Soziales Zustände schlimmer als früher in der DDR

sorry kelle, aber du hast echt keine ahnung und hast anscheinend keine kinder, sonst würdest du nicht so argumentieren, klar überleben das die kinder wenn sie ihren vater nicht sehen, aber findest das etwa gut?

Ob ich das gut finde, keine Ahnung.
Aber wie findest Du denn die Alternativen arbeitslos, Hartz IV, 300h/Monat schuften um zu überleben?

Ich habe zwar (noch) keine Kinder, aber für mich ist eins enorm wichtig, nämlich die Vorbildfunktion.
Und da ist für mich Arsch aufreißen und verdammt viel erreichen weitaus wichtiger als rumheulen und zu Hause rumhängen.

Ich glaub es gab genug Studien die nachwiesen, dass das Bildungsniveau der Schüler im wesentlichen davon abhängt, aus welcher sozialen Schicht sie kommen.
Aus der Sicht bin ich froh, meinen Vater nicht ständig zu Hause gewusst zu haben, weil das ermöglichte mir ein Abitur, ein Studium, gut ich habs verbockt, eine Ausbildung "fernab der Heimat".
Und jetzt?
Sicherer Job mit konkreten Aufstiegschancen in den nächsten Jahren, hervorragendes soziales Umfeld, nettes Hobby - was will man mehr?

Mein Vater ging halt mit gutem Beispiel vorran.

Und jetzt kommst Du.

deine visionen klingen gut haben aber nichts mit der wirklichkeit zu tun

willkommen in der realität

Weißt Du, manche mögen Sachen die ich erzähle für Visionen halten.
Das liegt aber nicht daran, dass es Visionen sind, sondern dass die Leute nen arg beschränkten Horizont haben.

Wer so etwas nicht selbst erlebt hat, sondern immer gleich abblockt, weil es könnte ja negative Auswirkungen haben, der wird es auch nie verstehen können, wie man selbst in allerschlimmsten Zeit keine Angst vor Arbeitslosigkeit haben muss.
Der wird es auch nie verstehen, was es heißt, sich tagtäglich auf seinen Job zu freuen, keine Gehaltserhöhungen fordern zu müssen, weil die rückt der Chef freiwillig raus.

Wer seine Scheuklappen so eng stellt, dass man die enormen Möglichkeiten übersieht, die einem in diesem Land gegeben werden, der ist selbst schuld.
Schuld am schlechten Job, schuld an seinem hartz IV, schuld an der Perspektivlosigkeit seiner Kinder.
Einfach pauschalschuld.

gruss kelle!
 
Ob ich das gut finde, keine Ahnung.
Aber wie findest Du denn die Alternativen arbeitslos, Hartz IV, 300h/Monat schuften um zu überleben?

gruss kelle!

Naja das sind die Alternativen, dazwischen gibs kaum was.
Bei hartz 4 reicht das Geld nicht und bei 300h+ reicht die Zeit nicht für die Familie.
Arbeiten bis zum Umfallen oder Langeweile, so ist das nun mal in Deutschland.
Und wenn bei "Arbeiten bis zum Umfallen" nur geringfügig mehr rauskommt, also insgesamt usw., dann kommt man schwer ins grübeln.

Das hat mit jammern und Weichei, Warmduscher oä überhaupt nichts zu tun.
Wenn die Kohle halbwegs stimmt, sind wir alle leistungsbereit, keine Frage.

Sei froh, das Du nicht in der unangenehmen Lage bist, alle par Monate mal überprüfen zu müssen, ob Du eigetl. "für die Katz" ackersts oder ob alles noch im gelben Bereich ist.


Für so Visionen, wie Du sie noch hast war ich 1989 Montags auch in Leipzig.

Tomsen
 
Ich habe zwar (noch) keine Kinder, aber für mich ist eins enorm wichtig, nämlich die Vorbildfunktion.

was nützt einem kind ein vorbild das es nicht sieht? außerdem hat vorbild nichts mit dem job zu tun, ein gärtner der mit 800 euro im monat nach hause kommt kann auch ein vorbild sein, indem er zum beispiel für seine familie da ist wie sich das für einen familienvater gehört

Ich glaub es gab genug Studien die nachwiesen, dass das Bildungsniveau der Schüler im wesentlichen davon abhängt, aus welcher sozialen Schicht sie kommen.

ahja dann sind also alle die aus einer sozial schwachen Schicht kommen dumm und haben nichts auf dem kasten?armes deutschland...hier gibts ja zum größten teil nur geistig umnachtete

Aus der Sicht bin ich froh, meinen Vater nicht ständig zu Hause gewusst zu haben, weil das ermöglichte mir ein Abitur, ein Studium, gut ich habs verbockt, eine Ausbildung "fernab der Heimat".

hä? weil du deinen vater quasi nicht kanntest, konntest du abi machen und ein studium beginnen? lol...mein vater war jeden tag zu hause und ich hab auch abi...studium hab ich zwar keins aber das hat auch nichts mit meinem vater zu tun

Sicherer Job mit konkreten Aufstiegschancen in den nächsten Jahren, hervorragendes soziales Umfeld, nettes Hobby - was will man mehr?

freunde, familie....das ist strebenswertes ziel,
sicherer job? sowas gibts nicht!!
hervorragendes soziales umfeld? du wirst lachen...sowas kannst auch bei hartz4 empfängern haben

Weißt Du, manche mögen Sachen die ich erzähle für Visionen halten.
Das liegt aber nicht daran, dass es Visionen sind, sondern dass die Leute nen arg beschränkten Horizont haben.


nee glaub eher das liegt daran das du in deinen träumen lebst und dein vater (den du nicht kennst) dir keine anständige soziale erziehung hat zukommen lassen

Wer seine Scheuklappen so eng stellt, dass man die enormen Möglichkeiten übersieht, die einem in diesem Land gegeben werden, der ist selbst schuld.
Schuld am schlechten Job, schuld an seinem hartz IV, schuld an der Perspektivlosigkeit seiner Kinder.

klingt nach nem SPD wähler :ugly:
 
was nützt einem kind ein vorbild das es nicht sieht? außerdem hat vorbild nichts mit dem job zu tun, ein gärtner der mit 800 euro im monat nach hause kommt kann auch ein vorbild sein, indem er zum beispiel für seine familie da ist wie sich das für einen familienvater gehört
Ein Gärtner, der arbeitet, ist ja auch etwas anders, als jemand, der den ganzen Tag zu Hause rumsitzt und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt, weil es im Umkreis von 2,5km keinen Arbeitsplatz gibt, der zu ihm getragen wird. Davon hat Kelle nämlich gesprochen.

