Jeder der die Aufregung nicht versteht, ist naiv.

Interessante Feststellung. :biggrin:
Dann sollte ich wohl meinen Job als Softwareentwickler an den Nagel hängen ...

Daten die gezielt irgendwo gespeichert werden entwickeln ein unkontrolliertes Eigenleben.

Auf welchen Kinofilm willst Du hinaus ?

... und schon befinden sich die Daten in anderen Datenbanken auf die Leute zugreifen können, die es normaler weise nicht sollen.

Das ist eine interessante These ... wie weit sind wir davon heute entfernt ?
Die Antwort ist simpel ... wir haben diesen Punkt längst überschritten.

Beispiel 1:
Du möchtest einen Kredit aufnehmen. Die Bank lehnt ab, sie hat festgestellt du hast einige Male mit einem Schuldenberater telefoniert.

Wozu soll eine Bank sich diesen Aufwand machen wenn Deine Kreditwürdigkeit heute schon an Kriterien (Scores) festgemacht wird, die Dir weder bekannt sind noch das Du auf diese Einfluss hättest.

Beispiel 2:
Du suchst einen neuen Job. Du bekommst ihn nicht. Dein potentieller Chef hat erfahren, wie oft du dich in letzter Zeit beim Arzt aufgehalten hast (hierzu verwendet er Daten die"irgendwie" aus der Zentralen Datenbank der e-Card in Umlauf geraten sind)

Möglicherweise hat der Chef aber auch über die gespeicherten Daten über meine Telefongespräche herausbekommen, wie oft ich Termine mit diesem Arzt gemacht habe.
Daraufhin hat er den Praxis-PC des Arztes über den Bundestrojaner angezapft und sich meine Krankenakte kopiert ... :biggrin:

Möglicherweise hat ihm diese Informationen aber auch eines der Aliens geflüstert, die 1947 in Roswell abgestürzt sind ...

Du siehst ... Hypothesen und Prognosen lassen sich immer finden - so blöde sie auch auf den ersten Blick scheinen. ;)

Beispiel 3:
Dein Briefkasten läuft mit Werbung von Firmen über, von denen du noch nie was gehört hast. Hinzu kommen ständige Werbeanrufe, dein email Postfach ist noch mehr mit Spam zugeschüttet als es eh schon immer war.

Das passiert heute schon in vollem Maße.
Vielleicht aber bekomme ich zukünftig speziell auf mich zugeschnittene Werbung ? ;)

Ja, einige Beispiele sind drastisch dargestellt und kommen vielleicht in der Wirklichkeit auch nie vor. Aber man muss es ja nicht erst riskieren.

Demnach sollte man auch nicht bei Vollmond in der Kiesgrube baden gehen ...
Nix riskieren - man könnte ertrinken.

Macht man dem Gesetzgeber heut ein kleines Zugeständnis, jagt er in ein paar Jahren das nächste Gesetz durch den Bundestag, was die Persönlichkeitsrechte noch mehr beschneidet.Schließlich war man ja damals für ne "kleine" Anpassung der Gesetze, also warum auch nicht diesmal?

Man sollte dem Gesetzgeber pausenlos auf die Finger schauen - soweit stimme ich Dir zu.
Man sollte aber eine paranoide Panik auf Basis von Schreckensprognosen nicht in den Vordergrund stellen.

Die nächste Regierung wird Gesetz sicherlich nicht kippen. Es haben nur Abgeordnete der CDU/CSU sowie SPD zugestimmt. Da einer dieser Parteien, warum auch immer, sicherlich wieder die nächste Regierung stellen wird, ändert sich da nix.

Wenn die Masse des deutschen Wählervolkes von ihren Rechten Gebrauch machen würde wäre das sogar 1000x wahrscheinlicher als die von Dir o.g. Beispiele.

Und außerdem, hast du ne Ahnung wie viele Daten in 2 Jahren über dich gesammelt wurde?

Nein. Du vielleicht ?
 
Ok, dann wolln wa mal.
Interessante Feststellung. :biggrin:
Dann sollte ich wohl meinen Job als Softwareentwickler an den Nagel hängen ...
Als Softwareentwickler sollte man erst recht nicht naiv sein, wohl aber sich in die Naivität der späteren Anwender reinversetzen können


Auf welchen Kinofilm willst Du hinaus ?
Nennt sich "Das Reale Leben" und läuft 24h am Tag 7 Tage die Woche (und manchmal ein bisschen länger :D)

Das ist eine interessante These ... wie weit sind wir davon heute entfernt ?
Die Antwort ist simpel ... wir haben diesen Punkt längst überschritten.
Um so schlimmer.

Wozu soll eine Bank sich diesen Aufwand machen wenn Deine Kreditwürdigkeit heute schon an Kriterien (Scores) festgemacht wird, die Dir weder bekannt sind noch das Du auf diese Einfluss hättest.
Ich habe keine Ahnung an welchen Kriterien sie es festmachen, aber ich habe was dagegen wenn sie dazu Daten verwenden, deren Recherche ich nicht zugestimmt habe.

