Soziales Union will schärfere Sanktionen für Arbeitsunwillige

Und wo bitte entlastet es den Staat wenn er nun einen Arbeitslosen dahin vermitteln möchte und nicht einen Arbeitslosen vor Ort nimmt ?
Hast du den letzten Satz von mir ueberhaupt gelesen?
Natuerlich ist es ein Unding das nicht Arbeitslose gefragt werden die in der Naehe sich vielleicht befinden. Aber er hat vielleicht genau richtig dem Bewerbungsprofil gepasst, also warum ihn nicht anfragen ob er diese Stelle annehmen will.
Da habe ich dies genau reingeschrieben. Aber wenn es ein "Facharbeiter" ist der sonst als Arbeitsloser vor Ort nur sehr rar vor kommt, warum nicht andere arbeitslose Facharbeiter in Deutschland anfragen? Was spricht dagegen?
Vielleicht sind auch die Fach "Facharbeiter" vor Ort, zu alt oder passen andersweitig nicht ins Profil, warum dann nicht deutschlandweit nach arbeitslosen Facharbeitern schauen?

also ich verstehe nicht wie deine Argumentation ist. Und ja es hilft den Staat sich zu entlasten, ob nun ein arbeitsloser in Hamburg weniger wird oder in Unterfranken ist doch schnuppe. Hauptsache weniger Arbeitslose. Und in Hamburg niemand diesem Profil entspricht, warum net deutschlandweit suchen lassen.
 
Natürlich ist das der Fall wenn man das Beispiel nimmt, dass jemand wirklich als Facharbeiter geholt wird und es keinen anderen gibt der so gut ins Profil passt. Aber bei der Arbeitslosenqoute von Hamburg und deren Einwohnerzahl ist es schwer zu glauben das sie halt nicht selber über Facharbeiter in fast jedem Bereich verfügen.

Ich war glücklicherweise nie länger als 1 Monat auf das Arbeitsamt bis jetzt angewiesen, weil ich immer was gefunden habe wenn ich mich umorientiert habe. Aber die Erfahrungen die ich in kurzer Zeit mit dem Amt gemacht habe, zeugt nicht von vertrauen darüber das sie wirklich strategisch klug Arbeitsplätze vermitteln.
 
Mal ne kleine Anmerkung zum Thema "Verschärfung" von HartzIV:
Die beschriebenen Leistungskürzungen sind bereits von Anfang an Teil des Gesetzes gewesen, der entscheidende Unterschied ist, daß sie nach Ermessen des Sachbearbeiters verhängt werden können anstatt automatisch in Kraft zu treten, so wie es die Union jetzt möchte und wie es in anderen Ländern (nach deren Vorbild die Hartz-Gesetze ja gestaltet wurden) erfolgreich praktiziert wird.
 
Vielleicht ist er das ja ?! Weiss man es ? Er soll ja nicht sofort komplett umziehen ... für die Probezeit tut es meistens ein möbliertes Zimmer am Arbeitsort.
Da wir nix genaueres wissen, kann man eh nur spekulieren. Aber natürlich geht erstmal ein möbliertes Zimmer.
Also nochmal ... wo ist das Problem?
Ich weiß nicht, welche kosten der Staat noch übernimmt, aber für 'nen Hartz IV Empfänger 'nen Umzug und 'ne neue Wohnung (Miete, Kaution, notwenige Einrichtung) zu finanzieren, halte ich für problematisch.
Ich definiere Arbeit nicht als "Lebensinhalt" [vielleicht hab ich mich da etwas falsch ausgedrückt] ...
Bin ich auch nicht von ausgegangen (sonts wäre die Diskussion schon längst beendet. ;) ).
Wem aber Arbeitslosigkeit lieber ist um mit seinen Freunden und Familie zusammenzusein und sich dann beschwert keine Arbeit in der Provinz zu finden, brauch nicht heulen wenn ihm der Staat die Mittel streicht.
Ich finde, du machst es dir da zu einfach. Zum einen sehe ich es nicht als Problem an. Die Statistiken (Qualität und Quantität) zur "Wanderung" von Ost nach West oder Deutschland nach Holland, Österreich, Skandinavien bzw. Provinz in die Städte sprechen wohl eine deutliche Sprache. Zum anderen dürfte für den Großteil der Arbeitslosen aus der Provinz ein Umzug der Beginn eines Lebens als Wanderarbeiter sein. (Aus)Bildungsstand, Alter, Berufserfahrung usw. - alles Dinge, die vermutlich bedeuten, daß der Job keine Perspektive bietet.
 
