Wo ist der Thread, wo Eltern Ihre Kinder für Ihre Zeugnisse zerreißen dürfen ???

13 x gut und ein befriedigend

14 Fächer? Ich war damals schon mit 8 Fächern völlig überfordert. Wie soll ein normal denkender Teenie denn Englisch und Französisch auseinanderhalten, wenn er schon zu blöd ist, deutsche Grammatik zu verstehen?

Was sind denn diese 14 Fächer?

@Lacki: zum Glück habe ich noch ein paar Jahre Zeit, bis diese Probleme auf mich zukommen...

Marty
 
[.......]Naja, das ist Ansichtssache ... die Kinder finden eine zwei ja ok ... der Vater hätte da gerne ein wenig mehr gesehen 8O

In den Hauptfächern war in der Regel alles ok ... nur in den Nebenfächern könnte man sich mehr wünschen ... aber im großen und ganzen muß man ja zufrieden sein das die Kinder heutzutage überhaupt noch in die Schule gehen ;)

Liebe Grüße
Lacki1969

Ich wollte Deinen ganzen Text nicht kopieren, denn ich finde die Art und Weise, wie Du Dich über deine Kids äußerst und die Schule ja nur blöd ist, was Du sicher auch genau so Deinen Kids vermitteln wirst, nur dumm!
Wenn Deine Erwartungshaltung an Deine Kinder so hoch ist, sorry aber dann mußt Du als Papa auch mal deinen Hintern bewegen und helfen und nicht nur schlaue Sprüche machen. :roll:
Kinder haben es in der Schule nicht einfach, die Grundbedingungen (Schlüssel werfende Lehrer) gibt es ja so nicht mehr, aber dafür gibt es viel mehr Stress mit anderen Schülern. Mobbing in der Schule ist ein heftiges Thema....Drogen und vieles mehr.
Das heißt die Kids werden in anderer Art und Weise am lernen ich meine am guten lernen, oft gehindert. Sicher spielt auch noch die Schule eine große Rolle, aber die größte spielen die Eltern.
Also nicht schnacken und schimpfen, denn das hilft keinem, sondern helfen und unterstützen.

Verstehe grundsätzlich Deinen Ärger, war bei mir auch nicht anders:mrgreen:

Aber, kommt so überraschend? Dann wart Ihr sicherlich regelmäßig bei den Elternsprech-Abenden?:evil:

Es gibt übrigens- erwiesenermaßen- einen Zusammenhang zwischen besseren Schulnoten bei Eltern, die sich im schulischen Bereich bemühen und engagieren! Und wenn es nur die Sprechstunden sind, bei denen die Lehrer durch Eltern "angesprochen" werden....

Ich weiß über das ganze Schuljahr hinweg, wie meine 3 schulpflichtigen Kinder, stehen.
Wenn es Probleme gibt muß ich etwas unternehmen.
Die Kommunikation mit den Lehrern ist das A und O.
Und die Kommunikation mit den Kindern eben auch.
Schlechte Noten/ Zeugnisse kann es immer geben, weil Kinder Schwächen haben....damit muß man sich arrangieren und versuchen Abhilfe zu schaffen, und nicht schimpfen.

EDIT: wundertuetchen, na das klingt doch richtig gut !
Mein kleinster kam gestern mit einen Zeugnisdurchschnitt von 2,4, er geht noch in die 4. Klasse. 10 Fächer.
Leider hat er in Deutsch nur eine 4 da er Legasthenie hat.
Aber das werden wir sicher im laufe der Jahre verbessern. Ich freu mich auf jeden Fall. Und einen Teil des Zeugnisses kann ich mir ganz gepflegt gut schreiben.
 
Jedoch lass ich mir nicht den Mund verbieten und als ich erfahren habe, dass dieses Lehrer (Religion; von der 8 - 10 auch Klassenlehrer -> Deutsch) den Deutsch LK übernehmen solle, bin ich auf der Stelle zu ihm und hab klargestellt, dass er sowas doch bitte Profis überlassen soll, wie z.B. einer anderen Lehrerin, weil es ja nun Zentralabi geht und das viele Leute betrifft, die damit so nicht einverstanden sind. Anschließend noch bei der Jahrgangsstufenleiterin was gelästert, weil der Herr einfach mir nicht soviel beibringen konnte, wie eine andere Lehrerin in einem (!) Monat.

