Tempolimits in Deutschland

sondern alleine gegen diese unsinnige Auflistung von Pseudo-Argumenten...
Internet sei Dank kann doch heutzutage jeder Hansel eine Unterschriftenaktion starten.

Das man das dann auch noch so dilettantisch macht, ist einfach nur peinlich. Und das alles wegen eines Parteitagsbeschlusses... :roll:
 
Vernünftige wäre so ein Tempolimit schon, aber wer ist schon vernünftig :ugly: Die aufgeführten Argumente sind in meine Augen fast alle nur wischiwaschi... spontan fallen mir da nur zwei wirtschaftlich/politschegründe ein die dagegen sprechen würden. Steuern und der Automarkt, mehr nicht. Dafür spricht aber der Umweltschutz und die erhöhte Sicherheit. Jedoch fühl ich mich an der stelle vom Staat bevormundet, ich kann doch selbst entscheiden was ich für die Umwelt und die Sicherheit tuhe, da brauch ich kein Staat dazu der mir vorschreibt wie ich Energie sparen soll. Vielleicht sollte man mal eher versuchen das Umweltbewusstsein bei den Leuten zu stärken... das spart am ende mehr Energie als ein Tempolimit. Aber nein... bevormunden der Leute ist soviel einfacher, ich bin mal gespannt wenns bei uns soweit ist und sowas wie Plastikbeutel in Supermärkten verboten werden. 8O

Sprich ich bin gegen ein Tempolimit... zum großteil wegen der zunehmenden bevormundung durch den Staat und anderer seits weil ich auch gern einfach nach gefühl fahre und meine gefühle leigen so bei 150-160km/h. Ich hasse es ständig auf den Tacho zu schauen... klar würde man sich auch an 130 gewönnen, aber es macht auch mal spaß einfach aufs Gas zutreten.
 
Ich weiß nicht. Für die Umwelt wäre es auf jeden Fall gut. Aber man fährt halt auch manchmal gerne etwas schneller ;)
Aber ich glaub an sich wär's nicht schlecht.
 
Auch schön!
Wir möchten den Politikern zeigen, dass wir genug von undemokratischen Entscheidungen haben, die lediglich dem blinden Aktionismus und dem Wählerfang dienen!
Wenn ich ankündige, dass ich ein Gesetz erlassen will und daraufhin von einer Mehrheit gewählt werde, ist das also undemokratisch?!? :think:

Im Moment gibt es keine Mehrheit für ein generelles Tempolimit. Sollte sich das ändern, weil sich die Mehrheitsverhältnisse verschieben, ist das doch - zumindest, wenn der Wähler auch vor den Wahlen weiß, was die Partei, die er wählt, vor hat - ein höchst demokratischer Vorgang...
 
haha, hauptsache ne Instant-Petitionspage aus dem Boden stampfen und sich dann über "blinden Aktionismus" beschweren :LOL:
 
Leute, haltet mal die Bälle flach und lernt, Nachrichten richtig zu verstehen!

Die SPD hat auf ihrem Parteitag entschlossen, das Ziel "Tempolimit von 130 auf Autobahnen" in ihr PARTEIPROGRAMM aufzunehmen!!!

Auch wenn die SPD Regierungspartei ist, so bedeutet das noch NICHT, das in Nächster Zeit ein Tempolimit EINGEFÜHRT wird!!! Das geht nicht einfach aus der hohlen Hand!

Nochmal: Das ist KEIN GESETZENTWURF!!!
 
Hat die SPD das nicht vorgeschlagen. [...]
Und das, obwohl der Gabriel immer dagegen war. Da sieht man die Auswirkungen, wenn eine Volkspartei in den Meinungsumfragen absäuft.

Das Tempolimit soll aber nicht wegen der Sicherheit auf deutschen Autobahnen eingeführt werden, sondern wegen dem Klimaschutz *lach*. Also Deutschland will rund 270 Millionen Tonnen CO² Emissionen einsparen (glaube ich erinnere mich richtig an die Zahl). Ein Tempolimit von 130 auf der Autobahn würde rein rechnerisch rund 1% davon ausmachen. Natürlich nur dann, wenn sich jeder daran hält.