ahja dann sind also alle die aus einer sozial schwachen Schicht kommen dumm und haben nichts auf dem kasten?
Schön, wie man aus "im wesentlichen" "alle" macht. Du pauschalisierst da kräftig. Die Studien lügen natürlich alle und wir alle sehen ja täglich, dass die Bildungselite nicht aus sozial starken Schichten kommt, oder? Lies Dir Kelles Aussage noch einmal durch, überlege, ob es stimmen könnte und dann antworte.

hä? weil du deinen vater quasi nicht kanntest, konntest du abi machen und ein studium beginnen?
Weil sein Vater das Geld verdient hat, dass zu einer vernünftigen Bildung nunmal nötig ist. Ein Studium ist nicht kostenlos zu haben. Und Kelle kann sich freuen, dass er einen Vater hatte, der buckeln gegangen ist, damit sein Sohn die Chance hat, zu studieren. Er hätte seinen Sohn auch mit 16 Jahren als Hilfsarbeiter in eine Fabrik schicken können, damit er ihm nicht weiter auf der Tasche liegt.

Meine Mutter hat zwei Söhne alleinerziehend grossgezogen und ist dabei arbeiten gegangen. Und da bin ich ihr verdammt dankbar für, dass sie 20 Jahre für mich so gesorgt hat, dass ich mich auf meine schulische Ausbildung konzentrieren konnte und mir keine Sorgen machen musste.

lol...mein vater war jeden tag zu hause und ich hab auch abi...
Und? Du bist also eine rühmliche Ausnahme. Und weil es Dich gibt, gelten alle Statistiken nicht?

freunde, familie....das ist strebenswertes ziel,
sicherer job? sowas gibts nicht!!
Aha, aber die Chance der Sicherheit steigt mit der Qualifikation.
hervorragendes soziales umfeld? du wirst lachen...sowas kannst auch bei hartz4 empfängern haben
Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dafür? Und wie hoch dürfte sie sein bei einem leitenden Angestellten oder Akademiker?

nee glaub eher das liegt daran das du in deinen träumen lebst und dein vater (den du nicht kennst) dir keine anständige soziale erziehung hat zukommen lassen
Ach, wir werden mal direkt persönlich? Im Gegensatz zu Dir hat Kelle die Regeln der Diskussion aber erkannt und wird nicht persönlich beleidigend. Hat Dein Vater da vielleicht geschludert in der Erziehung?

Marty
 
Ein Gärtner, der arbeitet, ist ja auch etwas anders, als jemand, der den ganzen Tag zu Hause rumsitzt und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt, weil es im Umkreis von 2,5km keinen Arbeitsplatz gibt, der zu ihm getragen wird. Davon hat Kelle nämlich gesprochen.

das ist wohl ein wenig zynisch, oder? das könnte ja glatt von kurt beck stammen ;) soll ja sowas geben, aber DAS ist sicherlich NICHT die regel !!!

Schön, wie man aus "im wesentlichen" "alle" macht. Du pauschalisierst da kräftig. Die Studien lügen natürlich alle und wir alle sehen ja täglich, dass die Bildungselite nicht aus sozial starken Schichten kommt, oder?Lies Dir Kelles Aussage noch einmal durch, überlege, ob es stimmen könnte und dann antworte.

wer im glashaus sitzt, sollte nicht mit steinen werfen :LOL:
wo fängt eigentlich die sozial starke schicht an und wo ist die grenze zur sozial schwachen schicht. ich bitte hier mal um eine definition ;)

Und? Du bist also eine rühmliche Ausnahme. Und weil es Dich gibt, gelten alle Statistiken nicht?

das glaube ich aber kaum ! im übrigen muss eine vernünftige ausbildung nicht immer ein garant für eine erfolgreiche berufliche karriere sein oder auch umgekehrt. (siehe leistungssport oder musikindustrie) ;)

Aha, aber die Chance der Sicherheit steigt mit der Qualifikation.

heutzutage kann, glaube ich, niemand mehr behaupten, er hätte einen sicheren job. unabhängig von der qualifikation. wenn eine firma pleite geht, was ja in letzter zeit auch bei firmen der fall war, von denen man es als letztes erwartet hätte, nützt dir die beste ausbildung und qualifikation nichts mehr, wenn deine stelle gestrichen ist.

Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dafür? Und wie hoch dürfte sie sein bei einem leitenden Angestellten oder Akademiker?

was verstehst du denn unter einem "hervorragendem sozialen" umfeld ??? und warum sollten dieses nur angestellte und akademiker haben ??? oder denkst du allen ernstes, dass JEDER hartz 4 empfänger kein vernünftiges soziales umfeld hat, sich den ganzen tag die sonne auf den bauch scheinen lässt und bier aus plastikflaschen säuft.;) reg du dich doch bitte nicht über pauschalisieren auf :p
 
was nützt einem kind ein vorbild das es nicht sieht? außerdem hat vorbild nichts mit dem job zu tun, ein gärtner der mit 800 euro im monat nach hause kommt kann auch ein vorbild sein, indem er zum beispiel für seine familie da ist wie sich das für einen familienvater gehört

Zwischen nicht sehen und viel unterwegs sein gibt es arge Unterschiede.
Klar kann auch ein gärtner ein Vorbild sein, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass dessen Kinder mutig in die fremde Welt ziehen, im Gegensatz zu jemanden, der mit seinem Vater aus Interesse quer durch Deutschland gefahren ist.

ahja dann sind also alle die aus einer sozial schwachen Schicht kommen dumm und haben nichts auf dem kasten?

Wenn Du Verbindungen zwischen Intelligenz und sozialem Niveau herstellen willst, ist das Dein Ding.
Mach mal ne Umfrage unter Studenten, dann siehst Du, was ich meine.

hä? weil du deinen vater quasi nicht kanntest, konntest du abi machen und ein studium beginnen? lol...mein vater war jeden tag zu hause und ich hab auch abi...studium hab ich zwar keins aber das hat auch nichts mit meinem vater zu tun

Wer sagt, dass ich meinen Vater nicht kenne.
Und ja, bei den Alternativen kann ich mir nicht vorstellen, dass die Finanzierung eines Studiums so hätte klappen können.
Marty hat es oben schon richtig erkannt.

freunde, familie....das ist strebenswertes ziel,

Blöde Frage: Wovon bezahlt man die Windeln eines Babys? Richtig, von Geld.
Wo kommt Geld her? Richtig, von ordentlicher Arbeit.