Also ich weiss ja nicht, aber JEDER der die Zulassung bekommt, hat sicherlich einiges drauf. Und ganz ehrlich. In den Klassenstufen 8-10 hab ich in Deutsch auch kaum was gelernt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass im Lehrplan Deutsch für diese Jahre ein wenig hintenangeschoben wird, weil (an Gymnasien) da dann schon die zweite, bzw. dritte Fremdsprache dazukommt.

Natürlich gibts Lehrer, die nicht ganz so geil sind, wie andere. Aber sich als Schüler dann "anmaßen" zu wissen, warum der Lehrer so einen Unterricht bezweckt, is echt übertrieben.

Und jetz nicht gegen dich persönlich. Schüler heutzutage sind nichtmehr das, was sie mal waren. Die ehemaligen Schüler meiner Mutter (sie war in Rumänien Lehrerin) schicken ihr heute noch mal ne Weihnachtskarte.
So muss das laufen.
Schüler heute haben keinen Respekt und wenn mans da einmal bei ner Klasse verschissen hat, dann gute Nacht.
So macht Arbeit keinen Spaß mehr :-? Kein Wunder, wenn Lehrer in letzter Zeit immer früher in Rente gehen. Die psychischen Belastungen in der Schule - auch bei Schülern - werden immer höher...


(ich vertret hier mal die Lehrerfraktion, weils ja sonst keiner macht)



Wenn es Probleme gibt muß ich etwas unternehmen.
Die Kommunikation mit den Lehrern ist das A und O.
Und die Kommunikation mit den Kindern eben auch.

Das ist der Punkt. Ein Großteil der Eltern schert sich nichtmehr darum, was ihre Sprößlinge so treiben. Und wenn die dann am Ende mit schlechten Noten kommen, sind die Lehrer schuld...

Kommunikation ist unendlich wichtig: Wenn ich Eltern bei mir in der Sprechstunde habe, weiss ich, dass die auch sonst mal nach ihren Kids schauen. Klar, bei Schülern mit nem guten 1er-Schnitt brauch ich die Eltern auch gar nich treffen. Aber für die anderen wäre es sehr ratsam. Wenn man weiss, wies in der Family läuft, kann man auch besser einschätzen, weshalb die Kids so ein Lernverhalten haben, das ihnen nichts bringt...

Da würd ich als Lehrer eventuell auch an der Motivation schrauben und mal ne relativ gute Note auspacken und hoffen, dass das Niveau dann erhalten bleibt.
 
Jedoch lass ich mir nicht den Mund verbieten und als ich erfahren habe, dass dieses Lehrer den Deutsch LK übernehmen solle,
[...]
weil der Herr einfach mir nicht soviel beibringen konnte, wie eine andere Lehrerin in einem (!) Monat.

Sorry, aber DU willst Deutsch-LK haben?
Oh je... :-?
Schon alleine in dem zitierten Teil finde ich 3 (!) Fehler, den nicht zitierten Text mag ich mir gar nicht genauer ansehen.

Gutes Beispiel dafür, warum ich voll dafür bin, das Eltern ihren Kindern für nicht so gute Zeugnisse auch mal Feuer unterm Hintern machen dürfen. Würde dieser Text von meinem pupertierenden Sohn stammen, dann dürfte er für diese Frechheit und Überheblichkeit gleich mal ein paar Extrarunden in der Sommerschule drehen. :roll:
 
Gutes Beispiel dafür, warum ich voll dafür bin, das Eltern ihren Kindern für nicht so gute Zeugnisse auch mal Feuer unterm Hintern machen dürfen. Würde dieser Text von meinem pupertierenden Sohn stammen, dann dürfte er für diese Frechheit und Überheblichkeit gleich mal ein paar Extrarunden in der Sommerschule drehen. :roll:
Mit Ruhm hast du dich da auch nicht bekleckert.
Zu den Lehrern: Es gibt nunmal genug Lehrer, die den Stoff nicht gut rüberbringen können. Wir haben einen Doktor an der Schule, der früher Vorträge an der Uni gehalten hat und jetzt den Leuten in seinem Philo-Kurs rät, kein Philo im Abi zu nehmen, weil der Stoff da schwieriger und die Benotung strenger sei. Super!
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit Ruhm hast du dich da auch nicht bekleckert.