Naja, 1%... Vielleicht auch 1%-Punkt mehr Stimmen bei der nächsten Wahl :LOL:

Gruß,
Photon
 
Das Tempo-Limit ist reine Symbolik und (fast) CO²-neutral

Der CO2-Ausstoß bei Tempo 130 liegt viermal so hoch wie bei Tempo 100 und steigt exponentiell an, bei Tempo 160 dürfte es sich locker verneunfacht haben. Die Autobauer basteln sich die Autos so zusammen, dass sie bei den AUs entsprechende Werte generieren, aber die Realität sieht nunmal anders aus.
Das Durchschnittstempo auf den Autobahnen liegt ohnehin bereits deutlich unter 120 Km/h
1995 lag es bei 134, danach ist nicht mehr gemessen worden. Man könnte aber meinen, dass die Autos seit dem schneller geworden sind.


CO² kann im innerörtlichen Straßenverkehr schnell & einfach eingespart werden
Das ist natürlich richtig, sollte man auf jeden Fall ebenfalls tun.

Wir haben ohnehin bereits auf rund der Hälfte aller Autobahnen Tempo-Limit
Eben, dann können wir den Rest auch noch mit einem Tempolimit versehen und schon ist es wieder einheitlich. Kratzt doch dann eh niemanden mehr.

Landstraßen sind sicherheitstechnisch ein Problem - nicht die Autobahnen
Die Unfallverursacher sind häufig ein sicherheitstechnisches Problem, da sie nicht mit ihrem Auto umgehen können.

Wenn Geschwindigkeit das Problem wäre, müssten wir alle nur noch 30 Km/h fahren
Dass dieser Grund offensichticher Bullshit ist, dürfte wohl jedem auffallen. Wenn Geschindigkeit das Problem wäre, würden wir alle zu Fuß gehen. Wie jeder mit einer geringen Lebenserfahrung irgendwann mal herausgefunden hat, gibt es in den meisten Fällen einen Kompromiss. Und der liegt sicherlich nicht bei 30 Km/h

Deutschlands Autobahnen zählen zu den sichersten Straßen weltweit
Das ist sicherlich kein Grund gegen ein Tempolimit, welches wohl eher wirtschaftliche und umweltpolitische Gründe hat.

Deutschland = Autofahrerland – ein wichtiger Arbeitsmarkt würde zerstört werden
Ganz sicher nicht, andere Länder stellen auch schnelle Autos her, die sich - wer mag es glauben - ebenfalls verkaufen. Warum sollte hier der Markt einbrechen?

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren."
Ouch. Hier lehnt sich jemand offensichtlich aus dem Fenster. Ich denke, dass dieses Zitat an dieser Stelle nicht angebracht ist und ganz sicher auch kein Grund gegen ein Tempolimit ist.


Ein generelles Tempolimit halte ich allerdings auch nicht für angemessen. Ich denke, dass man das differenzierter sehen muss.
Die tollen elektronischen Tafeln, die mittlerweile auf einigen Autobahnen stehen, sollten ausgeweitet werden. Dynamisches Anpassen der Geschwindigkeit an den Verkehrsfluss ist der Schlüssel. Das verhindert unnötige Staus, damit unnötige Wartezeiten und durch ständiges Stop-and-go verursachten Spritverbrauch.
Kombiniert mit Steuersanktionen, welche die Autobauer zwingen, endlich Autos zu bauen, die weniger Sprit schlucken, müsste sich irgendwer mal gegen die Öl-Lobby durchsetzen. Danach kann man die Spritsteuer bedenkenlos anziehen, so dass das Autofahren gleich teuer bleibt und weniger Sprit verbraucht. Und wenn die 3-spurige wirklich mal leer ist, kann wer will dann trotzdem mal auf die Tube treten (was dann natürlich ein bisschen teurer wird, aber das ist sicherlich drin ;) ) und seine persönliche Freiheit genießen.
 