Möglicherweise hat der Chef aber auch über die gespeicherten Daten über meine Telefongespräche herausbekommen, wie oft ich Termine mit diesem Arzt gemacht habe.
Daraufhin hat er den Praxis-PC des Arztes über den Bundestrojaner angezapft und sich meine Krankenakte kopiert ... :biggrin:
Er brauch nicht den Bundestrojaner verwenden. Es reicht auf den vonmir bereits genannten Zentralserver zuzugreifen

Möglicherweise hat ihm diese Informationen aber auch eines der Aliens geflüstert, die 1947 in Roswell abgestürzt sind ...
Wenn dann denke ich eher, von einem Zeitreisenden der sich an den "Anhalter" gehalten hat *lol*

Du siehst ... Hypothesen und Prognosen lassen sich immer finden - so blöde sie auch auf den ersten Blick scheinen. ;)
Klar ist dies so. Man muss aber abwegen können, welche Hypothesen mit dem realen Leben vereinbar sind und welche nun wirklich Humbug sind.

Das passiert heute schon in vollem Maße.
Vielleicht aber bekomme ich zukünftig speziell auf mich zugeschnittene Werbung ? ;)

Dann sind von dir bereits zu viele Daten im Umlauf. In meinem Postkasten landet lediglig die Werbung vom Discounter nebenan, Telefonanrufe hab ich noch nie bekommen, und die Spams in meinem email-Kasten sind darauf zurückzuführen, dass ich durch meine Vereinsarbeit gezwungen bin eine email-Adresse auf der Internetpräsentation anzugeben.

Demnach sollte man auch nicht bei Vollmond in der Kiesgrube baden gehen ...
Nix riskieren - man könnte ertrinken.
Das meinte ich ein Stück weiter oben mit abwegen was Humbug ist und was nicht.

Man sollte dem Gesetzgeber pausenlos auf die Finger schauen - soweit stimme ich Dir zu.
Na ist doch mal was :)

Man sollte aber eine paranoide Panik auf Basis von Schreckensprognosen nicht in den Vordergrund stellen.
Man sollte dies tun um andere Menschen auf diese Thematik hinzuweisen, leider gibt es sowas wie den Mob der nur auf Schlagzeilen à la BILD anspringen. Anschließend kann man anfangen auf Fakten basierend zu diskuttieren.

Wenn die Masse des deutschen Wählervolkes von ihren Rechten Gebrauch machen würde wäre das sogar 1000x wahrscheinlicher als die von Dir o.g. Beispiele.
Schön wär's ja. Vielleicht geh ich bei der nächsten Wahl ja mal von Haustür zu Haustür und weis drauf hin das heut Wahl ist, und wenn die Person nicht wählen geht ihr mit sofortiger Wirkung das BILD-Abonnement gekündigt wird.

Nein. Du vielleicht ?
Nein, aber ich fürchte viel zu viele.

Tobias
 
Ob nun wahrscheinlich oder nicht ... Du hast eine Stimme bei der Wahl und hast in diesem Staat das Recht [und meiner Meinung nach auch die Pflicht], die Leute zu wählen die Dir genehm sind.

Ich gehöre zu den Leuten, die ihre Stimme auch abgeben. Letztendlich verstehe ich auch irgendwo die Nicht-Wähler. Man kann wählen was man will - letztendlich ändert sich kaum etwas - jedenfalls nicht genug. Auf der anderen Seite wird man nie eine andere Partei "an der Macht" haben außer CDU oder SPD oder sogar beide, wenn alle so denken.

Da ich zu der Fraktion gehöre, die sich über die Vorratsdatenspeicherung zwar Gedanken macht, die Tatsachen aber weniger dramatisiert und den Teufel an die Wand malt, wollte ich mit diesen "Alternativen" all die jenigen konfrontieren, die heute schon meinen unter dem "Überwachungsstaat" zu leiden. ;)

Wenn man zulässt, dass dieses Gesetz durchgesetzt wird, ist das echt ein Armutszeugnis für ganz Deutschland. Das ist wieder ein Stück Freiheit, was die Mehrheit der Deutschen einfach widerstandslos abgibt. Unbegreiflich...
 
Das schlimme ist eben, dass der Großteil der Menschen (die auch nicht wirklich aktiv im Internet sind) sich da gar keine Gedanken drüber machen, zu was das führen kann/wird... von daher eben das tolle Argument "ich hab nix zu verbergen" -.-

Und der Teil der Wählerschaft, der sich denkt "ist ja noch alles halb so wild, Zugriff ist ja streng geregelt und bla-etc." - schön wäre es.
Nach so Aktionen wie der Maut-Sache und ähnlichem sollte einem klar sein, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis die "eh schon vorhandenen Daten" dann ja "praktischerweise" auch noch zur Verfolgung von mittelschweren leichten VerbrechenVergehen genutzt werden können. Wäre ja sonst eine Verschwendung der Millionen-euro-teuren Infrastruktur. Und dass man bei der Einführung gesagt hat, dass man es dafür nicht nutzt, das weiß ja dann eh keiner mehr.
 