Ich habe ja auch nicht behauptet, Deutsch-LK zu haben... :LOL:

Und über das "s" möchte ich mal diskutieren. Ich dachte, nach der neuen Rechtschreibung gibt es diese Regelung nicht mehr und es gibt nur noch "das" mit weichen "s"?
Wobei ich seit 14 Jahren aus der Schule raus bin und mich mit der neuen Rechtschreibung noch nicht so genau beschäftigt habe. Ich lasse mich da aber gerne eines Besseren belehren.

PS: und das "m" ist Umgangssprache...
 
Eigentlich sollte dieser Thread gar nicht so ernst werden wie er sich nun darstellt, aber auf Grund der Einwände werde ich dann auch mal ernsthaft :

Pascal, fast 16 Jahre, Hauptschule Klasse 8. Vor einigen Wochen gab es einen Elternsprechtag an dem wir als Nichterziehungsberechtigte nicht teilnehmen durften, es war der Schule sogar explizit verboten mit uns zu sprechen. Im Verlauf der Gespräche wurde der Mutter nahegelegt das der Junge keine Chance habe wenn er im häuslichem Umfeld verbleiben würde. Erfahrungswerte für die Lehrer waren die Aufenthalte von Pascal bei uns wenn seine Mutter mehrfach im Krankenhaus war was sofortige Auswirkungen auf Verhalten und schulische Leistungen hatte. Seit einigen Wochen lebt Pascal nun bei mir und meiner Frau nachdem einige beteiligte Organisationen und das Jugendamt zugestimmt haben.

Direkt nach Vorlage der vorläufigen Übertragung der Erziehungsberechtigung haben wir uns mit der Schule in Verbindung gesetzt und einen Termin vereinbart sowie die ärgsten Probleme besprochen um daran arbeiten zu können. Einige Noten konnten wir in Zusammenarbeit mit der Schule sogar kurzfristig verbessern, einige Noten wurden gar "geschenkt". Die Verweigerung im Sportunterricht (HipHop) teilzunehmen hätte auch eine schlechtere Note als eine vier einbringen können.

In Englisch war uns seitens der Lehrerin eine vier und ein Verbleib im E-Kurs angekündigt worden, der Test danach war zwar mit einer vier ebenfalls nicht im Rahmen der Möglichkeiten aber danach kam nur noch die allgemeine Lernstandserhebung deren Ergebnis uns bisher nicht vorliegt. Auf dem Zeugnis steht eine fünf und der E-Kurs und somit die Chance auf den "Realschulabschluß" ist verloren.

Jacqueline, 11 Jahre, Klasse 5 Realschule. Hier haben wir ebenso keinen Einfluß auf die Schulausbildung da das Kind bei ihrer Mutter wohnt. Das erste Zeugnis ist zur Standortbestimmung gut geeignet und zeigt deutlich auf das sie auf der Realschule gut aufgehoben ist. Leider lag dem Zeugnis ein Brief bei in dem es um einen Gesprächstermin zwischen Schulamt, Lehrern und der Mutter geht ... mit dem Thema häusliches Umfeld. Wir rechnen also auch hier mit einem baldigem Einzug meiner Tochter bei uns.

Torben, 8 Jahre, Klasse 2 Grundschule. Hier auf dem Dorf ticken die Uhren etwas anders als in der Kreisstadt wo wir bis vor zwei Jahren wohnten. Hier werden die Kinder verschiedener Klassen gemeinsam unterrichtet seit zwei Jahren ... in unserem Fall die Kinder der Klasse 1 und 2. Wir haben nur zwei Lehrer für diese Klassen und jedes Jahr auf dem ersten Elternabend der einzuschulenden Kindern geht das Bangen los den richtigen der beiden zu erwischen. Wir haben zweimal verloren ;).

Von dem was der Lehrer am Elternabend gesagt hat findet sich das wenigste in den Texten auf dem Zeugnis wieder ... im Gegenteil. Ob es einen Zusammenhang zwischen der Eskalation auf der Einschulungsveranstaltung und dem Zeugnis gibt erschließt sich uns zur Zeit nicht. Auffällig ist das alle Kinder der Eltern die aktiv in der Schule teilnehmen oder auch kritisch sind die selben Textbausteine in ihrem Zeugnis stehen haben ...

