John Carpenters Vampire

DVD / Blu-ray / iTunes / Trailer :: IMDB (6,1)
Regie: John Carpenter
Darsteller: Mark Boone Jr., James Woods
Laufzeit: 103min
FSK: ab 18 Jahren
Genre: Action, Horror (USA)
Filmstart: 08. Juli 1999
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Zu den ganz Großen zu gehören und dann zehn Jahre lang nur im Durchschnitt, manchmal sogar noch darunter rumzudümpeln, muss für einen Regisseur grauenhaft sein. John Carpenter kennt das zur Genüge. Seine letzten Filme wurden alle verrissen und floppten. Der Mann, der mit "Halloween" das Slasher-Genre erschuf, galt als tot. Aber er hat sich doch wieder aufgerafft. "Vampires" ist ein guter Horrorfilm, wenn auch kein Carpenter mehr. Man bemerkt kaum noch etwas von den Merkmalen, die ein Carpenter-Film sonst hat. Hier glaubt man eher einen Tarantino vor sich zu haben, die Orientierung an "From Dusk till Dawn" ist deutlich zu erkennen, was auch mit daran liegt, dass das gleiche Effekt-Team hinter beiden Filmen steht. Auf alle Fälle geht es schon mal so los, dass dem Zuschauer ein lautes "Cool" rausrutscht: Da steht die Sonne voll am Himmel, ein Jeep und ein Transporter rauschen an, eine Gruppe Männer stürmen heraus, schnappen sich Pistolen und Holzpflöcke, lassen diese von dem mitgebrachten Priester weihen und laufen in das halb verfallene Haus. Die Vampirjäger sind da! Und sie töten alle Untoten die ihnen unter den Pfahl kommen. Der Auftrag ist für die meisten ein voller Erfolg, nur ihr Anführer Jack Crow (James Woods) ist pessimistisch. Sie haben den Meister (Thomas Ian Griffith), den Anführer der Vampirgruppe, der besondere Kräfte hat, nicht gefunden, er muss hier noch irgendwo sein. Nun gut, nicht zu ändern, der Abend kommt und in einem nahen Motel beginnt eine ausgelassene Feier mit Alkohol und Nutten. Und da alle so voll sind, merken sie auch erst nicht, dass sich ein dunkler Gast mit extrem spitzen Eckzähnen unter die Menge gemischt hat. Erst als das Blut in Strömen fließt und die normalen Waffen nichts ausrichten können, merken die Vampirjäger, dass sie keine Chance haben. Dem Blutbad können nur Jack Crow, seine rechte Hand Tony Montoya (Daniel Baldwin) und die Prostituierte Katrina (Sheryl Lee), die jedoch von dem Vampir gebissen worden ist, entfliehen. Jack plant, sie als Köder für den Vampir zu benutzen, denn der wird noch vor ihrer entgültigen Verwandlung in telepathischen Kontakt zu ihr treten, so dass sie weiß, wo er ist und was er tut. Während sich Montoya mit Katrina in einem nahen Hotel versteckt, trifft sich Jack mit Kardinal Alba (Maximillian Schell). Jack untersteht der katholischen Kirche, macht jedoch mehr seine eigenen Gesetze, als sich an die ihm aufgedrückten Regeln zu halten. Da der Vampir Jack mit Namen kannte, weiß er, dass ihn jemand verraten haben muss und so traut er Adam Guiteau (Tim Guinee), einem intellektuellen Priester, der ihm von Alba zur Seite gestellt wird, auch nicht sonderlich. Von ihm erfährt er jedoch, dass der gesuchte und mächtigste aller Vampire Valek heißt. Er ist der erste Vampir, der je existiert hat. Valek lebte im Prag des 13.Jahrhunderts, führte dort recht erfolgreich als Priester einen Bauernaufstand an und wurde nach offiziellen Quellen wegen Ketzerei verbrannt. In Wirklichkeit wurde an ihm ein verbotener Exorzismus durchgeführt der natürlich misslang, so dass sich Valek in ein Geschöpf der Nacht verwandelte. Seit Jahrhunderten ist er nun auf der Suche nach einem magischen Kreuz, mit dessen Hilfe er ein Ritual durchführen will, das ihn gegen Sonnenlicht unempfindlich machen soll. Danach wird er unbesiegbar sein und kann die Weltherrschaft antreten. Dies gilt es jetzt zu verhindern. Hilfreich dabei ist nicht gerade, dass sich Montoya in Katrina verliebt und Jack verschweigt, dass sie ihn gebissen hat. Nachdem Valek mit seinen Schergen ein Blutbad in einem mexikanischen Kloster angerichtet hat und das gesuchte magische Kreuz dort gefunden hat, kommt es in einem kleinen Dorf zur endgültigen Schlacht.

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