Ich will unter keinen Umständen das demnächst gespeichert wird wann ich mit wem, wie lange telefoniere, wem ich wann eine email schreibe. Und schon gar nicht will ich das der Standort meines Handys bei einem Telefonat ermittelt und gespeichert wird. Und eine scheinheilige Begründung der Polizei, Nachrichtendienste, ausländische Behörden wird sich sicherlich immer sehr schnell finden warum sie nun auf diese Daten zugreifen dürften.

Das ist sachlich falsch. Man sollte sich erst einmal klar werden über was man redet. Niemand wird wissen wann finswimmer mit wem telefoniert hat, sondern wann eine bestimmte Nummer mit einer anderen Nummer verbunden war. Das ist schon mal ein großer Unterschied.

Diese Daten werden übrigend zum Teil schon recht lange erhoben, deine IP wurde derzeit halt nur 3 Monate gespeichert nun 6, wen du angerufen hast, könnte man auch vorher nachvollziehen, seh ich anhand eines Einzelverbindunsnachweises jeden Monat selbst. Wann, wie lange, welche Nummer wurde angerufen.

Die Nachrichtendienste interessieren sich für dich, wahrscheinlich genauso stark, wie die Polizei die alle 2 Wochen bei dir eine Hausdurchsuchung macht. In Deutschland gibt es Gesetze, daran muss man sich manchmal halten. Ohne richterlichen Beschluss kommt niemand an die Daten heran und selbst WENN jemand deine Daten sieht, was hat er/sie/es davon?

Es entsteht eine richtige Informationsflut. Alleine wenn ich mal mit meinen Daten rechne, sind das bei mir pro Tag 24 Ips. 720 Ips im Monat, 4320 Ips in 6 Monaten und dann?

Die Vorratsdatenspeicherung ist nur eine Ansammlung von großen Datenmengen, die konkret zu kaum was nützlich sind.


Beispiel 1:
Du möchtest einen Kredit aufnehmen. Die Bank lehnt ab, sie hat festgestellt du hast einige Male mit einem Schuldenberater telefoniert.

Beispiel 2:
Du suchst einen neuen Job. Du bekommst ihn nicht. Dein potentieller Chef hat erfahren, wie oft du dich in letzter Zeit beim Arzt aufgehalten hast (hierzu verwendet er Daten die"irgendwie" aus der Zentralen Datenbank der e-Card in Umlauf geraten sind)

Beispiel 3:
Dein Briefkasten läuft mit Werbung von Firmen über, von denen du noch nie was gehört hast. Hinzu kommen ständige Werbeanrufe, dein email Postfach ist noch mehr mit Spam zugeschüttet als es eh schon immer war.

Bsp1:
Schwachsinn. Was ist meine Nummer, was ist die Nummer des Schuldenberaters? Darf ich keinen Freund mehr in einem Hospiz anrufen ohne todkrank zu sein?

Bsp2. Wir sind bei Telefon und Internetdaten, da liegt meine Krankengeschichte nicht drauf verschlüsselt.

Bsp3. Spam gibt es heute eh schon, ob telefonisch oder per Mail, warum sollten Spamversender meine Telefondaten dafür benutzen?

Gegenbeispiel:
Tobias, du gibst im Internet deine Daten freiwillig an (!) o_O o_O, deinen Namen, dein Altern, deinen Flossenschwimmverein(deine Hobbies), deine Wikipedia mit Informationen, was du whsl. auf dem Rechner installiert hast. Azubi zum MTL ist wohl dein derzeitiger Status, du machst beim Seti Projekt mit, hast ne ICQ und MSN Adresse, wenn ich die bei google eingebe, kann ich noch etliche andere Dinge über dich erfahren. Im übrigen fällt mir da auf, dein Wiki enthält kein rechtsgültiges Impressum, wenn jemand Lust hat, könnte er dich abmahnen ... und nun mach mir bitte mal klar, warum das speichern von Telefondaten (reinen Daten 01234 zu 43242 um 12:12 am 01.01.2007 2h14 min) schlimmer sein soll *g*

Edit: Sogar wann du am Tag bei Klamm surfst wird offen angezeigt, warum stehst du da nicht auf Abschottung? Warum dürfen das _alle_ sehen? Aber Ermittler in Fällen in denen richterliche Erlaubnis vorausgeht nicht die Telefondaten?

Edit2:
Gleich muss ich weinen.

Diese Liste ist für: Tobias K*****
Birthday: 2. September Versandadresse: Tobias K**** - Greifswald, MV
Nähere Angaben: Bin in der Ausbildung zum Laborassistent und warte auf nen Medizinstudienplatz.

Du packst dein halbes Privatleben total freiwillig ins Internet und jammerst hier wirklich rum? Kann ich nicht verstehen. Sorry.
 
Niemand wird wissen wann finswimmer mit wem telefoniert hat, sondern wann eine bestimmte Nummer mit einer anderen Nummer verbunden war.
Daten interpretiert jeder so, wie er es gerne hätte. Es gab in der Vergangenheit Beispiele bei denen jemand auf Grund von Internetverbindungsdaten fälschlicher Weise eines Deliktes beschuldigt wurde. Sowas klärte sich dann natürlich auf, aber der Ruf ist ersteinmal beschädigt.