Bei der Veranstaltung zu Torbens Einschulung vor zwei Jahren wurde den Eltern beispielsweise explizit verboten mit den Kindern bestimmte Sachen für den Unterricht zu üben. Auf die Nachfrage ob das wohl so richtig sein könne wurde gesagt das dieses pädagogische Konzept von Experten entwickelt wurde und wir uns mal keine Sorgen machen müßten. Der zu Weihnachten übliche erste selbstgeschriebene Brief an die Eltern blieb aus ... im Vergleich zu allen anderen Grundschulen im Umfeld.

Nun bei der Einschulungsveranstaltung für Lea-Marie wurde genau das Gegenteil gefordert. Das die Eltern die nun ihr zweites Kind einschulen lassen darüber sehr empört waren und ihrem Unmut Luft gemacht haben dürfte verständlich sein. Argumentation diesmal, die fehlenden Erfahrungswerte vor zwei Jahren.

Nun, da wir noch zwei Kinder in Reserve haben werden wir vermutlich zumindest einmal in den Genuß kommen eines unserer Kinder von der zweiten Lehrerin unterrichten zu lassen ... darüber kann ich ja dann in drei Jahren berichten ;)

Das die Leistungen von Schulen und Lehrern zum Teil sehr subjektiv bewertet werden ist mir auch schon klar, aber was sollen die Eltern empfinden die bis zum heutigen Tage gar nicht wissen ob ihr Kind nach den Ferien zur Schule geht oder nicht !? Davon hätte ich noch mehrere Beispiele ... aber wie gesagt, eigentlich sollte dieser Thread gar nicht so ernst werden.

Aber woran ich festhalte : Religion ist ein easygoing Fach, eine vier ist nicht akzeptabel !

Liebe Grüße
Lacki1969

PS: Es geht in diesem eigentlich zum Teil ironischem Thread nicht darum sich gegenseitig die Schreibfehler anzukreiden !?
 
Aber woran ich festhalte : Religion ist ein easygoing Fach, eine vier ist nicht akzeptabel !

Ich hatte nie Reli. Gabs bei uns (DDR) nicht.

Hab aber mal an Dich als Vater (und gerne auch an alle anderen) eine Frage:
Wenn man nicht in der Kirche ist und die Kinder auch nicht getauft sind, müssen die dann auch Reli machen?
 
Ich hatte nie Reli. Gabs bei uns (DDR) nicht.

Hab aber mal an Dich als Vater (und gerne auch an alle anderen) eine Frage:
Wenn man nicht in der Kirche ist und die Kinder auch nicht getauft sind, müssen die dann auch Reli machen?

Soweit ich weiß gibt es an einigen größeren Schulen eine Alternative bzw. neuerdings das Fach Ethik.

Bei uns im Dorf nehmen alle Kinder am Religionsunterricht teil. Egal ob evangelisch, katholisch oder muslimisch !

Liebe Grüße
Lacki1969
 
Alternative Ethik.
[Wenn man das Kind nicht im Reli-Unterricht haben will, geht man zum Rektor und erklärt das. Der empfiehlt dann den Ethik-Unterricht. Meistens jedenfalls. Bei uns konnte man mit 18 dann auch selbst entscheiden. Haben viele auch gemacht. Wenn es nur 2-3 Schüler in der Stufe sind, gibts natürlich keinen Ethik-Unterricht. Lohnt sich ja auch gar nicht. Aber wenns mehr als 6-7 werden, muss da ein Lehrer ran und die in der Zeit beschäftigen ^^ ]

Als angehender Relilehrer kann ich eigentlich JEDEM Kind empfehlen den Reli-Unterricht zu besuchen.

In Ethik wurde zB. bei uns nur Wissen abgefragt und gepaukt. Wissen über verschiedenste Glaubensrichtungen.

Der Religionsunterricht ist nicht als Wissenvermittlung, sondern als reine WERTEVERMITTLUNG gedacht.

Es geht nicht um eine INDOKTRINATION irgendwelcher Lehrsätze und Dogmen, sondern um PERSÖNLICHKEITSBILDUNG.

die konfessionelle Trennung (evangelisch/katholisch) ist eigentlich ein Überbleibsel aus früheren Zeiten. Man könnte hier argumentieren, dass es darum geht eine persönliche Identitätsfindung zu bezwecken.
Ich persönlich hab von meinen evangelischen Mitschülern eher mitbekommen, dass da mehr auf "kirchliche" Themen Wert gelegt wird.
Bei den Katholiken (zumindest wars so bei mir) wurde viel diskutiert, über Sinn und Unsinn von Kirche und Religion etc.
Mir erschien dieser Umgang um einiges kritischer als zB. bei den Evangelischen.

