Soziales Union will schärfere Sanktionen für Arbeitsunwillige

News-Bot

klamm-Bot
25 April 2006
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Folgende News wurde am 07.10.2006 um 11:00:45 Uhr veröffentlicht:
Union will schärfere Sanktionen für Arbeitsunwillige
DPA-News

Hamburg (dpa) - In der Union gibt es nach Informationen der «Financial Times Deutschland» neue Forderungen nach Leistungskürzungen für arbeitsunwillige Hartz-IV-Empfänger. «Ein Teil der Hilfebezieher erhält Leistungen zu Unrecht. Das muss sich ändern», zitiert die Zeitung aus einem internen Papier von CDU/CSU.Dazu seien eine «Verschärfung der Kontrollen» und eine «Ausweitung der Sanktionen» nötig. Konkret schlage die Union vor, dass für Empfänger von Arbeitslosengeld II die Sozialleistungen ...
 
Ist doch schon lange überfällig! So lässt sich natürlich auch leben:

https://www.n24.de/news_stories/article.php?articleId=70634

Leistungsverweigerer schaden der Allgemeinheit und Leben auf deren Kosten und zwar illegal. -> Gegen den Sozialbetrug muss hart vorgegangen werden.
Ich habe natürlich nichts gegen anständige Bürger die keine Arbeit finden, aber wenn sich jemand ein Leben lang aufs Sofa legt und andere für sich arbeiten lässt muss soetwas verhindert werden.

NXM
 
ja das sind unsere Werte: konsumiere und arbeite soviel wie möglich und sei neidisch auf den der mehr hat als du und auf die die paar unberechtigten Geldempfänger die vielleicht 50 cent von Deinen 500 Euro monatlichen Steuern erhalten :-?


Für mich ist das Wahlkampf und kein Versuch irgendein Problem zu lösen, ich denke wir haben wichtige Probleme die eher dran sein müssten ?!
 
Die wären? Haushalt in Ordnung bringen?
Da passt das ja dann schon.

das wär ja mal was, aber den will doch niemand in Ordnung bringen der soll ja immer nur schön unter 3 % Neuverschuldungsgrenze gehalten werden -.-

ne meine persönliche Liste was in Ordnung gebracht werden sollte wird hier OT *g*
 
[N] Erst einmal keine weiteren Sanktionen für arbeitsunwillige Hartz-IV-Empfänger

Folgende News wurde am 15.10.2006 um 08:25:00 Uhr veröffentlicht:
Erst einmal keine weiteren Sanktionen für arbeitsunwillige Hartz-IV-Empfänger
SternShortnews

Bundeskanzlerin Merkel hat durch ihren Kanzleramtsminister mitgeteilt, dass eine weitere Verschärfung der ALG-II-Regelungen vorerst nicht in Frage käme. Zunächst einmal müsse abgewartet werden, wie die neuen Regelungen, die ab Januar gelten, und Arbeitslosen, die Jobangebote ablehnen, mit drastischer Kürzung ihrer Bezüge drohen, sich bewähren würden. Damit kam das Kanzleramt auch Forderungen der CSU nicht nach, die in solchen Fällen, dass die Annahme zumutbarer Arbeit verweigert werde, eine ...
 
Moin!

Diese News hat mich mal besonders interessiert...
Besonders das Thema, was ist zumutbar und was nicht?

Ich geb euch mal ein kleines Beispiel:

Ich bin (leider) auch Hartz-IV empfänger und bekomm von den zuständigen Leuten keine Jobangebote mitgeteilt. Ist auch nicht weiter schlimmt, ich such mir eh liebner selbst was, leider nur immer absagen dabei...

Vor einiger Zeit jedoch wurde mir ein Job vorgeschlagen... Als was weis ich nicht mehr, aber es war in Hamburg... So nebenbei: Ich wohne in Bayern (Unterfranken) Könnt euch ja ausrechnen wie weit das ist...

Ich also gleich bei denen angerufen und gefragt ob da ein Missverständniss vorliegt. Antwort war nur: Nein, wir bitten Sie darum, sich dort zu bewerben...

Als ich sagte, dass sit mir zu weit, ich kann ja nicht jeden Tag über 1000km fahren meinten die, es wäre Ihnen schon bewusst, ich soll halt dorthin ziehen wenn es klappt.