Diese Daten werden übrigend zum Teil schon recht lange erhoben, deine IP wurde derzeit halt nur 3 Monate gespeichert nun 6, wen du angerufen hast, könnte man auch vorher nachvollziehen, seh ich anhand eines Einzelverbindunsnachweises jeden Monat selbst. Wann, wie lange, welche Nummer wurde angerufen.

Das ist nur zum Teil richtig. Es gibt keinerlei Verpflichtung für die Provider diese Daten zu speichern. Viele Flatrateanbieter tun dies auf Grund der Datenflut ach gar nicht mehr. Weiterhin kannst du verlangen, dass erhobene Daten, z.B. für den Einzelverbindungsnachweis, unverzüglich gelöscht werden sollen. Dies ist nach der neuen Regelung nicht mehr möglich!

Die Nachrichtendienste interessieren sich für dich, wahrscheinlich genauso stark, wie die Polizei die alle 2 Wochen bei dir eine Hausdurchsuchung macht. In Deutschland gibt es Gesetze, daran muss man sich manchmal halten. Ohne richterlichen Beschluss kommt niemand an die Daten heran und selbst WENN jemand deine Daten sieht, was hat er/sie/es davon?
Der Nachrichtendienst wird sich sicherlich nicht so schnell für mich interessieren (hoffe ich jedenfalls ;)). Gesetze hin oder her, es gibt genug kriminelle Energien die sich über personenbezogene Daten freun.

Bsp1:
Schwachsinn. Was ist meine Nummer, was ist die Nummer des Schuldenberaters? Darf ich keinen Freund mehr in einem Hospiz anrufen ohne todkrank zu sein?
S.o. Die Interpretation der Daten obliegt immer demjenigen der sie sich zu gemüte zieht.

Bsp2. Wir sind bei Telefon und Internetdaten, da liegt meine Krankengeschichte nicht drauf verschlüsselt.
In dieser ganzen Diskussion ist es nicht verkehrt auch auf andere Bereiche hinzuweisen in denen man versucht Daten zu erfassen und zu zentralisieren.

Gegenbeispiel:
[...]
Die Infos die man über mich findet, sind alles Sachen die man auch über andere Wege sehr leicht herausfinden kann, da es nur Eckdaten sind. Vermutlich findet man auch noch einiges was ich vor vielen Jahren irgendwann mal irgendwo geschrieben habe, wo ich mir über das Thema noch keine Gedanken gemacht habe.
Zum Impressum: Da es eine rein private Seite ist, ist ein Impressum nicht zwangsweise Pflicht.

Edit: Sogar wann du am Tag bei Klamm surfst wird offen angezeigt, warum stehst du da nicht auf Abschottung?
Da ist mir wohl eine Einstellungsmöglichkeit bei klamm nicht aufgefallen. Danke für den Hinweis.

Edit2:
Gleich muss ich weinen.
Brauchst du nen Taschentuch? Wir wollen doch wohl rein sachlich bleiben und nicht in Gefühlsduselein abschweifen.

[...] jammerst hier wirklich rum.
An welcher Stelle hab ich gejammert?

Tobias
 
Eine weitere Anmerkung meinerseits:
Seht dieses dieses Gesetz im Gesamtkontext. Es ist nur ein weiteres Puzzlesteinchen in Richtung Abbau der Grundrechte, genauso wie die bereits durchgesetzte:
* defakto Abschaffung des Bankgeheimnisses
* Zentralisierung deiner Krankengeschichte

Die EU bereitet derzeit ein Gesetzt vor, nachdem, wenn du mit dem Flugzeug fliegst, 19 personenbezogene Daten für 5 Jahre in einer aktiven und bis zu weiteren 8 Jahren in einer inaktiven Datenbank landen. Hallo? Wenn ich mit dem Bus oder der Bahn fahre, wird das doch auch nicht penibels protokolliert. Glücklicherweise wehren sich die Fluggesellschaften bisher noch dagegen, wenn auch nur aus Sorge über des erhöhten Verwaltunsgaufwandes.

Schönes Tag noch.

tobias

PS: Krallt euch nicht immer an meinen oben genannten Szenarien fest. Es sind nur (überspitzte) Hypothesen, die so in naher Zukunft vermutlich sowieso (noch) nicht eintreten werden.
 
Ich stelle mir mal vor, wie demnächst Verbrechen "aufgeklärt" werden. Da wird nach einem Kapitalverbrechen von einem Richter die Erlaubnis geholt, doch mal schnell zu kontrollieren, wer alles in der Nähe war. Man kann ja nach einem Mord im Wald schon mal nachschauen, welche Handies zu der Zeit dort in der Gegend Verbindung hatten. Können ja nicht soviele sein.

Und auch, wenn es nur das Handy war. Der Rückschluss darauf, dass der Besitzer des Handies das Handy zur Tatzeit bei sich hatte, liegt nahe. Und schon werden Leute, die ihren Hund spazieren geführt haben, mal eben vorgeladen, vernommen, evtl. beschuldigt...

Und stellen wir uns doch mal vor, irgendwann hat eine Partei etwas zu sagen, die uns nicht so genehm ist und nicht so sehr auf "die Rechte der Bürger" achtet... Dann sind diese Daten Gold wert...