Der Lehrplan hat meist aktuelle Bezüge. Dinge wie Terrorismus, G8-Gipfel(Armut<-> Reichtum) bieten genug Stoff über Werte und Moral zu diskutieren.

Und wer in Reli mit ner 4 nach Hause kommt, hat entweder total verpennt, oder war nicht anwesend.
(Ich hatte auch mal ne 4. Aber ich hab damals die einzige Arbeit verhauen, weil ich nen totalen Blackout hatte.... Das kann auch mal passieren, kein Thema. Aber soweit ich das mitgekriegt hab, würde keiner meiner Mitstudenten nem Schüler ne 4 einfach nur so reindrücken, weils ihm grad so passt...)


Amen :biggrin:
 
die konfessionelle Trennung (evangelisch/katholisch) ist eigentlich ein Überbleibsel aus früheren Zeiten. Man könnte hier argumentieren, dass es darum geht eine persönliche Identitätsfindung zu bezwecken.
Ich persönlich hab von meinen evangelischen Mitschülern eher mitbekommen, dass da mehr auf "kirchliche" Themen Wert gelegt wird.
Bei den Katholiken (zumindest wars so bei mir) wurde viel diskutiert, über Sinn und Unsinn von Kirche und Religion etc.
Mir erschien dieser Umgang um einiges kritischer als zB. bei den Evangelischen.
bei uns war das genau umgekehrt. bei den katholischen ging nix über kirche. wenn man da nur versucht hat zu kritisieren, gabs schon schlechte noten o.ä.
bei uns konnte man ohne probleme sagen, was man vom religionsunterricht hält (was ich durchaus gemacht habe :D)...
 
Der Religionsunterricht ist nicht als Wissenvermittlung, sondern als reine WERTEVERMITTLUNG gedacht.

Es geht nicht um eine INDOKTRINATION irgendwelcher Lehrsätze und Dogmen, sondern um PERSÖNLICHKEITSBILDUNG.
So sehe ich das auch. In der Grundschule/Unterstufe geht es imo noch um Wissensvermittlung; Grundzüge des Glaubens, auch in Hinblick auf Kommunion etc. werden durchgenommen. In der Mittel- und Oberstufe kommen dann aber die "richtig interessanten" Themen: Moral, Mitleid, das war ein wirklich spannendes Thema. Dazu kommt:

Der Lehrplan hat meist aktuelle Bezüge. Dinge wie Terrorismus, G8-Gipfel(Armut<-> Reichtum) bieten genug Stoff über Werte und Moral zu diskutieren.
Stimmt! Und das macht den Religionsunterricht so interessant. Politik, Geschichte und Religion kommen da eigentlich zusammen, so ist es jedenfalls bei uns.

btw find ich es immer unverständlich, wenn Leute meinen, Religion sei quasi ein "Unterfach" und zum Abhängen/Schlafen/Hausaufgabenmachen da. Ok, auch ich hab Religion dazu benutzt, unzählige Hausaufgaben und Kunstbilder fertig zu stellen :)ugly:), aber ich behaupte mal, dass sich das auf die Unter-/Mittelstufe beschränkt hat, wo ich eh unmotiviert war. In der 10./11. hat mir Religion eigentlich richtig Spaß gemacht und wird auch mein P2-Fach im Abitur ab nächstem Jahr ;)
 
14 Fächer? Ich war damals schon mit 8 Fächern völlig überfordert. Wie soll ein normal denkender Teenie denn Englisch und Französisch auseinanderhalten, wenn er schon zu blöd ist, deutsche Grammatik zu verstehen?

Was sind denn diese 14 Fächer?

@Lacki: zum Glück habe ich noch ein paar Jahre Zeit, bis diese Probleme auf mich zukommen...