Du solltest Dich vielleicht mal Sonntags abends an die A2, A4, A9 stellen und Dir mal anschauen, wieviele hunderttausend Leute jeder Altersschicht, ob Single oder verheiratet, ob mit oder ohne Kind, gen Westen fährt, weil man sich ne Familie mit den ostdeutschen Gehältern nicht wirklich leisten kann.

Weißt Du, was 120 km bei mir an Gehaltsunterschied ausmachen?
In Thüringen gibts für nen 40h/Woche Job Brutto weniger als hier netto für 35 h/Woche.

sicherer job? sowas gibts nicht!!

In beschränkten Welten ja nicht, ist man flexibel und leistungsbereit, bereit Risiken einzugehen hat man keine Probleme.

hervorragendes soziales umfeld? du wirst lachen...sowas kannst auch bei hartz4 empfängern haben

Ich werd dran denken, wenn ich wieder an ner heruntergekommenen Kneipe vorbeikomme...

nee glaub eher das liegt daran das du in deinen träumen lebst und dein vater (den du nicht kennst) dir keine anständige soziale erziehung hat zukommen lassen

Welche Träume?
Ich rede nur von der Realität.

gruss kelle!
 
das ist wohl ein wenig zynisch, oder? das könnte ja glatt von kurt beck stammen ;) soll ja sowas geben, aber DAS ist sicherlich NICHT die regel !!!
Hallo, bitte mal lesen, worauf ich mich beziehe und nicht einfach eine Aussage so rausnehmen. Hier geht es darum, dass Kelle möchte das Dauerarbeislose auch weiter wegfahren für einen Job (dem ich zustimme) und jemand anderes meint, dass sollte man nicht verlangen dürfen. Und daraus resultiert meine Aussage. Hier geht es nicht um ALLE Hartz IV Empfänger, sondern um die, die absolut unflexibel sein wollen und auch noch Forderungen stellen, bevor sie Arbeit annehmen.

wer im glashaus sitzt, sollte nicht mit steinen werfen :LOL:
Und wer nicht liest, sollte gar nicht erst diskutieren. Man steigt nicht in eine Diskussion ein, ohne vorher gelesen zu haben.

wo fängt eigentlich die sozial starke schicht an und wo ist die grenze zur sozial schwachen schicht. ich bitte hier mal um eine definition ;)
Was möchtest Du, eine Zahl? Bitte: 30.000. Zufrieden.

das glaube ich aber kaum !
Schön, und? Ist das jetzt eine Diskussionsgrundlage, Dein Glauben? Oder kommt da noch was hinterher?

im übrigen muss eine vernünftige ausbildung nicht immer ein garant für eine erfolgreiche berufliche karriere sein oder auch umgekehrt. (siehe leistungssport oder musikindustrie) ;)
Genau, und weil ja Millionen Jugendlicher entweder erfolgreiche Profi-Sportler oder Sänger werden, brauchen wir keine schulisch gute Ausbildung mehr und können Unis eigentlich abschaffen, es geht ja auch ohne.

heutzutage kann, glaube ich, niemand mehr behaupten, er hätte einen sicheren job.
Doch: Jeder Beamte, die meisten Angestellten im öffentlichen Dienst, alle Selbständigen, sehr viele Arbeitnehmer. Die alle müssen nicht täglich um ihren Job bangen, ich übrigens auch nicht, und ich bin ganz normaler Angestellter.

unabhängig von der qualifikation. wenn eine firma pleite geht, was ja in letzter zeit auch bei firmen der fall war, von denen man es als letztes erwartet hätte
Nenn mal ein paar Beispiele und wieviele Arbeitsplätze das gekostet hat.

nützt dir die beste ausbildung und qualifikation nichts mehr, wenn deine stelle gestrichen ist.
Genau. Und als Akademiker ist man dann auch nach Deiner Meinung nach auf dem Arbeitsmarkt absolut chancenlos.

was verstehst du denn unter einem "hervorragendem sozialen" umfeld ??? und warum sollten dieses nur angestellte und akademiker haben ???
Du plenkst und Deine Fragezeichen-taste ist kaputt. Du hast eine Leseschwäche. Wo habe ich "nur bei Angestellten und Akademikern" geschrieben?

oder denkst du allen ernstes, dass JEDER hartz 4 empfänger kein vernünftiges soziales umfeld hat
NEIN, DAS DENKE ICH NICHT. Sonst hätte ich "nur" und "jeder" geschrieben und nicht "die Wahrscheinlichkeit ist dort höher".

Und jetzt lerne bitte lesen und dann diskutiere weiter.

Sowas regt mich auf: Ich schreibe "3 von 5 Kindern sind blond" und irgendwer kommt als Schlaumeier daher und fragt, wie ich denn behaupten könne, alle Kinder seien blond.

Marty
 
Hallo, bitte mal lesen, worauf ich mich beziehe und nicht einfach eine Aussage so rausnehmen. Hier geht es darum, dass Kelle möchte das Dauerarbeislose auch weiter wegfahren für einen Job (dem ich zustimme) und jemand anderes meint, dass sollte man nicht verlangen dürfen. Und daraus resultiert meine Aussage. Hier geht es nicht um ALLE Hartz IV Empfänger, sondern um die, die absolut unflexibel sein wollen und auch noch Forderungen stellen, bevor sie Arbeit annehmen.

Weiter weg fahren, ja klar. Von den 2,5 km die für den notorisch faulen Hartz IV Empfänger den ihr hier ja erstmal postuliert habt bis hin zu Kelles Idealvorbild eines tätigen Falienvaters der nur am Wochenende 'zu Hause' ist ist ein ganz schön weiter Weg. Und der wird ja nun nicht als Ausnahmezustand von euch angesehen sondern als Zukunftsbild. Mir graust es vor der Schieflage in Deutschland die damit zementiert wird. Aber vielleicht ergibt es ja volkswirtschaftlich demnächst Sinn, den Bodensatz an Arbeitskräften kostensparend im billigen Osten zu kasernieren. Und wenns dann mal einen Bedarf an Arbeitskräften gibt, etwa zum Schneefegen oder in der Erntesaison werden diese Arbeitskräfte dann in komfortablen Reisebussen bedarfsgerecht angeliefert. Tschuldigung, ich wollte natürlich sagen 'vor der Haustüre abgeholt'.

Vielleicht sollte man sich einmal fragen warum die bayrische Landesregierung mittlerweile Anstrengungen unternimmt auch noch ins letzte Kuhkaff DSL zu legen ...

