Soziales Union will schärfere Sanktionen für Arbeitsunwillige

och menno ... wozu hab ich denn dieses hochoffizielle Dokument verlinkt ... ?

§54 Seite 4 - Höchstgrenze für Umzugskostenbeihilfe



... na wenn das nicht himmlisch ist wenn einem Vater Staat den Umzug bezahlt ...

Das betrifft allerdings nur diejenigen, die Arbeitslosengeld I beziehen (SGB III) und ist außerdem eine "Kann"-Leistung, was wirklich erbracht wird, kommt da auf den Sachbearbeiter an.
 
@komerzhasi
du hast aber auch schon gelesen das in allen Paragraphen ein KöNNEN drin steht. Es muss nicht immer der volle Betrag sein, den man da "wieder herausbekommt".
Denn bei einigen Sachen muss man in Vorleistung gehen, um es dann spaeter aufgrund von Rechnung etc. zurueck zu bekommen.

Natürlich - das versteht sich schon von selbst das die Beträge 1. nachgewiesen und belegt werden müssen sowie 2. gedeckelt sind.

Das betrifft allerdings nur diejenigen, die Arbeitslosengeld I beziehen (SGB III) und ist außerdem eine "Kann"-Leistung, was wirklich erbracht wird, kommt da auf den Sachbearbeiter an.

Ich bin mir relativ sicher, dass es sowas auch für ALG2-Empfänger gibt ...
Irgendwo finde ich bestimmt auch dazu etwas ...

Bis dahin nehme ich die Aussage zurück, dass es für alle ALG-Empfänger gilt :mrgreen:
 
Diese News hat mich mal besonders interessiert...
Besonders das Thema, was ist zumutbar und was nicht?

Ich werf mal einen Blick in meinen Lebenslauf...
Von Thüringen zur Ausbildung und zum Arbeiten nach Berlin gezogen.
Dann arbeitslos, wieder zurück nach Thüringen.
Dann Job gefunden, nach Braunschweig gezogen.

Also, Umzug ist eindeutig zumutbar.

gruss kelle!
 
Muss ich insgesamt (Bier)Kelle (wieso eigentlich plötzlich (Bier) davor?) zustimmen.
Ich kenne auch den ein oder anderen Arbeitslosen um mich herum der sich standhaft weigert auch nur ein Stück wegzuziehen obwohl es da einen durchaus gut bezahlten Job für denjenigen gibt. Und ich kanns noch bei jemanden verstehen der 40 ist, hier Familie hat, die Kinder am besten in der Schule sind, hier ein Häuschen usw., aber die meisten die sich standhaft weigern sind Singel und haben keine direkten Verplichtungen.

Ich selbst bin insgesamt auch 4 mal umgezogen auf der Suche nach einer Arbeit bzw. weil ich bessere Angebote bekommen habe. Also was solls?
Ist zwar manchmal blöd, wenn man dann Familie und/oder Freunde nicht mehr so häufig sieht, aber eigentlich kein Argument.
 
inextremo lesen solltest du schon noch können,
ich schrieb muss mit deutlicher weniger auskommen. Und wer Arbeit ablehnt, ohne plausible Gründe muss nunmal "bestraft" werden.
Sonst kann ja jeder ankommen. Ab wann ist es für einen zu weit, ab 5km Entfernung ab 20km???
 
Das betrifft allerdings nur diejenigen, die Arbeitslosengeld I beziehen (SGB III) und ist außerdem eine "Kann"-Leistung, was wirklich erbracht wird, kommt da auf den Sachbearbeiter an.

Ich habe mir das SGB III gerade nochmal reingezogen ...

Berechtigte - lt. SGB III § 18 Langzeitarbeitslose

(1) Langzeitarbeitslose sind Arbeitslose, die ein Jahr und länger arbeitslos sind.

(2) Für Leistungen der aktiven Arbeitsförderung, die Langzeitarbeitslosigkeit voraussetzen, bleiben folgende Unterbrechungen der Arbeitslosigkeit innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren unberücksichtigt:

1. Zeiten einer aktiven Arbeitsförderung,

2. Zeiten einer Krankheit oder eines Beschäftigungsverbots nach dem Mutterschutzgesetz,

3. Zeiten der Betreuung und Erziehung aufsichtsbedürftiger Kinder oder der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger,

4. Beschäftigungen oder selbständige Tätigkeiten bis zu einer Dauer von insgesamt sechs Monaten,

5. Zeiten, in denen eine Beschäftigung rechtlich nicht möglich war, und

6. kurze Unterbrechungen der Arbeitslosigkeit ohne Nachweis.