Aber das ist ja alles kein Problem, oder? Denn "Wer sich nichts zu schulden kommen lässt, der hat ja kein Problem damit...". Das sagen immer die, die noch nie zu Unrecht einer Tat beschuldigt worden sind.

Marty
 
Na gut, wenn ihr es so übertreiben müsst, werft Eure Mobiltelefone zu mir herüber, macht das Internet aus und geht zum surfen und telefonieren in den Callshop. Keine Diktatur der Welt kann Euch dann etwas anhaben.

Was ist denn wenn Marty kein Alibi zur Tatzeit hat, aber zur Zeit der Tat in der Nähe gewesen sein könnte (Haus steht neben dem Wald ~ 500m), aber mit dem Handy wurde nachweislich 250 km entfernt telefoniert, da du gerade die Schwiegereltern besuchst.

Jede Neuerung hat gute und schlechte Seiten. Für mich ist es bisher positiv und für mich eindeutig vertretbar, ansonsten würde ich mein Handy einfach wieder weglegen, aber mit wem ich simse bringt keinem etwas.
 
[edit by darkkurt : Reno-Erwiederungen haben ihren eigenen Thread... ]

Ja, ich habe was zu verbergen. Z.B. wann ich mit wem telefoniere, wem ich wann eine email schreibe,.... Ach lassen wir das. Bei solchen Totschlagargumenten kann ich nur den Kopf schütteln.
Und wo kann ich die Bestätigung dafür finden, das Standortdaten des Handys bereits jetzt gespeichert werden? Konnte über google leider immer nur die Aussage finden, dass diese Regelung neu sei.

Na gut, wenn ihr es so übertreiben müsst, werft Eure Mobiltelefone zu mir herüber, macht das Internet aus und geht zum surfen und telefonieren in den Callshop. Keine Diktatur der Welt kann Euch dann etwas anhaben.
Ich sehe nicht ein, warum ich wegen einer nicht relevanten Sicherheitssteigerung Freiheiten aufgeben sollte. Und emails könnte ich dort auch immer noch nicht anonym schreiben. Die mail geht immer noch über den selben mail-Server raus und Mailacountanbieter sind ab Januar verpflichtet die Identität eines jeden sicherzustellen.

Jede Neuerung hat gute und schlechte Seiten.
Das ist wohl war und oftmals gehöre ich zu denjenigen die Neuerungen befürworten, da für mich die Vorteile klar überwiegen. Im vorliegenden Fall überwiegen aber klar und deutlich die negativen Seiten.

Für mich ist es bisher positiv und für mich eindeutig vertretbar, [...]
Genau, *bisher*. Wie ich schon mal erklärt habe, Puzzleteilchen um Puzzleteilchen.

Tobias
 
Und wo kann ich die Bestätigung dafür finden, das Standortdaten des Handys bereits jetzt gespeichert werden? Konnte über google leider immer nur die Aussage finden, dass diese Regelung neu sei.
Hab ich das behauptet? Ich weiß nur, dass ich mein Handy jederzeit über die Homepage meines Anbieters gegen ein minimales Entgelt orten lassen kann und das sogar sehr genau.
Aber wenn wir das Thema schon einmal anschneiden, im Prinzip werden bestimmte Dinge schon gespeichert, denn wenn ich im Ausland telefoniere, schickt man mir auch eine passende Rechnung zu, also wird doch eindeutige festgestellt wo und in welchem Netz ich telefoniere.

Ich sehe nicht ein, warum ich wegen einer nicht relevanten Sicherheitssteigerung Freiheiten aufgeben sollte. Und emails könnte ich dort auch immer noch nicht anonym schreiben. Die mail geht immer noch über den selben mail-Server raus und Mailacountanbieter sind ab Januar verpflichtet die Identität eines jeden sicherzustellen.
Das wäre mir neu, dann müsste ich massig Post bekommen und alle meine free Adressen müssten überprüft werden. Und selbst wenn, dann kann ich immer noch eine weiterleitung dazwischen schalten.

Genau, *bisher*. Wie ich schon mal erklärt habe, Puzzleteilchen um Puzzleteilchen.
Jo, aber wie gesagt, rechne die Daten mal hoch die man von den Leuten dann erhält. Ich schreibe allein jeden Tag mindestens 50 Mails und das auch an mehrere Empfänger. Das ist eine riesige Datenmenge, damit wird man kaum was anfangen können. Meine Persönlichkeit und meine "Freiheit" sind durch so etwas in meinen Augen absolut nicht eingeschränkt worden.

Und ganz unter uns, hab ich auch keinen Schimmer, was die Leute mit den Daten wollen. Nur weil ich Kontakt zu einem potentiellen/unter Verdacht stehendem Täter habe/hatte/haben werde, bin ich nicht gleich mitschuldig.

Außerdem bleibt da immer noch offen, was hat man davon? Eine Ip x.x.x.x hat im Forum gepostet und x.x.x.y. geantwortet. Absolut nicht aussagekräftig.