Wenn ich eure Beiträge so lese fühle ich mich fatal an Erziehungsexperimente aus der Stalinzeit erinnert. Da wurden dann die Kinder optimal rund um die Uhr von qualifizierten Pädagogen rund um die Uhr betreut. Und die Erwerbstätigen Eltern konnten völlig ungestört sich den Freuden eines fordernden Erwerbsleben hingeben ;-)

Kelle schrieb:
Wenn Du Verbindungen zwischen Intelligenz und sozialem Niveau herstellen willst, ist das Dein Ding.
Mach mal ne Umfrage unter Studenten, dann siehst Du, was ich meine.

Niveaulosigkeit hat nicht mit Bildung zu tun, ganz klar. Aber Niveau schon.
Oder was sollte bei der Umfrage denn bitte rauskommen? Im Osten gabs ja die Forderung das vor allem Arbeiterkinder studieren sollten. Gab auch Leute die trotz einser Abi nicht studieren durfte weil das nicht in die Sozialstruktur passte. Aber davon mal abgesehen hat im Osten vor allem der studiert dessen Hintergrund von höherwertiger Ausbildung geprägt war. Und das obwohl eine Facharbeiterausbildung finanziell oft attraktiver war. In meiner Abiturklasse hatten wir mal so eine Diskussion, es war erstaunlich wie wenig Leute wirklich aus dem 'Proletariat' kamen.

Und heute ist es ähnlich, wer studiert hat entweder den sozialen (Bildungs)Hintergrund oder einen finanziellen. Aber auch da denke ich das für ein Kind eher der präsente Vater wichtig ist der mit seinem Kind bastelt, spielt, lernt und seinem Kind ein Gefühl von Anspruch vermittelt wichtiger als einer der Geld (r)anschaffen geht. Weil da wo der Vater 'jeden Job' annimmt wird auch vom Kind erwartet: 'geh arbeiten'. Auch positiver Anspruch will erlernt sein.
 
es gibt verschiedene menschen und dementsprechend verschiedene lebenswege und formen. was fuer einen richtig ist, ist dann fuer andere nicht richtig...also der weg von bierkelle kann genauso richtig oder falsch sein wie der weg von thomsen. jenachdem was man vom leben will und erwartet. bierkelle will reich sein und thomsen will gluecklich sein. zwei vollkommen unterschiedliche lebens ziele...eine schliesst andere nicht aus, aber dass man beides hat ist doch so selten, grade fuer den durchschnitts buerger. westdeutschland hatte mal gutes sozial system, welches grade am untergehen ist. deswegen findet bierkelle, dass man noch heftiger kaempfen muss, waehrend thomsen schon abgekaempft ist. weil sie beide grade in unterschhiedliche lebensfasen sind. einer ist single und andere ein familienvater...zwei ganz unterschiedliche perspektiven auf das leben und sein...es gibt erfolgreiche menschen weill es auch erfolglose gib. es ist ein ewiger kreislauf des lebens...es geht euch ums ,,recht haben,, und die wahrheit bleibt auf der strecke.
 
Und der wird ja nun nicht als Ausnahmezustand von euch angesehen sondern als Zukunftsbild. Mir graust es vor der Schieflage in Deutschland die damit zementiert wird. Aber vielleicht ergibt es ja volkswirtschaftlich demnächst Sinn, den Bodensatz an Arbeitskräften kostensparend im billigen Osten zu kasernieren.
Willst Du uns vorwerfen, dass es die Arbeitsplätze im Westen gibt und die Arbeitskräfte im Osten? Oder das die qualifizierten Arbeitskräfte aus dem Norden eben nach bayern müssen um passende Jobs zu finden?

Da kann kein Staat etwas dafür und kein Arbeitnehmer. Jedes Unternehmen hat die freie Wahl, wo es sich niederlässt. Und eigentlich sollte man vermuten, die gehen alle in die neuen Bundesländer, wegen der Zuschüsse und Erleichterungen bei Bewilligungen. Aber Pustekuchen, machen sie nicht.

Dann muss der Arbeitnehmer eben wandern. Ich kann auch nicht zuhause sitzen und warten, dass das Brötchen zu mir kommt, ich muss auch zur Bäckerei und es holen.

Marty
 
MartyMcfly schrieb:
Hier geht es nicht um ALLE Hartz IV Empfänger, sondern um die, die absolut unflexibel sein wollen und auch noch Forderungen stellen, bevor sie Arbeit annehmen.

das habe ich schon verstanden und es auch entsprechend kommentiert. zynisch bleibt es aber trotzdem, denn wie viele, glaubst du, sind das von 4,5 mio.?

Und wer nicht liest, sollte gar nicht erst diskutieren. Man steigt nicht in eine Diskussion ein, ohne vorher gelesen zu haben.

das ist richtig. :LOL:

Schön, und? Ist das jetzt eine Diskussionsgrundlage, Dein Glauben? Oder kommt da noch was hinterher?

warst du es denn nicht, der sich über pauschalisierung aufgeregt hat? ich verstehe nicht so ganz, was es mit der bildung eines kindes zu tun hat, wenn ein elternteil tagsüber zu hause ist!;)

Genau, und weil ja Millionen Jugendlicher entweder erfolgreiche Profi-Sportler oder Sänger werden, brauchen wir keine schulisch gute Ausbildung mehr und können Unis eigentlich abschaffen, es geht ja auch ohne.

habe ich das geschrieben? 8O

Doch: Jeder Beamte, die meisten Angestellten im öffentlichen Dienst, alle Selbständigen, sehr viele Arbeitnehmer. Die alle müssen nicht täglich um ihren Job bangen, ich übrigens auch nicht, und ich bin ganz normaler Angestellter.

also gut, abgesehen vielleicht von beamten und einigen angestellten im öffentlichen dienst. aber ganz bestimmt nicht normale arbeitnehmer und schon gar nicht selbstständige! weißt du eigentlich, dass selbständige ihre sozialen absicherungen selber tragen müssen? wenn der selbstständige keine aufträge mehr bekommt, hat er auch kein geld in der kasse! seine krankenkassenbeiträge muss er aber trotzdem bezahlen! darüber mal nachgedacht? ;) pfft ... sicher ... :LOL:

Nenn mal ein paar Beispiele und wieviele Arbeitsplätze das gekostet hat.

ok, firmenpleite war wohl etwas falsch ausgedrückt. aber ersetze in diesem zusammenhang das wort "firmenpleite" mit "stellenabbau" . die kernaussage bleibt davon unberührt.