Aber die Erfahrungen die ich in kurzer Zeit mit dem Amt gemacht habe, zeugt nicht von vertrauen darüber das sie wirklich strategisch klug Arbeitsplätze vermitteln.
Mensch, Wanne, alter brauner Kolleche! Datt wir mal einer Meinung sind... :mrgreen:

Vielleicht geht es in dem leidigen Spiel "profillierungssüchtiger Politiker macht Vorschlag - Aufschrei in der Bevölkerung" unter, aber Konzepte (insofern bei hartz IV überhaupt ein Konzept vorhanden ist) zur Optimierung der Arbeitsabläufe und besonders zur Vermittlung von Arbeit sind bei mir noch nicht angekommen. Vielleicht hätte da jemand was für mich.
Hab da aber so meine Zweifel, weil diese "Reform" nicht annähernd bewirkt hat, aus dem Arbeitsamt 'ne Arbeitsvermittlungsstelle zu machen. Stattdessen ist es eine Arbeitslosenverwaltungsstelle geblieben. Ist zumindest mein Eindruck, der zugegebener Maßen nur aus den Erzählungen aus dem Bekanntenkreis und sonstige indirekte Infoquellen beruht.
 
Ich weiß nicht, welche kosten der Staat noch übernimmt, aber für 'nen Hartz IV Empfänger 'nen Umzug und 'ne neue Wohnung (Miete, Kaution, notwenige Einrichtung) zu finanzieren, halte ich für problematisch.

Soweit ich weiss gibt es da von der ARGE Unterstützungszahlungen ...
In welcher Höhe müsste ich aber erst nachlesen ...

Ich finde, du machst es dir da zu einfach. Zum einen sehe ich es nicht als Problem an. Die Statistiken (Qualität und Quantität) zur "Wanderung" von Ost nach West oder Deutschland nach Holland, Österreich, Skandinavien bzw. Provinz in die Städte sprechen wohl eine deutliche Sprache. Zum anderen dürfte für den Großteil der Arbeitslosen aus der Provinz ein Umzug der Beginn eines Lebens als Wanderarbeiter sein. (Aus)Bildungsstand, Alter, Berufserfahrung usw. - alles Dinge, die vermutlich bedeuten, daß der Job keine Perspektive bietet.

Wie auch immer ... ich sehe es einfach pragmatisch.
Familiäre Bindungen können meiner Meinung nach keine Rechtfertigung sein, Jobs abzulehnen denn dann würde sich das System noch um einiges schlimmer im Kreis drehen als jetzt schon.

Wer Arbeit möchte kann in den heutigen Zeiten nicht erwarten, dass er sie 10 Minuten vom heimatlichen Wohnort entfernt vorfindet.
Das der Staat gewisse Ansprüche stellt und auch verlangt, den Wohnort zu wechseln halte ich für völlig legitim.
 
ganz genau ;)

sollten sie solange es möglich ist

nur glaub ich kaum, dass arbeitsunwillige für ihre kinder aufkommen können bzw. diese so erziehen um nicht auch so zu enden ... naja ist wie mit 'em klingelbeutel in der kirche, der ehrliche wirft die geldstücke rein und der nächste tauscht se gegen knöpfe ...
ich pfeif jedenfalls auf jegliche "sozialsysteme"... leider wird man vom staat dazu gezwungen.

schönen montag!
 
wie jetzt solange es möglich ist?
Dann soll Papa Staat wida helfen, nee du mein lieber, dann entweder arbeit suchen oder in den sauren Apfel beissen und sehr viel weniger bekommen, wenn man immernoch nicht drauss gelernt hat
 
nur glaub ich kaum, dass arbeitsunwillige für ihre kinder aufkommen können bzw. diese so erziehen um nicht auch so zu enden ...

da hast du wohl leider in vielen Fällen recht, allerdings wäre das trotzdem wohl eine der effektivsten Methoden um Arbeitsunwillige zum arbeiten zu bringen, denn dann wäre wohl auch die Familie sehr interessiert dran das derjenige wieder Arbeit findet ;)

dabei fallen allerdings Familien durch in denen überhaupt niemand nen wirkliches Einkommen hat ...denen sollte man natürlich auch helfen, und zwar hauptsächlich "helfen sich selbst zu helfen"


wie jetzt solange es möglich ist?
Dann soll Papa Staat wida helfen, nee du mein lieber, dann entweder arbeit suchen oder in den sauren Apfel beissen und sehr viel weniger bekommen, wenn man immernoch nicht drauss gelernt hat

wir leben immernoch in nen Sozialstaat und das ist auch gut so und da wird den schwachen nurmal geholfen, allerdings finde ich auch das die Hilfe zu sehr auf "einfach nur Kohle abliefern und ansonsten lieber in Ruhe lassen" aufgebaut ist....bin da wie gesagt eher für den "helfen sich selbst zu helfen " Weg
 