Ich finde da viel bedenklicher was manche Menschen freiwillig ins Netz posten, wenn deinem zukünftigen Chef mal ein Partybild mit 5 willigen Blondinen im StudiVz in die Hände fällt, kann ich mir auch meinen Teil denken.

Aber das stört kaum jemanden?! Ich hab das vor einiger Zeit mal in Absprache mit 5 Leuten aus dem Forum gemacht, wirklich mal 5 Stunden versucht ein Profil des users zu erstellen mit den Daten die angegeben wurden. Zum Teil hab ich Uninoten, Kontoauszüge und andere sensible Daten gefunden. Und das OHNE Mißbrauch der Daten, den du oben ansprichst.
 
hab sehr gespannt gelesen, und möchte nochmal sagen:
es geht bei dem ganzen um die frage ob man daten freiwillig rausrückt oder sie einfach gespeichert werden. würde ich was bei studivz reinschreiben, wäre es meine freie entscheidung. dann exponiere ich mich soweit wie ich möchte vor anderen. ebenso, wenn ich daten über mich auf jeder beliebigen anderen frei zugänglichen internetseite angebe. solange ich das bin, der das tippt, weiß ich: jeder kann dieses wort lesen. warum auch nicht? was ich da grade preisgebe, möchte ich preisgeben.
wenn ich aber mit jemandem telefoniere, und die telefonnummer gespeichert wir, dann kann mir keiner erzählen, dass das nur nummern sind. im bedarfsfall z.b. bei einem verbrechen, kann man nur zu leicht rauskriegen, mit wem ich kontakt habe, darüber wieder sehen, zu wem diese leute kontakt haben und schon schließt sich irgendein eingebildeter kreis. sobald sie wissen, a kennt b, b kennt c, c kennt d, können sie entscheiden a kennt auch d und das zu wiederlegen ist nicht möglich. dasselbe kann man ja für emails anwenden.
und selbst wenn ich ein verbrechen begehe und alle 2 tage 3 stunden mit der/dembesten freund/in telefoniere oder zig emails an sie/ihn schreibe: damit mache ich doch sie/ihn verdächtig, wenn alle meine daten durchsucht werden. und wenn jetzt jemand kommt und sagt dann ist das dessen /deren problem, dann hoffe ich für den, dass ihm/ihr das genau andersherum passiert.
daten über mich möchte ich selbst freigeben, bzw sicher wissen.
nur bei der ganzen sache gehts doch eben nicht nur immer um mich, sondern das ist ein weites netz das alle und alles um mich herum einschließt. das möchte ich nicht.
ich hab sicher einige sachen unkonkret formuliert, aber ich denke es ist verständlich worauf ich hinauswill.
 
Na gut, wenn ihr es so übertreiben müsst, werft Eure Mobiltelefone zu mir herüber, macht das Internet aus und geht zum surfen und telefonieren in den Callshop. Keine Diktatur der Welt kann Euch dann etwas anhaben.
Das ist richtig. Ich möchte aber zusätzlich, dass unsere aktuelle Demokratie und deren Verfolgungsbehörden auch nichts von mir wissen, solange dies nichts mit meinen Pflichten als Bürger zu tun hat.

Und meine Pflicht als Bürger kann nicht sein, mein Telefon- und Internetverhalten lückenlos verfolgen zu lassen. Und das nur mit dem Argument, ich könnte ja mal ein Terrorist werden.

Was ist denn wenn Marty kein Alibi zur Tatzeit hat, aber zur Zeit der Tat in der Nähe gewesen sein könnte (Haus steht neben dem Wald ~ 500m), aber mit dem Handy wurde nachweislich 250 km entfernt telefoniert, da du gerade die Schwiegereltern besuchst.
Wenn die Polizei bei mir klingelt, weil 100 Meter entfernt von meinem Haus im Wald jemand ermordet wurde und ich wegen der räumlichen Nähe als Zeuge oder Täter in Betracht komme, ist das aber etwas anderes, als wenn die Polizei bei mir klingelt, weil sie festgestellt hat, dass ich mit dem Handy in der Nähe telefoniert habe. Weil es für mich wesentlich einfacher wäre, zu erklären, warum ich zu Hause bin als warum ich in einem Wald mit einem Handy telefoniere. Und ich habe etwas dagegen, nur aufgrund einer Ortung eines Handys verdächtigt zu werden.

Du glaubst gar nicht, wie schnell aus Indizien Beweise werden.

Jede Neuerung hat gute und schlechte Seiten. Für mich ist es bisher positiv und für mich eindeutig vertretbar, ansonsten würde ich mein Handy einfach wieder weglegen, aber mit wem ich simse bringt keinem etwas.
Der nächste Schritt ist das die Speicherung Deines kompletten Mailverkehrs mit Inhalt. Du hast ja nichts zu verbergen und wenn das doch hilft, Straftäter zu finden. Und danach kommt die Kamera in Deinem Schlafzimmer. Du hast doch nichts zu verbergen. Und die meisten Straftaten finden nun mal im eigenen Heim statt... Wir wollen doch sicher gehen, dass Du Deiner Frau nichts tust. Da kann Dich die Kamera doch nicht stören. Und keine Angst, die Bilder werden natürlich nur dann angesehen von einem Beamten, wenn wirklich was passiert ist. Oder er den Verdacht hat, dass was passiert sein könnte.