Genau. Und als Akademiker ist man dann auch nach Deiner Meinung nach auf dem Arbeitsmarkt absolut chancenlos.

das habe ich nicht gesagt, aber es ging ja auch nicht um den arbeitsmarkt, sondern um firmenpleiten, oder richtigerweise um den stellenabbau.

Du plenkst und Deine Fragezeichen-taste ist kaputt.

das mag sein :mrgreen:

Du hast eine Leseschwäche.

das ist falsch! ;) immer schön geschmeidig bleiben :D

Wo habe ich "nur bei Angestellten und Akademikern" geschrieben?

nirgends! du hast von "leitenden angestellten und akademikern" gesprochen. :p und da sind wir wieder beim thema " wer im glashaus sitzt ... " das ist mir einfach mal zu pauschal. was denkst du wieviele(ehemalige) leitende angestellte und akademiker unter den 4,5 mio arbeitslosen sind, denen du einfach mal so ein vernünftiges soziales umfeld absprichst, weil du es für nicht wahrscheinlich hältst, da sie hartz 4 empfangen?!

Und jetzt lerne bitte lesen und dann diskutiere weiter.

nagut, dann lerne du dich vernünftig zu benehmen, und höre auf andere zu beleidigen, bloß weil sie anderer meinung sind. ;)

Sowas regt mich auf: Ich schreibe "3 von 5 Kindern sind blond" und irgendwer kommt als Schlaumeier daher und fragt, wie ich denn behaupten könne, alle Kinder seien blond.

:LOL:
 
Zuletzt bearbeitet:
In meiner Abiturklasse hatten wir mal so eine Diskussion, es war erstaunlich wie wenig Leute wirklich aus dem 'Proletariat' kamen.

Und das ist eine Sache, die Folgen hat.
Der Gärtnersohn wird in vielen Fällen als einfacher Malocher enden, während viele Akademikerkinder ne akademische "Karriere" beschreiten.

Zweifelsohne kann das genau andersrum passieren.
Aber Deine Erfahrung spricht ja auch Bände...

Aber auch da denke ich das für ein Kind eher der präsente Vater wichtig ist der mit seinem Kind bastelt, spielt, lernt und seinem Kind ein Gefühl von Anspruch vermittelt wichtiger als einer der Geld (r)anschaffen geht. Weil da wo der Vater 'jeden Job' annimmt wird auch vom Kind erwartet: 'geh arbeiten'. Auch positiver Anspruch will erlernt sein.

Es geht sicherlich nicht um jeden Job.
Aber es ist nunmal nicht zu leugnen, dass interessante Jobs punktuell in Deutschland konzentriert sind, und nicht irgendwo in Hintertupfingen auf der Straße liegen.
Und das ist für mich eine Auslegung Deines positiven Anspruches.
Zu schauen, wo gibt es interessante Stellen, wer ist der Arbeitgeber, wie ist die allgemeine Umgebung da, welche Betätigungsfelder gibt es ...

Der offensichtliche Rückschluss den hier manche ziehen, aus viel unterwegs sein ein ewigen Jobwechsel abzuleiten, trifft nicht pauschal zu.
Es gibt halt Vertriebs- und Außendienstingenieure, die 70.000 km im Jahr mit dem Fahrzeug schaffen, aber nen sehr anspruchsvollen Job, entsprechende Entlohnung etc. haben.

bierkelle will reich sein und thomsen will gluecklich sein. zwei vollkommen unterschiedliche lebens ziele...

Geb ich Dir Stempel und Unterschrift, dass dem nicht so ist.
Ich arbeite seit 4 Jahren mit Kollegen zusammen, die Familie haben.
Die einen haben sich erst um den Job gekümmert um dann ne Familie zu gründen, die anderen haben erst mit der Familie angefangen und dann nen Job gesucht.

Jetzt rate mal, wer das ruhigere Leben hat.
Die einen Kollegen, die mit Job zuerst, haben nen Neu- oder Jahreswagen. Wenn was damit ist, ist es meist Garantiefall, Wagen in die Werkstatt, gut ist.
Die anderen, mit Ihren gebrauchten Autos, wenn da was kaputt geht, dann muss das selbst bezahlt werden, die günstigste Werkstatt gesucht werden...

Ist nur ein Beispiel von vielen die ich ständig miterlebe.

Ich will sicher nicht sagen, dass Geld glücklich macht, so flach ist mein Niveau sicher nicht, aber Geld kann im gewissen Maß beruhigen, man ist entspannter, wenn man nicht jeden Cent dreimal rumdrehen muss.

Oder was anderes.
Mein Bruder bewirbt sich gerade.
Bei einer Firma zwei Einstellungstests, Aufwand 2 * 900 km mit dem Auto, 2 * 2 Übernachtungen plus Verpflegung.
Ohne Tomsen2211 auf die Füße treten zu wollen, bezweifle ich, dass er in der Lage wäre, diesen Aufwand mal eben so zu stemmen.

Und wenn sich Kinder/Jugendliche, gerade aus strukturschwachen Gegenden, nur nach dem Gesichtspunkt bewerben können, was sie sich leisten können, nicht danach, wo wirklich langfristige, gute Chancen gegeben sind, dann finde ich das schlicht und ergreifend traurig.

Und das ist etwas, was ich meinen Kindern, sollte ich mal welche haben, nicht zumuten will.
Wenn mein hypothetisches Kind Gärtner werden will, ist es sein Ding, will es aber Luft- und Raumfahrttechnik studieren, will ich nicht der sein, der sagen muss, geht nicht, weil kein Geld da, oder beantrage BaföG und komm mit zigtausend Euro Schulden aus dem Studium.

Ich weiß nicht, vielleicht hab ich komische Ansprüche, aber dafür zu sorgen, dass der Nachwuchs freie Wahl für den Job hat, was im Endeffekt nur mit Geld geht, find ich erstmal nicht daneben.

westdeutschland hatte mal gutes sozial system, welches grade am untergehen ist. deswegen findet bierkelle, dass man noch heftiger kaempfen muss, waehrend thomsen schon abgekaempft ist.

Auch das ist nicht so.
Ich fühle mich in erster Linie für mich selbst verantwortlich.
Ich habe einiges erreicht und will noch mehr erreichen.
In direkter Folge profitiert auch das soziale System davon, weil jeder € den ich mehr bekommen, macht 40 Cent mehr in den Kassen des Staates und der sozialen Systeme.
Die anderen 60 Cent kommen mehr oder weniger direkt der Wirtschaft zu Gute.
Klar, die Beträge sind jetzt nicht weltbewegend, aber die Masse von zig Millionen Arbeitsplätzen macht es.

es gibt erfolgreiche menschen weill es auch erfolglose gib.