Marty

Religionslehre, Deutsch, Geschichte/Politik, Erdkunde, Mathematik, Biologie, Physik, Englisch, Wirtschaft, Hauswirtschaft, Musik, Textilgestaltung, Sport, Wahlpflicht-AG Französisch

die drei hat sie in Musik, aber nur, weil sie keinen graden Ton zustande bringt, und die Lehrerin viel Wert auf selbst gesungenes legt. :ugly:

Französisch hat sie extra gewählt, da sie ja auf die Realschule möchte und da nicht total unvorbereitet auf die anderen treffen will, die dann schon ein halbes Jahr Französisch hatten in der 8. Klasse.
 
Soweit ich weiß gibt es an einigen größeren Schulen eine Alternative bzw. neuerdings das Fach Ethik.
Bei uns gibt's seit ich das Nepo kenne die Möglichkeit zwischen Religion und Philosophie zu wählen bzw. wenn man Religion abwählt bekommt man Philosophie, ist das was anderes oder meintest du das mit "Ethik"?
OT:
Ich glaube ich hätte für so viele Kinder nicht die Nerven *g*...
 
Bei uns gibt's seit ich das Nepo kenne die Möglichkeit zwischen Religion und Philosophie zu wählen bzw. wenn man Religion abwählt bekommt man Philosophie, ist das was anderes oder meintest du das mit "Ethik"?

Ich muß bei sowas immer meine Frau fragen ... denn meine Schulzeit liegt schon etwas länger zurück ... als meine Kinder kleiner waren habe ich ihnen versucht zu verkaufen das ich noch mit Dino´s und Säbelzahntigern zur Schule ging :LOL:

OT:
Ich glaube ich hätte für so viele Kinder nicht die Nerven *g*...

Jetzt wo Du es sagst ... fällt mir auf das ich die auch nicht habe 8O

Liebe Grüße
Lacki1969

PS: @wundertuetchen : Darf ich mal neidisch zu Dir rüber schauen ? ;)
 
PS: @wundertuetchen : Darf ich mal neidisch zu Dir rüber schauen ? ;)

das war ein harter Kampf, meine Tochter so weit zu bringen. Sie hätte eigentlich schon direkt auf die Realschule gehen können nach der Grundschule, aber sie ist (war) stinkend faul. Dadurch waren die Noten nicht entsprechend durch fehlende Hausaufgaben und Arbeiten auch nicht berauschend, da nicht gelernt.
Und jetzt hab ich 2 Jahre gebraucht, bis sie endlich erkennt, dass ich sie nicht zu meinem persönlichen Vergnügen so scheuche, sondern dass es für sie einfach besser ist. Hauptschüler haben nun mal leider nicht mehr so Chancen wie noch zu meiner Schulzeit *jetzt fast 20 Jahre her*.
Ihr Zeugnis könnte sogar noch besser sein, aber manchmal kommt noch der alte Schlendrian in ihr durch. Das werfe ich ihr aber nicht vor, im Gegenteil. Ich bin sehr stolz, dass sie den Dreh anscheindend noch gekriegt hat. :mrgreen:
 
Religionslehre, Deutsch, Geschichte/Politik, Erdkunde, Mathematik, Biologie, Physik, Englisch, Wirtschaft, Hauswirtschaft, Musik, Textilgestaltung, Sport, Wahlpflicht-AG Französisch
Davon hatte ich damals nicht: Religion (abgewählt), Biologie oder Physik (ich hatte immer nur eins von beidem, glaube ich, kann auch abwechseln mit Chemie gewesen sein),Wirtschaft,Hauswirtschaft,Textilgestaltung,Wahlpflicht-AG...

schon erstaunlich, was es heute alles gibt.

Marty
 
btw find ich es immer unverständlich, wenn Leute meinen, Religion sei quasi ein "Unterfach" und zum Abhängen/Schlafen/Hausaufgabenmachen da.

Naja, im Grunde werden wir auch darauf vorbereitet, dass wir demnächst Schüler haben, die in 8 Jahren das Abitur machen sollen.
Das heisst, dass uns schon jetzt beigebracht wird, dass wir nicht soviel Stress machen müssen, sondern eher ne ruhigere Kugel schieben sollen, weil die Schüler sonst extremst überfordert werden.
Reli soll zwar schon was vermitteln, aber man muss das auch mit Mediationen und so Mandala-Kram auflockern. (hätt ich persönlich auch für total schwachsinnig gehalten, aber jetz im Nachhinein erscheint mir das wirklich sinnvoll. Wenn ich seh, was fürn Stress die 6. 7.Klässler jetz schon haben, dann frag ich mich auch, wann die bitte denn daheim abschalten sollen, wenn die grade noch Zeit haben ihre Hausaufgaben zu machen und dann schon von etlichen Hobbies in Anspruch genommen werden...