Marty
 
Hab ich das behauptet? Ich weiß nur, dass ich mein Handy jederzeit über die Homepage meines Anbieters gegen ein minimales Entgelt orten lassen kann und das sogar sehr genau.
Nein, hast du nicht behauptet, sonder der Mensch in meinem Reno.
Auf Antrag sein eigenes Handy Orten zu lassen ist was völlig anderes, als wenn dies ohne deine Zustimmung geschieht. Hier kommt das Thema "informationelle Selbstbestimmung" ins Spiel.

Aber wenn wir das Thema schon einmal anschneiden, im Prinzip werden bestimmte Dinge schon gespeichert, denn wenn ich im Ausland telefoniere, schickt man mir auch eine passende Rechnung zu, also wird doch eindeutige festgestellt wo und in welchem Netz ich telefoniere.
Dein Standort wird aber nicht auf den Meter (oder was weiß ich wie genau das möglich ist) bestimmt und festgehalten. Sondern lediglich nur welches Netz du verwendet hast. Gut, damit lässt sich unter Umständen schon mal das Land eingrenzen von dem du aus telefoniert hast. Diese Daten werden aber nur für die Rechnungsstellung erhoben und sind wieder zu löschen.

Das wäre mir neu, dann müsste ich massig Post bekommen und alle meine free Adressen müssten überprüft werden.
Ok, hab eben gelesen das die Identifizierungspflicht wieder rausgenommen wurde (siehe Wiki-Diskussion)

Jo, aber wie gesagt, rechne die Daten mal hoch die man von den Leuten dann erhält. Ich schreibe allein jeden Tag mindestens 50 Mails und das auch an mehrere Empfänger. Das ist eine riesige Datenmenge, damit wird man kaum was anfangen können.
Wenn man sich die Daten händisch anguckt, ist damit sicherlich schlecht was anzufangen. Aber wozu gibt es Hochleistungsrechner?

Ich finde da viel bedenklicher was manche Menschen freiwillig ins Netz posten, wenn deinem zukünftigen Chef mal ein Partybild mit 5 willigen Blondinen im StudiVz in die Hände fällt, kann ich mir auch meinen Teil denken.
Da stimm ich dir voll und ganz zu. Erschreckend dass viele Leute nicht einen Moment überlegen welche Daten und Details sie von sich freigeben.

Aber das stört kaum jemanden?! Ich hab das vor einiger Zeit mal in Absprache mit 5 Leuten aus dem Forum gemacht, wirklich mal 5 Stunden versucht ein Profil des users zu erstellen mit den Daten die angegeben wurden. Zum Teil hab ich Uninoten, Kontoauszüge und andere sensible Daten gefunden. Und das OHNE Mißbrauch der Daten, den du oben ansprichst.
Kontoauszüge? *autsch* 8O

Tobias
 
Das ganze Thema Vorratsdatenspeicherung ist wenn man es realistisch betrachtet reine Panikmache von Leuten wie Schäuble und Beckstein. Dadurch das Sie unaufgeklärten Bürgern über Medien wie der Bildzeitung auf diese Art und Weise Sicherheit suggerieren.

Nur sind wir doch mal realistisch, die Vorratsdatenspeicherung erfordert mal wieder einen riesigen Verwaltungsaparat. Ganz zu schweigen von all den Kosten die dadurch entstehen.

Diese ganze Vorratsdatenspeicherung wird meiner Meinung nach rein dazu führen, das man einige Kleinkriminelle erwischt. Die großen Fische wird man weder mit dem Bundestrojaner noch mit der Vorratsdatenspeicherung erwischen.

Ich bin gegen die Vorratsdatenspeicherung, da ich gegen die totale Überwachung in diesem Staat bin und ja mir ist bewusst das wir eh alle schon viel zu sehr überwacht werden.


Ferner sehe ich absolut keine Notwendig in der Vorratsdatenspeicherung, auch konnte mir bisher niemand gute Argumente dafür nennen. Immer wird es halt auf Terror, Gewaltverbrechen, ... geschoben, nur ob diese ernsthaft durch diese "Datenmengen" aufgeklärrt werden, ist mehr als fragwürdig.

Interessant zu diesem Thema, finde ich folgendes:

https://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/163/55/lang schrieb:
Eine Studie des Bundeskriminalamts hatte schon 2005 ergeben, dass den Strafverfolgern in nur 381 Fällen Verbindungsdaten fehlten - gemessen an den 6 Mio. pro Jahr begangenen Straftaten eine verschwindend geringe Zahl von 0,01%. Auf dieser Basis könnte die Vorratsdatenspeicherung die durchschnittliche Aufklärungsquote von 55% im besten Fall auf 55,01% steigern.

^^ da frage ich mich ernsthaft, warum man unserer Polizei nicht lieber Dinge gibt, die Ihnen wirklich helfen, anstatt Geld/Energie/Arbeitskräfte in eine schwachsinnige Datensammelstelle zu pumpen.