Ich denke auch man sollte wirklich gut unterscheiden unter arbeitsunwillige und andere die sich bemühen. ich finde es auch ok wenn das a-amt einen anschreibt wegen einer arbeit so weit weg, aber ich würde es auch net ok finden wenn se dann drauf beharren und man net mag aus solchen gründen wie schon beschrieben oder dann sogar ne eigene familie dran hängt, zb. lebenspartner und kinder. finde es bewunderns wert für dir die es trotzalledem wahrnehmen. doch man fragt sich da ja auch warum man noch etwas ausfüllen muss wo man schreibt welche arbeitszeit man machen würde als was und in welcher entfernung. und auch ich habe im bekanntenkreis schon erlebt das wenn mal ein angebot kam, etwas war was garnicht zum profil zur entfernung und und und... passte. also wenn verschärfung, dann auch da wo es angebracht ist. zb. da wo keiner mal solche bewerbungen vorweist oder so. mein ex hatte jetzt auch mal wieder ein angebot, montage arbeit, sofort beginnen und hinkommen, ohne bewerbung! unterkunft, fahrt und verpflegung selbst zahlen und anfangs bekäme er 7 euro pro stunde. lol schon sehr seltsam.



ach ja zu dem einen der nicht genau wusste was man beim umzug bekommt. einmalig erstaustattung, hat man es weg wars das, kaution bekommt man net, jedenfalls wars bei mir so. dann umzugskosten und alle anderen zuschüsse nur wenn man bis dahin weniger miete bezahlt hat als wie man bekommen würde, das heißt wenn noch net ausgeschöpft. so wurde es mir jetzt erklärt. also hilfe vom amt beim umzug, naja net wirklich.
 
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wir leben immernoch in nen Sozialstaat und das ist auch gut so und da wird den schwachen nurmal geholfen, allerdings finde ich auch das die Hilfe zu sehr auf "einfach nur Kohle abliefern und ansonsten lieber in Ruhe lassen" aufgebaut ist....bin da wie gesagt eher für den "helfen sich selbst zu helfen " Weg
@Loshai
Den schwachen helfen heisst aber nicht, den Leuten das Geld hinterher zu schmeissen und wenn ne Jobmöglichkeit besteht und er absagt, das am besten noch mit nem zuschlag honorieren. Wer Arbeit ablehnt, und darum ging es mir, der muss mit weniger auskommen. So sehe ich es nunmal.
Und das ist auch das was ich geschrieben habe. Wer net daraus lernt vielleicht doch mal den A.... zu bewegen, hier ist es ja nur erstmal eine Bewerbung, der hat es noch verdient genauso viel Unterstützung zu bekommen, wie jener der sich um Arbeit kümmert.
 
ach ja zu dem einen der nicht genau wusste was man beim umzug bekommt. einmalig erstaustattung, hat man es weg wars das, kaution bekommt man net, jedenfalls wars bei mir so. dann umzugskosten und alle anderen zuschüsse nur wenn man bis dahin weniger miete bezahlt hat als wie man bekommen würde, das heißt wenn noch net ausgeschöpft. so wurde es mir jetzt erklärt. also hilfe vom amt beim umzug, naja net wirklich.

... dann hättest Du Dich aber vorher besser mal schlau machen sollen als jetzt im Nachinein in die Röhre zu schauen ... ;)

Ich hab mal gesucht und genau das hier (pdf der ARGE) gefunden.

Umzugskosten werden bis zur Höhe von 4500 Euro bezahlt.
Zusätzliche Leistungen (Fahrtkosten, Trennungskosten bzw. doppelter Haushalt ...) werden ebenfalls bezahlt ...

Wenn ich das so lese sind das ja paradiesische Zustände in unserem ach-so-armen Land ...
 
och menno ... wozu hab ich denn dieses hochoffizielle Dokument verlinkt ... ? §54 Seite 4 - Höchstgrenze für Umzugskostenbeihilfe
'tschuldigung, die Suche hat nix ausgespuckt. Aber danke für den hinweis.
... na wenn das nicht himmlisch ist wenn einem Vater Staat den Umzug bezahlt ...
Natürlich ist es nett, wenn der Staat das einen bezahlt, aber wie schon geschrieben, nur der kleinere Teil (gut sprich ausgebildete) werden davon profitieren können.
 
@komerzhasi
du hast aber auch schon gelesen das in allen Paragraphen ein KöNNEN drin steht. Es muss nicht immer der volle Betrag sein, den man da "wieder herausbekommt".
Denn bei einigen Sachen muss man in Vorleistung gehen, um es dann spaeter aufgrund von Rechnung etc. zurueck zu bekommen.
 
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