@marac: Die 10 Gründe fand ich auch nicht toll, aber wenn du regelmäßig lange Strecken fahren würdest, würdest du anders argumentieren. ;)
Ich fahre pro Woche knapp 1.100 km mit meinem Auto. Praktisch nur Autobahn. Welche Argumente müsste ich denn jetzt haben?

Mir persönlich ist das Tempolimit völlig egal, ich fahre sowieso nicht so schnell... Ich wäre für eine Begrenzung auf 2-spurigen Autobahnen, weil meist rechts nur LKW unterwegs sind und keine Lücke lassen und ich mit meinen 110 dann nicht überholen kann ohne links irgendwen zu blockieren. Auf 3-spurigen Strassen kann man das ruhig freigeben, da kann ich ja auf die Mitte ausweichen, wenn nötig.

Marty
 
Die tollen elektronischen Tafeln, die mittlerweile auf einigen Autobahnen stehen, sollten ausgeweitet werden. Dynamisches Anpassen der Geschwindigkeit an den Verkehrsfluss ist der Schlüssel.
Ganz genau so ist es! Nichts anderes ist vernünftiger als diese Lösung!

Wozu sollte ich auf einer leeren Autobahn bei bester Sicht mit 130 km/h langtuckeln? Und warum dürften sich dagegen bei hohem Verkehrsaufkommen manche Raser durch den Verkehr drängeln? Das passt ja irgendwo nicht.

Deswegen sind moderne Verkehrsleitsysteme wesentlich sinnvoller als generelle Tempolimits.
 
@MartyMcFly: Wenn du eh nur mit 110 über die Autobahn schleichst, brauchst du keine Argumente. ;) Ich weiß nur, dass ich froh bin, wenn meine 600km Heimfahrt nacht 4/5 Stunden vorbei ist und nicht erst nacht 7/8 Stunden.


Was mich aber interessieren würde ist, warum du nicht schneller Fahrst. Auf die Schnelle täten mir 4 Begründungen einfallen:
  • es das Auto nicht kann
  • du Sprit sparen und den CO2-Ausstoß verringern möchtest
  • dich nicht in der Lage fühlst, bei höheren Geschwindigkeiten das Auto unter Kontrolle zu halten
  • es für dich ein angenehmes und völlig ausreichendes Tempo ist
 
Wenn auf Autobahnen generell Limit 130 wäre, könnten wir schon mal sämtliche 130-Schilder abbauen, insofern wäre das eher ein Argument dafür...

Ahja und Autofahrer aus anderen Ländern, die das nicht soo wirklich mitbekommen haben fahren ohne Schilder dann 180.
Unwissenheit schützt nicht vor Strafe und schon hat man Fahrsperre bzw. Bußgeld am Hals :ugly:

Auch nicht das Gelbe vom Ei :ei:
 
Wenn auf Autobahnen generell Limit 130 wäre, könnten wir schon mal sämtliche 130-Schilder abbauen, insofern wäre das eher ein Argument dafür...

Ahja und Autofahrer aus anderen Ländern, die das nicht soo wirklich mitbekommen haben fahren ohne Schilder dann 180.

In Belgien, Holland, Luxemburg, Frankreich, Italien, Spanien (um mal ein paar zu nennen...) kommen andauernd Schilder die die Geschwindigkeit anzeigen, obwohl es dort auch ein Tempolimit gibt.

Ich denke also nicht das sich durch ein Tempolimit die Schilderzahl verkleinern wird. Die Anzahl wird sogar mindestens die gleiche bleiben, weil wenn man z.B. auf einer Strecke nur 80, 100 oder 120 fahren darf, und dieser Abschnitt zuende ist würde dann das 130er Schild kommen (anstatt dem Schild "Ende sämtlicher Streckenverbote").
 
Ahja und Autofahrer aus anderen Ländern, die das nicht soo wirklich mitbekommen haben fahren ohne Schilder dann 180. [...]