(3) Ergibt sich der Sachverhalt einer unschädlichen Unterbrechung üblicherweise nicht aus den Unterlagen der Arbeitsvermittlung, so reicht Glaubhaftmachung aus.

Langzeitarbeitslose

Korrigiert mich bitte ... aber meiner Meinung nach ist auch ein ALG2-Empfänger ein "Berechtigter".

Demnach ...

SGB III § 53 Mobilitätshilfen

(1) Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende, die eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen, können durch Mobilitätshilfen gefördert werden, soweit dies zur Aufnahme der Beschäftigung notwendig ist.

Die Notwendigkeit ist wohl in den wenigsten Fällen strittig.

Im Falle des Umzugs als ALG2-Empfänger nicht zur Aufnahme einer Arbeit zahlt natürlich der Staat keine Beihilfe ... und das ist auch gut so.
 
inextremo lesen solltest du schon noch können,
ich schrieb muss mit deutlicher weniger auskommen. Und wer Arbeit ablehnt, ohne plausible Gründe muss nunmal "bestraft" werden.
Sonst kann ja jeder ankommen. Ab wann ist es für einen zu weit, ab 5km Entfernung ab 20km???

und ich sage er muss mit garnichts auskommen, ist halt einfach meine meinung ... leistungsgerechte bezahlung in perfektion, wer nichts leistet bekommt auch nichts (ausgenommen kranke und kinder).
[damit sind natürlich menschen gemeint, welche aus faulheit keinen job annehmen und davon gibt es mehr als man denkt]
 
Mal zum Thema fällt mir ein, dass es natürlich grober Unfug ist, die Schuld für falsche Poiltik und leere Staatskassen bei den Arbeitslosen abladen zu wollen. Glauben die Herren etwa noch immer, dass jeder Arbeitslose arbeitsfaul ist? Ich kenne genug ALG II-Empfänger, die schon seit Monaten nichts mehr von ihrer Agentur für Arbeit gehört haben. Vielleicht sollten sich mal ein paar Hartz IV Empfänger finden und eine Petition einreichen:

"Wir fordern, dass jeder Arbeitslose mindestens 1 Jobangebot pro Monat von der Agentur für Arbeit erhalten muss. Das Angebot muss der Ausbildung und Fertigkeiten des Arbeitslosen entsprechen und zumutbar sein. Wenn es keine entsprechend freien Stellen gibt, muss spätestens nach 3 Monaten eine Umschulungsmaßnahme angeboten werden. Bei Nichteinhaltung wird der Leistungssatz für den Monat des Versäumnisses verdoppelt."

Bin ja mal gespannt, wie viele Arbeitslose sich bald ein Haus auf Mallorca leisten können...

Gruß,
Photon
 
Seh ich auch so. Immer am selben Ort zu bleiben ist eine absolut veraltete Vorstellung.

Und was ist mit Familien bei denen beide im Niedriglohnsektor arbeiten? Papa arbeitet in Hamburg, Mama arbeitet in München und Kinder bleiben über der Woche bei Oma in Dresden? Und dann wundert man sich, dass die Deutschen immer weniger Kinder kriegen...

Cya Nightfire
 
Ich kenne genug ALG II-Empfänger, die schon seit Monaten nichts mehr von ihrer Agentur für Arbeit gehört haben.

... die Formulierung gefällt mir nicht ...
Klingt nach ... zu Hause sitzen und warten auf Post vom Amt.

Die Devise lautet : "Selber den Ar*** hochkriegen und sich kümmern".
Wenn man sich auf die Ämter verlässt ist man grundsätzlich verlassen.

"Wir fordern, dass jeder Arbeitslose mindestens 1 Jobangebot pro Monat von der Agentur für Arbeit erhalten muss. Das Angebot muss der Ausbildung und Fertigkeiten des Arbeitslosen entsprechen und zumutbar sein. Wenn es keine entsprechend freien Stellen gibt, muss spätestens nach 3 Monaten eine Umschulungsmaßnahme angeboten werden. Bei Nichteinhaltung wird der Leistungssatz für den Monat des Versäumnisses verdoppelt."

Nette Idee :mrgreen:
 
... die Formulierung gefällt mir nicht ...
Klingt nach ... zu Hause sitzen und warten auf Post vom Amt.

Die Devise lautet : "Selber den Ar*** hochkriegen und sich kümmern".
Wenn man sich auf die Ämter verlässt ist man grundsätzlich verlassen.
Absolut richtig!