Du hast die Masse der Leute vergessen, nämlich den Durchschnitt.
Wenn jemand mit seinem Job, mit seiner allgemeinen Situation, mit seinen Möglichkeiten zufrieden ist, der wird sicher ein "ruhiges" Leben führen können.

Klar kann nicht jeder ein Ackermann werden, aber ein "ruhiges" Leben sollte und kann jeder erreichen.

Es ist nur die Frage, nutzt man ein System mit seinen Möglichkeiten, was sicherlich nicht trivial ist, oder versucht man ein System gegen den Willen von Millionen zu ändern, was nicht wirklich geht.

gruss kelle!
 
ich verstehe nicht so ganz, was es mit der bildung eines kindes zu tun hat, wenn ein elternteil tagsüber zu hause ist!;)

Siehe obiges Beispiel, Kosten für eine Bewerbung von über 300 €.
Frag mal draußen nach, was der Unterschied zwischen nem herkömmlichen Berufsschulzeugnis und einem der Siemens AG ist.

Ich sags Dir: 100% mehr Chancen.

Oder die Kosten eines Studiums.
Unter 400 € wird da sicherlich nichts gehen, wo soll das Geld herkommen?

also gut, abgesehen vielleicht von beamten und einigen angestellten im öffentlichen dienst. aber ganz bestimmt nicht normale arbeitnehmer und schon gar nicht selbstständige!

Wie war das mit den Pauschalisierungen?
In meinem Bekanntenkreis gibt es jemand, freiberuflich im IT Feld tätig.
Innerhalb eines losen Netzwerkes von 200 Freelancern.
Egal wie hart die Zeiten waren, jeder der wollte hatte nen Job.
Zwar nicht vor der Haustür, aber das ist ein anderes Thema.

Und was Angestellte betrifft...
Ich hab einmal einen sozialverträglichen Stellenabbau miterlebt.
Der Familienvater mit 2 Kindern und 5 Jahren Firmenangehörigkeit brauchte nicht wirklich zu bangen, im Gegensatz zu nem Single mit 8 Jahren Firmenzugehörigkeit...

gruss kelle!
 
Siehe obiges Beispiel, Kosten für eine Bewerbung von über 300 €.

sehr löblich, aber nicht die regel ! deshalb für mich als antwort auch nicht zufrieden stellend ;)
Frag mal draußen nach, was der Unterschied zwischen nem herkömmlichen Berufsschulzeugnis und einem der Siemens AG ist.

Ich sags Dir: 100% mehr Chancen.

ich denke mal, dass es auf die beurteilung, vor allem aber auf die zensuren in dem zeugnis ankommt. nur weil siemens draufsteht, muss noch lange nicht siemens drin sein, wenn du verstehst was ich meine ... ;)

Wie war das mit den Pauschalisierungen?
In meinem Bekanntenkreis gibt es jemand, freiberuflich im IT Feld tätig.
Innerhalb eines losen Netzwerkes von 200 Freelancern.
Egal wie hart die Zeiten waren, jeder der wollte hatte nen Job.
Zwar nicht vor der Haustür, aber das ist ein anderes Thema.

und ich kenne einige selbstständige, die sich unterstützung vom amt holen, wenn die gewinne nicht ausreichen, um die miete zu zahlen.

Und was Angestellte betrifft...
Ich hab einmal einen sozialverträglichen Stellenabbau miterlebt.
Der Familienvater mit 2 Kindern und 5 Jahren Firmenangehörigkeit brauchte nicht wirklich zu bangen, im Gegensatz zu nem Single mit 8 Jahren Firmenzugehörigkeit...

das unterstreicht ja eigentlich das, was ich schrieb. es gibt, bis auf ein paar ausnahmen, keinen job, der wirklich sicher ist. das soll jetzt aber nicht heißen, dass jemand dem die stelle gestrichen wurde nie wieder eine arbeit findet.
 
Willst Du uns vorwerfen, dass es die Arbeitsplätze im Westen gibt und die Arbeitskräfte im Osten? Oder das die qualifizierten Arbeitskräfte aus dem Norden eben nach bayern müssen um passende Jobs zu finden?

Da kann kein Staat etwas dafür und kein Arbeitnehmer. Jedes Unternehmen hat die freie Wahl, wo es sich niederlässt. Und eigentlich sollte man vermuten, die gehen alle in die neuen Bundesländer, wegen der Zuschüsse und Erleichterungen bei Bewilligungen. Aber Pustekuchen, machen sie nicht.

Dann muss der Arbeitnehmer eben wandern. Ich kann auch nicht zuhause sitzen und warten, dass das Brötchen zu mir kommt, ich muss auch zur Bäckerei und es holen.

Ach was, kein Vorwurf, reine Beschreibung wie ich die Sache sehe. Da sind natürlich die Bayern recht fein raus, haben nach dem Krieg Jahrelang von den Transfers eine leistungsfähige Industrie aufgebaut und kommen jetzt wo es ans zahlen geht auf den Trichter 'Eigenverantwortung'. Praktischerweise sollen ja auch die ärmeren Länder für die Studenten die in Bayern und Baden-Würtemberg studieren Ausgleichsabgaben zahlen. Wie wäre es denn mal mit der Ansicht das Bayern den östlichen Bundesländern für jede junge Arbeitskraft die hier nicht mehr zur Verfügung steht eine Ausgleichsabgabe zahlt. Doofe Idee wa?

Und wo Du schon die neuen Bundesländer ansprichst, gute Frage. Ich will mir da nämlich einen alten Bauernhof als Ferienhaus kaufen. Brauch ich natürlich jemand der beim Ausbau hilft, sprich eine Hilfskraft. Der Tariflohn dürfte bei oder etwas unter 4 Euro liegen, je nachdem wie ich das nun genau deklariere. Dank Hartz IV muss das Opfer meiner Wahl den Job bei Strafe der Leistungskürzung auch mit bis zu 30% Lohnabschlägen annehmen. Und wenn ich dann auch noch jemand nehme der am äußeren Rand der durchaus zumutbaren 75 km Anfahrtsweg nehme tue ich dem Beitragszahler etwas gutes wenn es aufgrund von Arbeitsverweigerung zur Leistungskürzung kommt.