Also das finde ich eine Frechheit...

Sagte dann, nein, das werde ich keinesfalls tun und habe das Gespräch beendet. Anschließend bekam ich ein schreiben für eine Vorladung...

OK, ich nehm den Termin war und was wird mir mitgeteilt? Wenn ich mich nicht dort bewerbe, also das verweigere, wird mir mein Zuschuss gekürzt... Hey, sorry, aber dann hab ich erstmal Terror geschoben... Es kann doch nicht angehen, dass ich dorthin ziehen soll, aus allen Verhältnissen hier gerissen werde, obwohl es dort bestimmt auch Arbeitslose gibt? Was ist denn mit denen? Ich hab ihm das genauso mitgeteilt, kam aber keine klare Antwort.

Daher hab ich den Termin beendet (Was ich normalerweise nicht mache) und habe diesem netten Herren mitgeteilt, wenn was gekürzt wird, da ich immernoch "verweigern" werde, ich einen Rechtsanwalt hinzuziehen werde.

Glücklicherweise kam daraufhin nie wieder sowas und es gab auch keine Kürzung...

Kann man dies schon als Unzumutbar oder doch noch als Zumutbar ansehen? Tatsache ist doch, wie ich schon erwähnt habe, dass es dort auch Arbeitslose gibt, die NICHT umziehen müssten...

Gruß
Bulls
 
Von Dir wurde in erster Linie verlangt, dass Du Dich auf die Stelle bewirbst.
Vom Umziehen kann bei einer Bewerbung erstmal keine Rede sein.

Es sei denn der Job wäre Dir schon vor der Bewerbung sicher.

Wenn Dich die Firma genommen hätte ... warum nicht nach Hamburg umziehen ???
Das schöne Sprichwort mit dem Berg und dem Propheten gilt auch heute noch.
 
Klar wurde in erster Linie nur die Bewerbung verlangt. Aber was sollte daraus resultieren? Genau, dass ich gegebenenfalls genommen werde. Und dann? Dann müsste ich doch umziehen...

Und warum nicht umziehen? Nunja, es sind soziale Kontakte die verloren gehen würden, wie Familie etc. Das geb ich sicher nicht auf. Klar, besuchen kommen kann man immernoch, aber ich habe schon einen engen Kontakt zu meiner Mutter, Schwester etc. Aber so?

Hinzukommt, dass ich es ja verstehen würde dass der Staat eingreift wenn ich zuviel kosten würde, wegen Wohnung/MIete was weis ich. Aber genau das fällt hier ja auch nicht an. Wohne im ehemaligen Elternhaus komplett Mietfrei, nur Nebenkosten, und die sind absolut nicht hoch...

Das sind so die Gründe warum ich hier nicht weg möchte.

Es gibt solche und solche. Bestimmt macht es jemandem anderes nichts aus wegzuziehen, was neues anzufangen, aber auch nicht jeder. Und ich finde, so etwas sollte auch berücksichtigt werden und nicht mit in die Schublade "Arbeitsverweigerer"
 
Genau das ist aber das Problem ...
Wenn jeder der ausserhalb grösserer Ballungsräume wohnt und arbeitslos ist, nicht bereit ist woanders hinzuziehen um Arbeit zu finden, wirds auch nix ...

Man verpflichtet sich schon beim Antrag auf ALG1, dass man flexibel innerhalb Europas nach Jobs sucht.

Also wo ist das Problem ?

Familiäre Bindungen sind natürlich wichtig aber was nützen die ohne eine Beschäftigung [und damit auch Lebensinhalt]?
Trotzdem kannst Du nicht verlangen, dass der Staat familiäre Bindungen auf Kosten offener Stellen "sponsort".
 
Genau das ist aber das Problem ...
Wenn jeder der ausserhalb grösserer Ballungsräume wohnt und arbeitslos ist, nicht bereit ist woanders hinzuziehen um Arbeit zu finden
Dieses Problem gibt's aber nicht annähernd, wenn man sich die "Bevölkerungsströme" anschaut.
Also wo ist das Problem ?
In diesem speziellen Falle: Was muß Bullseye für ein Spezialist sein, daß die Firma erst in über 500km Entfernung fündig wird!?