Wenn jetzt aber jemand schon seit Monaten und Jahren seinen Arsch hochkriegt und trotzdem keinen (zumutbaren) Job findet, dann diesen Unsinn aus der Politik hört, der kommt sich zu recht verarscht vor. Und viel mehr kann es ja eigentlich aus der Sicht der Politik auch nicht sein. In solchen Fällen ist es immer gut den Spieß umzudrehen und den Schwarzen Peter dankend zurückzureichen :)
 
... die Formulierung gefällt mir nicht ...
Klingt nach ... zu Hause sitzen und warten auf Post vom Amt.

Die Devise lautet : "Selber den Ar*** hochkriegen und sich kümmern".
Wenn man sich auf die Ämter verlässt ist man grundsätzlich verlassen.
Es könnte ja auch heissen, dass sie sich sehr wohl ständig selber bewerben, eben weil das Amt sie dabei überhaupt nicht unterstützt, obwohl es dazu eigentlich auch verpflichtet wäre.

Nicht immer nur negativ interpretieren.

Marty
 
Und was ist mit Familien bei denen beide im Niedriglohnsektor arbeiten? Papa arbeitet in Hamburg, Mama arbeitet in München und Kinder bleiben über der Woche bei Oma in Dresden? Und dann wundert man sich, dass die Deutschen immer weniger Kinder kriegen...

Cya Nightfire

Bei Eltern ist die Zumutbarkeit zu 99,9% anders definiert als bei (jungen) Singles oder kinderlosen Paaren.

Und Negativbeispiele kann man immer an den Haaren herbeiziehen.

gruss kelle!
 
Es könnte ja auch heissen, dass sie sich sehr wohl ständig selber bewerben, eben weil das Amt sie dabei überhaupt nicht unterstützt, obwohl es dazu eigentlich auch verpflichtet wäre.

Nicht immer nur negativ interpretieren.

Angesichts hundertausender offener Stellen fällt mir das schwer ... ;)

Wie gesagt - ich pauschalisiere grundsätzlich nicht.
Nur werde ich in meiner Meinung durch etliche Kommentare und Äusserungen bestärkt, dass vielen Arbeitswilligen die Flexibilität fehlt.
 
Angesichts hundertausender offener Stellen fällt mir das schwer ... ;)
Dann müsste es ja ein leichtes für das Amt sein, diese "hundertausende offener Stellen" an den Mann zu bringen, indem man geeignete Arbeitslose anschreibt.

Aber vielleicht machen sie das nicht, weil genau diese offenen Stellen nicht zu den Arbeitslosen passen, was die benötigte Qualifikation angeht.

Marty
 
Dann müsste es ja ein leichtes für das Amt sein, diese "hundertausende offener Stellen" an den Mann zu bringen, indem man geeignete Arbeitslose anschreibt.

Aber vielleicht machen sie das nicht, weil genau diese offenen Stellen nicht zu den Arbeitslosen passen, was die benötigte Qualifikation angeht.

Das Problem ist [das wird auch von vielen Arbeitgebern bestätigt], dass Firmen ihre Stellenangebote bewusst nicht bei der Arbeitsagentur inserieren weil die Vermittlung ewig lange dauert und meistens die schlimmsten Kandidaten zur Vorstellung vermittelt werden.

Da sind Inserate in den einschlägigen Jobbörsen viel effizienter.
Komischerweise schauen dort wohl zu wenig Arbeitssuchende nach.

Guckt man mal in die FAZ, Die Zeit oder im Web bei Monster oder Stepstone finden sich hunderte Angebote auch für weniger qualifizierte Stellen.
 
Tja, das mag stimmen das dort einige Stellen gibt, aber Billiglohnsektor ist so gut wie gar nicht vorhanden. Und bei einigen Arbeitslosen, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, gibt es leider gar nicht mehr die Berufe, die die Personen vor etwa gut 20-25 Jahren erlernt haben, da im Zuge der Maschinisierung diese Berufe einfach gefallen sind. Nun ist man dann halt auf Jobs angewiesen die 1. keine grosse Erfahrung benoetigen (da nicht ueberall ein Arbeitgeber gewillt ist Leute "anzulernen") 2. aufgrund von 1 ist man dann jetzt sowieso nur noch ein Billiglohn-Kraft, also nur noch stellen im Billiglohn-sektor 3. mit Glueck bekommt man Umschulungsmassnahmen, die meist aber auch nur zeittotschlag-massnahmen sind, da man mit dem Zeug im nachhinein nichts anfangen kann (je nachdem was fuer Schulungsmassnahme ist).