Wenn jemand hier in Deutschland Auto fahren will, kann man erwarten, dass dieser sich über die in Deutschland geltenden Gesetze schlau machen. In geschlossenen Ortschaften gilt auch ein generelles Tempolimit von 50 km/h ohne das an jeder Ecke ein Schild daran erinnert.

[...] Unwissenheit schützt nicht vor Strafe und schon hat man Fahrsperre bzw. Bußgeld am Hals [...]

Genau du sagst es! Wenn du in einem anderen Land auf der Autobahn 180 km/h fährst, mußt du auch Strafe zahlen.
 
Hallo,

ich bin für ein generelles Tempolimit auf unseren Straßen. So wie für wesendlich weitreichendere Maßnahmen zur steigerung der durchschnittlichen Lebenserwartung. Das gehört aber in einen anderen Thread.

Ich möchte den/die Bertreiber der Seite nur bitten nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen:

Stoppt Tempo 130 schrieb:
[...]Pro Milliarde Fahrzeugkilometer kamen hierzulande 2004 3,22 Menschen ums Leben.[...]
Vollkomen korrekt recherchiert. Von dieser Milliarde Kilometer fahren LKW und Kleintransporter in Deutschland gut 60%. Die deutschen Autobahnen beherbergen die meisten Transitfahrer der EU. Also bleiben 2,1 Tote pro 380 mio km, die auf das Konto der PKW-fahrer gehen.
Stoppt Tempo 130 schrieb:
[...]In den Niederlanden und in Großbritannien, wo die Autobahnen ein noch höheres Sicherheitsniveau haben, lag die Getötetenrate bei 2,06 beziehungsweise bei 2,34.[...]
Auch das ist richtig. In den Niederlanden erzielte man verblüffende Ergebnisse mit der Einführung der versteckten Verkehrskontrolle. LKW-Quote bei knapp 60%.
In Großbritanien liegt die Quote der Berufsfahrer bei fast 70% und die Kontrolldichte ist nirgends so hoch wie dort.

Jetzt hoppelt aber die interpretation der Fakten:
Stoppt Tempo 130 schrieb:
[...]Dass auch strenge Tempolimits nicht zwangsläufig zu weniger Toten führen, zeigen die Beispiele Belgien, USA oder Japan. Dort lag die Getötetenrate im Jahr 2004 bei 6,19 (Belgien), 5,22 (USA) und 4,01 (Japan).[...]
In Belgien liegt der anteil der mit LKW gefahrenen km ähnlich hoch wie in D oder NL. Allerdings verursachen diese mehr als doppelt so viele Unfälle mit tödlichem Ausgang.
In den USA wird aufgrund der langen Strecken gern und häufig auf die Bahn verladen. Die Quote der von LKW gefahrenen Kilometern auf autobahnähnlichen Straßen liegt bei weit unter 50%. Ferner sterben fast 7 von 10 Verkehrstoten auf zweistreifigen Straßen.
Eine Zahl wieviel Tote durch LKW-Unfälle auf autobahnähnlichen Straßen umkommen habe ich nicht, wenn ich aber eine Zahl von 0,8 pro mio km vorrausetze liegt der bereinigte Wert bei weit unter einem Toten durch PKW auf Autobahnen.

D = 2,1
USA = <1

Ihr seht, das die Fakten von euch grundsätzlich unzweifelhaft sind, aber jeder einzelne wahrscheinlich durch gute Recherche ins Gegenteil verkehrt wird.


Mal fast OT zum ADAC & Co:
Wer Publikationen von diesen Vereinen/Clubs ohne Vorbehalt Glauben schenkt, vergisst allzu schnell das diese kaum Mitglieder hätten (und somit auch kaum Geld und Einfluss) wenn sie sich gegen die "Freiheit" der PKW-Fahrer stellen würden...


Wie gesagt, ich bin für ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen - aber die Gegner brauchen sich nicht sorgen:
Die Partei die dieses einführt wird mit 93% Sicherheit nicht wiedergewählt. Und das wissen die Berater der "Spitzenpolitiker".

eaxo


EDIT:
Schon mal das hier gesehen?!?


Klar, würde ich gern gegen das getauscht sehen:
 
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