Also im Grunde kann man Reli auch als Chill-Fach wählen. Aber n bissl Interesse is halt doch von Vorteil ;)

Bei uns gibt's seit ich das Nepo kenne die Möglichkeit zwischen Religion und Philosophie zu wählen bzw. wenn man Religion abwählt bekommt man Philosophie, ist das was anderes oder meintest du das mit "Ethik"?

Das is schon n Unterschied...

Allgemein könnte man die Philosophie als den Versuch derkritisch-rationalen Selbstüberprüfung des Denkens bezeichnen, als eine methodische Reflexion, die sich inhaltlich tendenziell auf eine Gesamtdeutung der Welt und der menschlichen Existenz richtet. Jeder Versuch, den Begriff „Philosophie“ zu definieren oder den Bereich der Philosophie näher einzugrenzen, ist bereits Gegenstand der Philosophie selbst.
quelle wiki

????? (????????) ?thik? (epist?m?) „das sittliche (Verständnis)“, von ???? ?thos „gewohnter Sitz; Gewohnheit, Sitte, Brauch; Charakter, Sinnesart“, vergleiche lateinisch mos) ist eines der großen Teilgebiete der Philosophie. Die Ethik – und die von ihr abgeleiteten Disziplinen (z. B. Rechts-, Staats- und Sozialphilosophie) – bezeichnet man auch als „praktische Philosophie“, da sie sich mit dem menschlichen Handeln befasst (im Gegensatz zur „theoretischen Philosophie“, zu der die Logik, die Erkenntnistheorie und die Metaphysik als klassische Disziplinen gezählt werden).


:ugly: ^^
 
Ich hatte nie Reli. Gabs bei uns (DDR) nicht.

Hab aber mal an Dich als Vater (und gerne auch an alle anderen) eine Frage:
Wenn man nicht in der Kirche ist und die Kinder auch nicht getauft sind, müssen die dann auch Reli machen?



Also bei uns kannst du Kinder aus dem Reli Evangelischen oder sonstiges entfernen lassen.


Wenn du als Eltern nicht möchtest, obwohl sie Katholisch sind an dem Unterricht Teilzunehmen gibst du das Schriftlich in der Schule ab und dein Kind nimmt an diesen Unterricht nicht mehr teil.


Wobei ich das bei ihr nicht machen mußen meine Kurze hat in Reli eine 1 Heim gebracht :). Wohlgemerkt sie ist in der 4 Klasse
 
<---ein Zonikind, kein Religion, sonder Staatsbürgerkunde, auch super spannend, davon mal abgesehen.

Meine Kids haben auch alle Reli, aber ich finde dieses fach könnte man viel effektiver nutzen.
Schaden kann es auf keinen Fall, denn auch wenn jemand keiner Glaubesrichtung angehört so vermittelt es doch eine Menge über den Glauben an sich.
Mir persönlich würde es besser gefallen wenn dieser Unterricht sich auf alle Glaubensrichtungen beziehen würde. Also Werte und Normen aller Religionen vermittelt werden würde. Es gibt in Deutschland so viel Glaubensrichtungen, und unsere Kids haben nicht den leisesten Schimmer.
Wäre das Verständnis untereinander nicht viel besser, wenn man weiß warum Moslems kein schmutziges Fleisch essen, oder waren das Juden....und so weiter... Wäre es nicht auch für die Kinder viel leichter miteinander umzugehen und sich zu akzeptieren, wenn eine Basis, die Wissen beinhaltet, alles viel verständlicher macht?

Übrigens: Religion erscheint für viele eine Unterfach zu sein und es hat scheinbar keine große Bedeutung, das gilt für Musik und Kunst sicher auch, aber sind die Fächer nicht die Grundlage für eine anständige Allgemeinbildung?
Wäre es nicht schade wenn bestimmte Volkslieder einmal den Bach runter gehen, oder wenn keine Kind weiß wer der Maler mit dem abgeschnittenen Ohr ist? Sollten unsere Kids nicht wissen warum es Weihnachten wirklich gibt oder Ostern? Sollen sie nur durch materielle Zuwendung eine Bedeutung erkennen?