Das mit den Zuschüssen und Erleichterungen ist doch Unsinn, um mal einen AMD-Manager sinngemäß zu zitieren: 'Subventionen sind nicht entscheidend, die gibt es überall' behält sich der Stoiber Ede folgerichtig für Bayern auch die Möglichkeit einer regionalen Wirtschaftsförderung vor. Ist natürlich jetzt im Osten die spannende Frage wo die Steuermittel zur Gegenfinanzierung herkommen sollen. Es gibt Ausfälle bei der GEZ, die AOK sich nicht wirklich selbst finanzieren. Vor einigen Jahren hat z.B. Leipzig Umzugsprämien gezahlt, demnächst kauft Leipzig dann im Westen stillgelegte Bundeswehrstandorfte auf und baut Altersheime für ihre Sozialrentner. Das bringt Einkünfte und entlastet den Haushalt der Stadt Leipzig.

Aber es gibt evtl. auch gute Gründe die gegen ein Engagement im Osten sprechen, mangelde Kaufkraft, hohe Kosten durch überdimensionierte Infrastruktur, wenig attraktives Lebensumfeld ... so clever die Idee mit dem Wettbewerb der Regionen auch klingt, wie sollen halbtote Regionen die Mittel hernehmen? Andererseits, was würde wohl Bayern mit den Steuern machen wenn es ein vollständiger Subventionsverbot gäbe an das sich auch alle halten würden?

Dein Beispiel mit dem Bäcker ist gut, mal abgesehen davon das 'hier' der Bäcker zur Not auch liefert: stell Dich doch einfach hin und heule 'ich kriege keine Brötchen'. Wenn Du nur genügend Lobbyisten zum mitheulen bringst (jaja, kostet schon was) legt die Bundesregierung sicher auch noch ein Greencardprogramm für Bäcker auf. Derzeit sind ja wieder Ingenieure Mangelware wie man überall liest.
 
Jetzt rate mal, wer das ruhigere Leben hat.
Die einen Kollegen, die mit Job zuerst, haben nen Neu- oder Jahreswagen. Wenn was damit ist, ist es meist Garantiefall, Wagen in die Werkstatt, gut ist.
Die anderen, mit Ihren gebrauchten Autos, wenn da was kaputt geht, dann muss das selbst bezahlt werden, die günstigste Werkstatt gesucht werden...

lol das Beispiel ist so schlecht das mir dazu schon nixmehr einfällt :mrgreen:

das ist ja schon ne tödlliche Anstrengung in ne billige Werkstatt zu fahren :p

ich bin noch schlimmer: aus puren Geiz würd ich alles selbst reparieren was irgendwie machbar ist ... ne nicht nur aus Geiz, macht doch auch Spaß da was rumzuschrauben oder schweißen oder was auch immer

edit: axo du sagtest das ist nur ein Beispiel von vielen , wenn die andere die gleiche Qualität haben möchte ich die auch gern hören :)
 
also gut, abgesehen vielleicht von beamten und einigen angestellten im öffentlichen dienst. aber ganz bestimmt nicht normale arbeitnehmer und schon gar nicht selbstständige! weißt du eigentlich, dass selbständige ihre sozialen absicherungen selber tragen müssen?
Sicher, aber Angst um seinen Job kann man wohl nur haben, wenn jemand einen feuern kann. Das kann ein Selbständiger nur selber.

wenn der selbstständige keine aufträge mehr bekommt, hat er auch kein geld in der kasse! seine krankenkassenbeiträge muss er aber trotzdem bezahlen! darüber mal nachgedacht? ;) pfft ... sicher ... :LOL:
Ein Selbständiger hat diese Entscheidung aber wohl selber mit beeinflusst. Ein Arbeitnehmer hat das nicht.

wieviele(ehemalige) leitende angestellte und akademiker unter den 4,5 mio arbeitslosen sind, denen du einfach mal so ein vernünftiges soziales umfeld absprichst, weil du es für nicht wahrscheinlich hältst, da sie hartz 4 empfangen?!
??? Wo spreche ich das einem Hartz IV Empfänger ab? Wo halte ich es für unmöglich, dass Akademiker auch Hartz IV beziehen könnte? Ich sagte nur, dass die Wahrscheinlichkeit für das Erste geringer ist und für das zweite nur kurzfristig. Es gibt sehr wohl Hartz IV Empfänger, die in einem vernünftigen sozialen Umfeld leben. Aber die Chance, als Hartz IV Empfänger in solch einem Umfeld zu leben ist wesentlich geringer als die Chance eines Akademikers auf dieses Umfeld.

Und ich würde den Anteil von Akademikern, die Hartz IV beziehen im niedrigen einstelligen Prozentbereich sehen. Zahlen dazu habe ich nicht.

nagut, dann lerne du dich vernünftig zu benehmen, und höre auf andere zu beleidigen, bloß weil sie anderer meinung sind. ;)
Wo habe ich das?

Marty
 
MartyMcfly schrieb:
Sicher, aber Angst um seinen Job kann man wohl nur haben, wenn jemand einen feuern kann. Das kann ein Selbständiger nur selber.

falsch! es spielen noch eine menge anderer faktoren eine rolle, dass eine selbstständigkeit scheitert. z.b. eine schwere krankheit, oder das abspringen eines wichtigen kunden etc. nenne es wie du willst. die existensangst die mit dem verlust des jobs oder eines kunden o.ä. einhergeht ist die gleiche.

Ein Selbständiger hat diese Entscheidung aber wohl selber mit beeinflusst. Ein Arbeitnehmer hat das nicht.

das mag unter umständen stimmen. ich kenne aber auch einige leute, die eigentlich keine andere wahl hatten. hartz4 mit allen dazu gehörigen konsequenzen, oder aber den versuch wagen, das heft selbst in die hand zu nehmen. ob das immer freiwillig geschieht, bezweifle ich. im übrigen kann auch ein arbeitnehmer seinen teil dazu beitragen, seinen arbeitsplatz zu erhalten.

Es gibt sehr wohl Hartz IV Empfänger, die in einem vernünftigen sozialen Umfeld leben. Aber die Chance, als Hartz IV Empfänger in solch einem Umfeld zu leben ist wesentlich geringer als die Chance eines Akademikers auf dieses Umfeld.

lassen wir das einfach. ich glaube hier kommen wir sowieso nicht auf einen gemeinsamen nenner. ein vernünftiges soziales umfeld definiert ja jeder anders. deshalb ja auch meine frage nach deiner definition. ich wehre mich bloß gegen die vorurteile von leuten, die hartz 4 - empfänger eher in einer herruntergekommenen kneipe vermuten, als beispielsweise in der oper.

reg dich jetzt bitte nicht auf, ich weiß, dass du das nicht geschrieben hast.;)
 
Und das ist eine Sache, die Folgen hat.
Der Gärtnersohn wird in vielen Fällen als einfacher Malocher enden, während viele Akademikerkinder ne akademische "Karriere" beschreiten.