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Cybo schrieb:
Aber das stört kaum jemanden?! Ich hab das vor einiger Zeit mal in Absprache mit 5 Leuten aus dem Forum gemacht, wirklich mal 5 Stunden versucht ein Profil des users zu erstellen mit den Daten die angegeben wurden. Zum Teil hab ich Uninoten, Kontoauszüge und andere sensible Daten gefunden. Und das OHNE Mißbrauch der Daten, den du oben ansprichst.

Dieses ist in meinen Augen aber ein anderes Problem, das viele Leute zu leichtsinnig mit Ihren Daten umgehen und man kann es nicht mit der Vorratsdatenspeicherung vergleichen. Das eine tue ich freiwillig und das andere nicht. Was Dinge wie Uninoten angeht, hier können viele Personen leider nichts für, da einige Universitäten die Daten nicht gut genug schützen, aber auch dieses ist wieder ein völlig anderes Thema.
 
Das ist ja der juristische Winkelzug.
Sicherlich geht es niemanden etwas an. Es wird auch keiner erfahren.
Bestimmt.

Sicherlich ist es anhand einer entsprechenden langen Datensammlung Deines Handys möglich, typische Bewegungsprofile zu erstellen.
Nur wird halt ein Profil Deines Handys erstellt, nicht direkt von Dir.
Von daher seh ich in den gesammelten Daten keine gerichtsrelevante Verwendbarkeit.
Wer hätte gedacht das der Telescreen in der handlichen Form eines Handy kommen wird.
Da ja nur Verbindungsdaten gespeichert werden, die nicht eineindeutig personenbezogen sind.
Technisch hast Du da ohne weiteres Recht.
Nur welchen Mehrwert erhält man davon, dass IP 1.2.3.4 Sonntag den 11.11. von 13 Uhr bis 18 Uhr 123mal klamm.de und Unterseiten aufgerufen hat?
Welche Postadresse steht hinter 1.2.3.4?
Ist es ein einzelner Rechner oder ein Proxy/Router?
Wenn Proxy, wer hängt dahinter?
Wer von den dort wohnhaften Personen war zu dem Zeitpunkt überhaupt vor Ort, um zu surfen?
Es wurden schon reichlich Leute von inkompetenten Richtern verurteilt auf Grund dessen das sie "Besitzer" einer IP zu einem bestimmten Zeitpunkt waren.

Naja, zum einen bin ich da mit diversen Leuten der Meinung, dass das Internet eine neue Kommunikationsplattform bildet, auf die die Strafverfolgungsbehörden Zugriff haben müssen, wenn es der Einzelfall verlangt.
Das ist doch bereits gegeben. Dafür braucht es keine Vorratsdatenspeicherung. Um ehrlich zu sein, den einzigen Zweck den ich hinter einer solchen Datensammlung sehe ist Rasterfahndung zu betreiben.

Ich meine, das Telefon zu verwanzen, VoIP aber offen zu lassen, ist reichlich sinnfrei.
Das Problem ist doch hier folgendes, es gibt keinen brauchbaren Weg verschlüsselte VoIP Verbindungen abzuhören. Zumindest wäre mir keiner bekannt.

Schlussendlich ist es meiner Meinung nach ganz klar ein Schritt in die falsche Richtung.
 
Hab gestern Post aus England bekommen, von einem mir unbekannten Absender. Da waren zwei CDs im Umschlag... :ugly:

Von daher sehe ich das prinzipielle Thema nicht als so kritisch an.
Gerade das "prinzipielle Thema" ist doch äußerst kritisch zu betrachten. Mögen die einzelnen Gesetze(sänderungen) harmlos erscheinen und leicht mit "ich hab nix zu verbergen" abzutun, aber wenn man die vielen kleinen "Schritte" als Ganzes betrachtet, ist das doch schon recht bedenklich. Jetzt speichert man die Daten auf Vorrat - der Schritt, diese Daten legal umfassender auszuwerten ist nicht mehr groß.

Der Staat greift unter dem Deckmantel der Sicherheit immer mehr ins Private ein. Das da viele kein Problem mit haben finde ich äußerst bedenklich. :roll:
 
Wenn also diese ganze Datenspeicherung eigentlich gar keinen Nutzen hat, weil Terroristen längst die nötigen Mittel haben, diese zu umgehen, warum wird sie dann gemacht?

Es gibt immer Mittel und Wege etwas zu umgehen. Das ist für fast alles so. Es wird wahrscheinlich gemacht, damit man:
- potentielle Täter abschrecken kann
- besonders unbedarfte planende Menschen abfangen kann
- Im Nachhinein mögliche Spuren auswerten kann.

Warum speichert man in Bussen die Videos von den Fahrgästen? Um bei Beschädigung oder Vorfällen weitere Details zu bekommen.

Warum werden die Videos in den Bussen nicht länger gespeichert (oder genauso lange wie die Verbindungsdaten?) Wenn der Bus Abends in Ordnung ist, braucht man das Video nicht mehr und es kann überspielt werden. Wenn keine sonstigen Vorfälle im Bus passierten, ebenso.

Vom Telefonat -> Terroristischer Akt können nun mal auch ein paar Tage vergehen, daher ist die Speicherdauer auch höher.