Du umschreibst Nächstenliebe als Produkt des Egoismus. Und das sehe ich nicht so. Eher als Notwendigkeit des Zusammenlebens (Mensch als Rudeltier)Ich sehe den Zusammenhang nicht zu meiner Aussage über Nächstenliebe?
Stelle ich auch nciht in Abrede. Nur ist es nicht massentauglich. Es gibt auch einzelgängerische Wölfe oder Wale, die als Wanderer umherziehen. Das ändert nichts an der Tatsache, das diese beiden Spezies grundsätzlich gesellige Tiere sind.Eremiten gab es schon immer. Allein schon diese Tatsache zeigt, dass ein solches Leben möglich ist.
Das mag für Einzelfälle stimmen, ändert aber nichts am Wesen des Menschen. Und das ist auf Gesellschaft ausgerichtet. Und ein Zusammenleben bedingt Regeln. Das ist in der Tierwelt so, das ist beim Menschen so. Mit der Erweiterung, das die Menschen aufgrund ihrer geistigen Fähigkeiten die instinktiven Regeln der Tierwelt um geistige, moralische Regeln erweitert haben. Diese können ihren Rahmen durch Religion erfahren oder durch Philosophie, auf jeden Fall sind sie logisch und für ein Zusammenleben unabdingbar.Und die menschliche Natur ist nicht unwandelbar. Was uns vom Rest der Tierwelt unterscheidet ist unsere Fähigkeit, mit unserem Geist unsere Natur zu überwinden - je weiter unser Geist sich entwickelt, desto weniger müssen wir unserer Natur folgen. Und dann wird es irgendwann endgültig möglich sein, dass jeder für sich allein bestehen kann.
Und "für sich allein bestehen" heißt in letzter Konsequenz, das du dich selbst versorgen, selbst heilen und selbst fortpflanzen können müsstest... Wenn das schlussendlich möglich wäre, bräuchten wir tatsächlich keine Götter mehr - wir wären selber welche. Aber allein aus logischer Überlegung und Geistiger Reife heraus ist das nicht möglich - ergo wird es immer zwischenmenschliche Kontakte geben und diese werden immer Regeln unterliegen.

, aber diesen Text habe ich verstanden. Ich bin genauso, ich bin ein Mensch mit diesen "Zwängen" (nach deinen Worten) und ich weiß, wie "schön" ich mir die Welt mache, weil ich es teilweise einfach nicht ertragen will, zu sehen, wie sie tatsächlich ist und auch wie die Menschen tatsächlich sind.