Zweifelsohne kann das genau andersrum passieren.
Aber Deine Erfahrung spricht ja auch Bände...



Es geht sicherlich nicht um jeden Job.
Aber es ist nunmal nicht zu leugnen, dass interessante Jobs punktuell in Deutschland konzentriert sind, und nicht irgendwo in Hintertupfingen auf der Straße liegen.
Und das ist für mich eine Auslegung Deines positiven Anspruches.
Zu schauen, wo gibt es interessante Stellen, wer ist der Arbeitgeber, wie ist die allgemeine Umgebung da, welche Betätigungsfelder gibt es ...

Der offensichtliche Rückschluss den hier manche ziehen, aus viel unterwegs sein ein ewigen Jobwechsel abzuleiten, trifft nicht pauschal zu.
Es gibt halt Vertriebs- und Außendienstingenieure, die 70.000 km im Jahr mit dem Fahrzeug schaffen, aber nen sehr anspruchsvollen Job, entsprechende Entlohnung etc. haben.



Geb ich Dir Stempel und Unterschrift, dass dem nicht so ist.
Ich arbeite seit 4 Jahren mit Kollegen zusammen, die Familie haben.
Die einen haben sich erst um den Job gekümmert um dann ne Familie zu gründen, die anderen haben erst mit der Familie angefangen und dann nen Job gesucht.

Jetzt rate mal, wer das ruhigere Leben hat.
Die einen Kollegen, die mit Job zuerst, haben nen Neu- oder Jahreswagen. Wenn was damit ist, ist es meist Garantiefall, Wagen in die Werkstatt, gut ist.
Die anderen, mit Ihren gebrauchten Autos, wenn da was kaputt geht, dann muss das selbst bezahlt werden, die günstigste Werkstatt gesucht werden...

Ist nur ein Beispiel von vielen die ich ständig miterlebe.

Ich will sicher nicht sagen, dass Geld glücklich macht, so flach ist mein Niveau sicher nicht, aber Geld kann im gewissen Maß beruhigen, man ist entspannter, wenn man nicht jeden Cent dreimal rumdrehen muss.

Oder was anderes.
Mein Bruder bewirbt sich gerade.
Bei einer Firma zwei Einstellungstests, Aufwand 2 * 900 km mit dem Auto, 2 * 2 Übernachtungen plus Verpflegung.
Ohne Tomsen2211 auf die Füße treten zu wollen, bezweifle ich, dass er in der Lage wäre, diesen Aufwand mal eben so zu stemmen.

Und wenn sich Kinder/Jugendliche, gerade aus strukturschwachen Gegenden, nur nach dem Gesichtspunkt bewerben können, was sie sich leisten können, nicht danach, wo wirklich langfristige, gute Chancen gegeben sind, dann finde ich das schlicht und ergreifend traurig.

Und das ist etwas, was ich meinen Kindern, sollte ich mal welche haben, nicht zumuten will.
Wenn mein hypothetisches Kind Gärtner werden will, ist es sein Ding, will es aber Luft- und Raumfahrttechnik studieren, will ich nicht der sein, der sagen muss, geht nicht, weil kein Geld da, oder beantrage BaföG und komm mit zigtausend Euro Schulden aus dem Studium.

Ich weiß nicht, vielleicht hab ich komische Ansprüche, aber dafür zu sorgen, dass der Nachwuchs freie Wahl für den Job hat, was im Endeffekt nur mit Geld geht, find ich erstmal nicht daneben.



Auch das ist nicht so.
Ich fühle mich in erster Linie für mich selbst verantwortlich.
Ich habe einiges erreicht und will noch mehr erreichen.
In direkter Folge profitiert auch das soziale System davon, weil jeder € den ich mehr bekommen, macht 40 Cent mehr in den Kassen des Staates und der sozialen Systeme.
Die anderen 60 Cent kommen mehr oder weniger direkt der Wirtschaft zu Gute.
Klar, die Beträge sind jetzt nicht weltbewegend, aber die Masse von zig Millionen Arbeitsplätzen macht es.



Du hast die Masse der Leute vergessen, nämlich den Durchschnitt.
Wenn jemand mit seinem Job, mit seiner allgemeinen Situation, mit seinen Möglichkeiten zufrieden ist, der wird sicher ein "ruhiges" Leben führen können.

Klar kann nicht jeder ein Ackermann werden, aber ein "ruhiges" Leben sollte und kann jeder erreichen.

Es ist nur die Frage, nutzt man ein System mit seinen Möglichkeiten, was sicherlich nicht trivial ist, oder versucht man ein System gegen den Willen von Millionen zu ändern, was nicht wirklich geht.

gruss kelle!


halbes glass wasser kann man halb voll oder halb leer sehen, jenachdem was man grade braucht...und wie man drauf ist oder was man glaubt. wann die kinder zur welt kommen, kann man erst seit vor kurzem plannen, und auch nicht so ganz...es kann auch dir passieren, dass du dich ewig fuer die familie leben vorbereitest und dann ploetzlich mittendrin in vorbereitungsfase die kinder auftauchen, weill du grade die grosste liebe deines lebens getroffen hast und sie kinder will z.b...warte mal ab, bis du drei kinder hast...:) da freu ich mich schon bei der vorstellung, was du fuer ueberraschungen erlebst, auch nette, aber auch sehr anstrengende...aber wir koennen nicht wircklich ueber einander urteilen...wie du oben bemerkt hast, habe ich dich schon falsch eingeschaetzt, so falsch schaetzst du auch bestimmt thomsen ein...versuch dich in seiner lage zu versaetzen...aus deiner sicht, sieht die lage natuerlich anders aus,logisch, denn du bist ja auch kein thomsen...aber eins steht fest: die lage fuer die arbeitnehmer ist schlimm zurzeit in deutschland, das weiss die ganze welt und thomsen ist nicht erster und letzter dem es aufgefallen ist. der grund dafuer liegt fuer manche da, fuer andere dort...das aendert aber nichts an der tatsache, dass deutschland ganz schoen ,,schwierig,, geworden ist. und der thomsen will vielleicht nicht nach schweden auswandern...