Gran Torino

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Regie: Clint Eastwood
Darsteller: Clint Eastwood, Christopher Carley
Laufzeit: 116min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Thriller, Action, Drama (USA)
Verleih: Warner Bros. Pictures
Filmstart: 05. März 2009
Bewertung: 9,3 (12 Kommentare, 11 Votes)
Der eigenwillige und unflexible Koreakriegsveteranen Walt Kowalski (Clint Eastwood) wird durch seine Migranten-Nachbarn gezwungen, seine tief verwurzelten Vorurteile zu überdenken. Walt Kowalski hat sein Leben lang in der Autofabrik gearbeitet. Als Rentner fällt ihm nicht viel mehr ein, als ein paar Reparaturen am Haus auszuführen, Bier zu trinken und einmal im Monat zum Frisör zu gehen. Obwohl seine inzwischen verstorbene Frau sich wünschte, dass er zur Beichte geht, hat Walt nichts zu beichten – einst ist er verbittert aus dem Koreakrieg zurückgekehrt, nach wie vor säubert er regelmäßig sein M-1-Gewehr und hält es schussbereit. Er traut niemanden – wenn er etwas zu beichten hätte, würde er es nur seinem Hund Daisy gestehen. Seine früheren Nachbarn sind entweder weggezogen oder gestorben. Jetzt wohnen in seiner Umgebung Migranten des Hmong-Volks aus Südostasien, die er nicht ausstehen kann. Alles, was er um sich herum wahrnimmt, macht ihn wütend: die schiefen Regenrinnen, die verfilzten Rasenflächen und die Ausländergesichter in der Nachbarschaft; das perspektivlose Leben der jugendlichen Hmongs, Latinos und Schwarzen, die das Viertel wie selbstverständlich für sich beanspruchen; seine erwachsenen Kinder, die er als unreif erlebt und die ihm fremd geworden sind. Walt bleibt nichts übrig, als den Rest seines Lebens einfach auszusitzen. Bis jemand eines Nachts seinen 1972er Gran Torino zu klauen versucht. Der Gran Torino glänzt noch genauso wie an dem Tag, als Walt ihn vor über drei Jahrzehnten persönlich mit zusammengeschraubt hat. Durch diesen Wagen tritt jetzt der schüchterne Nachbarsjunge Thao (Bee Vang) in Walts Leben, denn seine Hmong-Gang hat den Teenager so lange unter Druck gesetzt, bis er versuchte, den Gran Torino zu stehlen. Doch Walt verhindert nicht nur den Diebstahl, sondern auch die Übergriffe der Gang – wider Willen ist er plötzlich der Held des Viertels. Besonders dankbar sind natürlich Thaos Mutter und seine ältere Schwester Sue (Ahney Her), die darauf bestehen, dass Thao seine Schuld bei Walt abarbeitet. Walt will zunächst nichts mit diesen Leuten zu tun haben, doch schließlich gibt er nach und leitet den Jungen an, im Viertel Reparaturen auszuführen. So entsteht eine seltsame Freundschaft, die beider Leben verändert. Weil Thao und seine Familie nachdrücklich auf ihre Zuwendung bestehen, lernt Walt seine Nachbarn mit anderen Augen zu sehen. Aber auch über sich selbst denkt er nach. Die Asiaten sind vor einer grausigen Vergangenheit geflohen und schließlich in der amerikanischen Provinz gelandet – sie haben mehr mit Walt gemeinsam als seine eigenen Verwandten. Erstmals seit dem Krieg leistet er Erinnerungsarbeit, gegen die er sich rigoros abgeschottet hatte… ähnlich wie er den Gran Torino im Dunkel seiner Garage konserviert hat.

Kommentare

(12) dicker2 vergibt 9 Klammern · 02. Februar 2023
hervorragender film der ist mir 9 punkte wert ich muss nochmal sagen super film
(11) BuddyJesus vergibt 8 Klammern · 08. April 2009
8/10, da, wie schon mehrfach gesagt wurde, Walts Ansichten sich sehr plötzlich und überraschend ändern.
(10) k19654 vergibt 10 Klammern · 05. April 2009
Klasse Schauspielleistung von Clint.
(9) k274101 · 03. April 2009
@DK1: Hat doch der jayem schon längst verraten ;)
(8) k306914 vergibt 10 Klammern · 30. März 2009
hammer film, ende ist assi traurig weil der kowalski.. also der eastwood.. dann von den niggern abgeschossen wird.. muhahaha jetzt hab ich allen die laune verdorben.. XD ^^
(7) Megachip vergibt 10 Klammern · 28. März 2009
Ein unbedingtes muss, nicht umsonst unter den Top250
(6) MistaRomantika vergibt 9 Klammern · 27. März 2009
clint sehr sehr geil:) allerdings etwas olle handlung!
(5) klamm vergibt 10 Klammern · 25. März 2009
Ich gebe ja selten 10 Punkte, aber dieser Film hat sie absolut verdient! Hut ab vor Eastwood's schauspielerischer Leistung und auch für die Regie. GANZ trockener Humor und ebenso krasse Dialoge. Bester Film seit Langem!
(4) quark007 vergibt 9 Klammern · 10. März 2009
Der Film ist absolut gut! Der Sinneswandel des Protagonisten kommt zwar etwas "plötzlich" ohne wirklichen Auslöser. Jedoch zeigt der Film schön die Probleme im Bezug auf Gangs auf, wenn auch in sehr nahe gehenden Szenarien auf. Auf jeden Fall ein sehr gelungener Film!
(3) jayem vergibt 7 Klammern · 08. März 2009
Achtung Spoiler: Auf der einen Seite finde ich ist GT im großen und ganzen ein sehr guter Film den man sich schon ansehen kann aber auf der anderen ist der Verlauf der Characterentwicklung schon etwas skuril und unlogisch. Warum ein alter Mann der Jahrzehnte lange anscheinend extrem rassistisch und ein Menschenfeind war plötzlich auf die Idee kommt sein Leben für zwei Asiaten zu opfern obwohl er Asiaten erst über alles hasst ??? irgendwie machts nicht so sinn, wie auch das ganze mit der Gang.
(2) TheDisturbed vergibt 10 Klammern · 08. März 2009
Genial.... Da bleiben mir echt die Worte weg. /EDIT! Ich weiß leider nicht wie ich noch ein Kommentar abgebe,daher editiere ich das hier. Ich finde der Wandel kommt nicht plötzlich und ist nachvollziehbar. Er nimmt ja das erste mal mit der Familie Kontakt auf,als er kein Bier mehr hatte und es ihm angeboten wurde. Über das,was der Familienschamane dort sagte,dachte er das erste mal nach. Der Wandel ist komplett,als er sich seiner Vergangenheit(Koreakrieg) stellt. Kein Platz mehr-.-
(1) Moe2001 vergibt 10 Klammern · 07. März 2009
Bin eigentlich mit hohen Erwartungen in den Film gegangen, aber dass diese noch übertroffen wurden hätte ich nicht gedacht. Am Anfang war im ganzen Kino alle paar Minuten großes Gelächter und um so mehr es dann zum Ende ging wurde der Film immer ernster. Das Ende war auch genial gemacht und vor allem etwas unerwartet, so soll es sein. Der Kinobesuch ist bei diesem Film auf jeden Fall jeden Cent wert!