Allgemein: Arbeitsplatzgarantien gibt's nicht mehr - dafür alles aufgeben!? Nach dem Schlafen verbringt man die meiste Zeit auf Arbeit. 'ne Probezeit dient dazu, dass man schaut, ob das zusammenspiel mit der Firma klappt. Zum Testen erstmal komlett umziehen!? Und sicherlich fällt er dann aus der Statistik raus, aber der Region, wo er herkommt, geht ein Konsument verloren...
 
Also wo ist das Problem ?

Ich glaub das Problem liegt bei dir ? Wie er schon geschrieben hat, Hamburg hat doch eigene Arbeitslose, welche nicht umziehen müssten. Und sofern er wirklich nicht ein absouter spezialist auf einem Gebiet ist den man nirgends anders findet ist das einfach eine unverschämtheit ihn zum umziehen zwingen zu wollen. Du definierst ja in deinem Text weiterhin die Arbeit als Lebensinhalt, schonmal was von Freunde,Familie und Heimatverbundenheit gehört ? Denke Arbeit ist zum beschaffen von Geld da, aber sollte doch nicht den Lebensinhalt eines Menschen wiederspiegelen.

Also ich finde das ist nicht zumutbar, Menschen aus ihrer gewohnten Umgebung zu ziehen ohne das da nutzen hinter steckt. Ich finde du hast da richtig gehandelt indem du abgelehnt hast.
 
Die Bevölkerung dieses Landes beziffert sich heute auf ca. 80
Millionen Menschen. Davon sind 44 Millionen bereits Rentner.
Es bleiben also ganze 36 Millionen, um die ganze Arbeit zu
verrichten.

Zählt man noch 15 Millionen Kinder, Schüler und Studenten ab,
verbleiben noch ganze 21 Millionen. Allerdings sind da noch 4
Millionen Arbeitslose und ein Heer von 15 Millionen Beamter die
kaum etwas tun.

Es bleiben also noch 2 Millionen Menschen übrig,
um die ganze Arbeit zu verrichten. 1 Million befindet sich im
Militärdienst und 500.000 in Spitalpflege.
Dann sind da noch 499.998 die im Gefängnis einsitzen. Damit bleiben
nur noch zwei armselige Trottel um die ganze Arbeit zu schaffen:

DU und ICH !

halte ich für passend :ugly:
schönen sonntag!
 
Vor einiger Zeit jedoch wurde mir ein Job vorgeschlagen... Als was weis ich nicht mehr, aber es war in Hamburg... So nebenbei: Ich wohne in Bayern (Unterfranken) Könnt euch ja ausrechnen wie weit das ist...
Manchmal sind da Pappnasen dabei, das ist unglaublich. Mach es doch so: Bewirb Dich, aber mit einer schlechten Bewerbung (man muss ja sparen). Die Absage lässt Du dem Amt zukommen und fertig.

Wenn Du nun Astronaut wärst, dann könnte ich verstehen, dass man einen solchen Umzug in Kauf nehmen müsste, aber als normaler Arbeitnehmer... als wenn es in Hamburg keine Arbeitslosen gäbe, die diesen Job machen könnten... aber die müssen sich wahrscheinlich in Unterfranken bewerben.

Marty
 
In diesem speziellen Falle: Was muß Bullseye für ein Spezialist sein, daß die Firma erst in über 500km Entfernung fündig wird!?

Vielleicht ist er das ja ?! Weiss man es ?
Egal ob es in Hamburg Arbeitslose gibt, die den Job machen "könnten" kann die Arbeitsagentur von ihm verlangen, dass er sich bewirbt.

Allgemein: Arbeitsplatzgarantien gibt's nicht mehr - dafür alles aufgeben!? Nach dem Schlafen verbringt man die meiste Zeit auf Arbeit. 'ne Probezeit dient dazu, dass man schaut, ob das zusammenspiel mit der Firma klappt. Zum Testen erstmal komlett umziehen!? Und sicherlich fällt er dann aus der Statistik raus, aber der Region, wo er herkommt, geht ein Konsument verloren...

Er soll ja nicht sofort komplett umziehen ... für die Probezeit tut es meistens ein möbliertes Zimmer am Arbeitsort.

Also nochmal ... wo ist das Problem?

