen. Während er ein bei einem Schneesturm verlorenes Schaf sucht, bekommt er einen epileptischen Anfall. Eine Schamanin, die ihn nach traditionellen Methoden behandelt, eröffnet ihm, dass es sein Schicksal sei, Schamane zu werden. Doch Bagi möchte nichts davon wissen und schlägt auch die Warnung seines Großvaters in den Wind, der behauptet, es brächte großes Unglück, sich seinem Schicksal zu verweigern. Kurz darauf erscheint ein Jeep-Militärconvoy am Horizont. Angeblich sind die Tiere der Gegend von einer mysteriösen Seuche befallen worden, so dass die Nomaden ihre Jurten verlassen und in Bergbaudörfer umgesiedelt werden müssen, ihre Tiere werden in Quarantäne gesetzt und später umgebracht. Im tristen Bergarbeiterghetto trägt Bagi mit einem Motorrad die Post aus, während sein Großvater unglücklich und einsam zuhause sitzt. Seine Mutter scheint sich jedoch recht gut mit der neuen Situation zu arrangieren, sie bedient einen riesigen Bagger in der offenen Mine. Diese zerbrechliche Konstellation wird vom Selbstmord eines älteren weiblichen Stammesmitglieds gestört. Nachdem Bagi das Leben einer attraktiven Kohlediebin namens Zolzaya gerettet hat, flüchtet er mit ihr auf dem Kohlezug. Die beiden werden entdeckt und von Soldaten zur Zwangsarbeit im Straßenbau gebracht, viele der anderen Zwangsarbeiter sind mit Zolzaya befreundet. Die Schamanin, die Bagi aus der Ferne beobachtet hat, nimmt auf ihren Wegen noch mal Kontakt mit ihm auf – was wiederum in einem epileptischen Anfall gipfelt. Bagi wird in ein psychiatrisches Krankenhaus für Menschen mit durch die Umsiedlung verursachten Anpassungstraumata gebracht. Eine Psychiaterin behauptet, dass man die Epilepsie, unter der Bagi leide, mit Medikamenten heilen könne. Doch plötzlich erwacht sein Sinn für die Wahrnehmung weit entfernter Lebewesen wieder, und er kann die Geräusche der Tiere durch die Wasserleitungen bis ins Krankenhaus hören. Verzweifelt versucht Bagi, die anderen Insassen davon zu überzeugen, dass ihre Tiere noch am Leben sind – entgegen der Aussagen des Militärs. Doch niemand reagiert auf ihn. Da erlebt Bagi seine erste Schamanenreise, und trifft in einer futuristischen Traumwelt auf die Schamanin, die ihm einen schamanischen Spiegel mitgibt. Durch Wasserwege will seine Seele zurück in die sichtbare Welt kehren, aber sein Körper schafft es nicht. Aus der parallelen Traumwelt ruft er nach Zolzaya, die ihn hört und die Zeichen erkennt, die er gelegt hat. Mit seinem Spiegel lässt er Hunderte von blauen Halstüchern vom Himmel regnen. Eine atemberaubende Revolution nimmt ihren Lauf...

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