Ich definiere Arbeit nicht als "Lebensinhalt" [vielleicht hab ich mich da etwas falsch ausgedrückt] ...
Wem aber Arbeitslosigkeit lieber ist um mit seinen Freunden und Familie zusammenzusein und sich dann beschwert keine Arbeit in der Provinz zu finden, brauch nicht heulen wenn ihm der Staat die Mittel streicht.

Wie gesagt ... beim Antrag zum ALG1 unterschreibt heute schon jeder, dass er sich verpflichtet europaweit nach einem Job zu suchen.
 
Wie gesagt ... beim Antrag zum ALG1 unterschreibt heute schon jeder, dass er sich verpflichtet europaweit nach einem Job zu suchen.

Tut man das ? Also ich habe gerade solch einen Antrag ausgefüllt. In dem Antrag für ALG1 ist nichts davon zu lesen. Im ANtrag zur Vermittlungsfähigkeit den ich auch bekommen habe und vor dem ersten Gespräch mit einem Sachbearbeiter ausfüllen muss konnte ich widerum angeben ob ich nun eine Stelle suche in speziellen Städten, Bundesweit, europaweit und in welcher entfernung zum Wohnort ich mich bewegen möchte. Nur das habe ich unterschrieben und wundere mich grad drüber in welchem Land du leben musst, das du so etwas unterschreiben musstest ????
 
Also es ist ja mal eine Seltenheit, aber ich muss komerzhasi, vollkommen Recht geben.
Ich hatte vor kurzen genau das selbe Gespraech mit meiner Schwester, ich wohne in der Lausitz in ner Gegend wo Arbeitslosigkeit bei 24-30% angesiedelt ist.
aber trotzdem will meine Schwester nicht weg wegen ein persoenlichen Verbindungen, sie koennte mit ca.80% Sichrheit in der Naehe von Sttutgart (Cousine) eine Ausbildung anfangen und kostenguenstig dort wohnen.
aber nein wegen ihrer soz. Verbindungen moechte sie es !noch nicht eingehen.

also ich kann verstehen das unmut gross darueber ist, soweit auf einmal von seiner Familie getrennt zu sein. Aber wenn man gleichzeitig auf Hilfe von aussen angewiesen ist, finde ich es als Frechheit nicht einmal die Chance zu nutzen, sich von dieser Hilfe zu trennen.

Natuerlich ist es ein Unding das nicht Arbeitslose gefragt werden die in der Naehe sich vielleicht befinden. Aber er hat vielleicht genau richtig dem Bewerbungsprofil gepasst, also warum ihn nicht anfragen ob er diese Stelle annehmen will.
 
also ich kann verstehen das unmut gross darueber ist, soweit auf einmal von seiner Familie getrennt zu sein. Aber wenn man gleichzeitig auf Hilfe von aussen angewiesen ist, finde ich es als Frechheit nicht einmal die Chance zu nutzen, sich von dieser Hilfe zu trennen.

Und wo bitte entlastet es den Staat wenn er nun einen Arbeitslosen dahin vermitteln möchte und nicht einen Arbeitslosen vor Ort nimmt ? Ob nun staatliche Gelder für Arbeitslosen a ausgegeben werden oder für den anderen Arbeitslosen in dem anderen Ort ist doch das selbe. Natürlich sollte man sich nicht nur auf dem Land bewerben, aber sicherlich gibt es auch im umkreis von 30 - 50 kilometer ein Ballungszentrum zu fast jeder provinz wo man sich bewerben kann ohne gleich seine wurzeln aufzugeben.
 
Wer sagt denn, das er wirklich ins Profil passte, mein Bekannter sollte sich letztens auf eine Stelle als Packer im Großhandel bewerben, mit einem verkrüppelten Arm ( Hand direkt an der Schulter angewachsen) , also ich glaube nicht, das er genau ins Profil passte:biggrin:
Allerdings gerade wenn man ledig ist, sollte man ein wenig flexibel sein und was spricht gegen eine Bewerbung? Wieviele Familien wandern gerade wegen der wirtschaftlichen Situation aus und was geben diese Leute alles auf?
Das bestimmt auch in Hamburg Arbeitslose für diese Stelle zu finden sind steht ausser Frage, aber immerhin, er hat schon mal ein Angebot bekommen, das passiert nicht vielen, meistens heißt es : Kommen sie später wieder!!:biggrin: