bennsenson
Makkabi
- 28 April 2006
- 2.427
- 107
Ich meinte eigentlich die Behauptung, dass 95% der Kinderpornoseiten in Europa oder Nordamerika gehostet werden.
Follow along with the video below to see how to install our site as a web app on your home screen.
Anmerkung: This feature may not be available in some browsers.
Ich meinte eigentlich die Behauptung, dass 95% der Kinderpornoseiten in Europa oder Nordamerika gehostet werden.
Untersucht man, wo die gesperrten Seiten gehostet werden, ergibt sich ein erstaunliches Bild: Auf der finnischen Sperrliste etwa sind größtenteils in den USA gehostete Inhalte geführt, gefolgt von Australien, den Niederlanden und Deutschland. Von c't befragte Ermittlungsbeamte betonten, dass gerade in diesen Ländern das Stilllegen von Kinderpornografie-Sites besonders schnell und einfach funktioniert. In den USA dauert es bei stichhaltigem Verdacht ein bis drei Tage, bis das Angebot vom Netz ist.
Vor diesem Hintergrund machte jüngst die Kinderschutzorganisation Carechild ein aufschlussreiches Experiment. Sie verwendete dazu 20 Adressen aus der im Netz aufgetauchten dänischen Sperrliste. 17 der Seiten waren in den USA gehostet, jeweils eine in den Niederlanden, Südkorea und England.
Aber ich glaube, die Diskussion über dieses Gesetz gehört eher in diesen Thread.
https://www.klamm.de/forum/showthread.php?p=4688732#post4688732
Gibt allegemein keine Zahlen dabei wie oben.. aber es geht in die Richtung.. Und ich denk mal die Listen in Dänemark werden ähnlich derer wie in anderen Ländern sein.
Aber sollte es nicht das Bestreben von Gesetzesinitiativen sein mehr als Symbolpolitik zu betreiben? Die Zugangserschwerung wird nichts verhindern, sondern gibt lediglich ein politisches Statement ab, welches sowieso gesellschaftlicher Konsens ist..
Welche wirklich wichitgen Punkte werden denn deiner Meinung nach ignoriert? Der Passus, das bei einem erhöhten Aufwand auch gesperrt werden darf bevor man es nur mit einer Löschung auch nur versucht? Reichlich schwammig, finde ich.Wie hier schon mehrfach gesagt wurde, wurde das Gesetz nur selten zur Gänze dargestellt.
Eine von vielen ignorierte Löschproblematik hat dazu geführt, dass man über die Löschpraxis hinaus nach weiteren Möglichkeiten gesucht hat, den Zugang zu dieser verbotenen Ware weiter zu erschweren. Politik besteht nunmal nicht immer aus den perfekten Lösungen, manchmal ist es auch richtig, Zeichen zu setzen.
Grundsätzlich sehe ich das Problem der Internet-Überwachung durchaus. Nur wird diese Diskussion nie produktiv, wenn man als "Verteidiger der Freiheit" nicht auch die realen Gefahren und Tücken des Internets, gerade auch für unsere Demokratie und Freiheit, und in diesem Fall für den Schutz von Kindern usw, erkennt bzw anerkennt.
Anders als zunächst vorgesehen, bleibt die Anfrage einer mit einem Stoppschild versehenen Seite strafrechtlich folgenlos. Die Internet-Anbieter sollen die Daten von Nutzern nicht an das BKA weiterleiten.Allerdings sollen nun doch IP-Adressen geloggt und "auf Anforderung" an die Behörden herausgegeben werden.
Die Sperrlisten werden vom BKA erstellt. Eine Kontrolle durch einen Richter o.Ä. ist überhaupt nicht vorgesehen. Weder regulär noch in Beschwerdefällen….Es gibt also keinerlei rechtstaatliche Kontrolle.
Da ist mir zuviel unfundiertes Gelaber dabei. Mir werden hier immer nur irgendwelche politisch klar positionierten und tendenziösen Blogs aufgetischt. Die schmecken mir nicht.
Harte Fakten und Zahlen zu meinen konkreten Nachfragen konnte mir bisher niemand nennen. Stattdessen gibts viel Überwachungsparanoia.
Die Arbeit des BKA wird von einem fünfköpfigen Gremium kontrolliert. Nachzulesen im Gesetz. „Stellt es mit Mehrheit fest, dass ein aufgeführtes Telemedienangebot diese Voraussetzung nicht erfüllt, muss das Bundeskriminalamt dieses Telemedienangebot bei der nächsten Aktualisierung aus der Sperrliste entfernen.“
Dass in Bezug auf Löschung von Seiten nichts unternommen wird, stimmt so auch nicht. Aus dem Gesetz: „Die Aufnahme in die Sperrliste erfolgt nur, soweit zulässige Maßnahmen, die auf die Löschung des Telemedienangebots abzielen, nicht oder nicht in angemessener Zeit erfolgversprechend sind.“
Die von mir zitierten Passagen stammen aus dem am 18. Juni verabschiedeten Gesetzestext und können hier nachgelesen werden:
https://www.zugerschwg.com/
Dies zur Richtigstellung und zur Ergänzung.
Stellt sich die Frage, was das BKA mit den wöchentlichen Zugriffzahlen, die anonymisiert sind und die nicht zur Strafverfolgung genutzt werden dürfen, anfangen wollen. Ich habe auch ein wenig Bachgrummeln mit der Formulierung "für Zwecke der Strafverfolgung". Klingt für mich: Ja, die dürfen verwendet werden, aber nicht zur Strafverfolgung. Und da kann ich mir wiederum vorstellen, daß es da eine rechtliche Definition gibt, die Grenzen setzt, bis zu denen hin die Daten eben doch genutzt werden können hinischtlich einer Strafverfolgung (die es aber nach rechtlicher Definition dann noch nicht ist).Hierzu heißt es im Gesetz: „Verkehrs- und Nutzungsdaten, die auf Grund der Zugangserschwerung bei der Umleitung auf die Stopp-Meldung anfallen, dürfen nicht für Zwecke der Strafverfolgung verwendet werden.“ Und: „Diensteanbieter ..übermitteln dem Bundeskriminalamt wöchentlich eine anonymisierte (Hervorhebung von mir) Aufstellung über die Anzahl der Zugriffsversuche pro Stunde auf die in der Sperrliste aufgeführten Telemedienangebote.“
Auch hier ein ungutes Gefühl. "Erst Sperren, dann prüfen, ob rechtens" ist ein recht eigenwilliges Vorgehen. Dazu nur stichprobenartige Kontrollen.Auch dies war zunächst so vorgesehen, ist jedoch geändert worden. Die Arbeit des BKA wird von einem fünfköpfigen Gremium kontrolliert. Nachzulesen im Gesetz. „Stellt es mit Mehrheit fest, dass ein aufgeführtes Telemedienangebot diese Voraussetzung nicht erfüllt, muss das Bundeskriminalamt dieses Telemedienangebot bei der nächsten Aktualisierung aus der Sperrliste entfernen.“
Ich habe den Artikel nicht gelesen - vermute aber, es ist der, den ich schon kenne. Aber das ist auch egal: Ich habe die Aussagen, die bennsenson aufführt, als total falsch bezeichnet. Weil das einfach nicht zutrifft. Ob das so in dem Artikel steht weiß ich nicht, aber im Zweifel für dne Angeklagten, glaube ich erst mal, dass bennsenson unschuldig ist.Man sollte den Artikel aber schon lesen, bevor man ihn als "falsch" tituliert.
90 % aller Berichte falsch?
Halten kannst du es, aber ich bin als kleinkariert bekannt, und das bin ich auch hier.Allgemein halte ich Deine Äußerungen für undifferenziert.
Dieses tendenziöse Blog ist immerhin seit einer Woche das politische Blog Nr.1, wenn ich mich richtig erinnere. Und soweit ich es nachvollziehen kann immer gut recherchiert - anders als z.B. bei den vielen Medien, die die absurde dpa-Meldung über die PIRATEN vollkommen unkritisch übernommen haben.tendenziöse Blog-"Recherche"?
Nein, sie sind statistisch. Nur sind die genauen Zahlen nicht bekannt. In Deutschland sterben im Schnitt 3 Menshcen im Jahr am Blitz. Du weißt nicht, wie diese Menschen heißen - aber du kannst sehen, wie gering die Wahrscheinlichkeit ist, vom Blitz getötet zu werden. Ganz ähnlich ist es mit diesen Seiten - auch in der Höhe der Wahrscheinlichkeit, dass diese sich in einem Land befinden, in dem es keine Gesetze gegen KiPos gibt.Also sagen wir erstmal die Zahl ist rein spekulativ.
*seufz* Sind sie nicht! Im besten Fall ist es eine Meldung an die Verbreiter "Ihr seid unter Beobachtung, zieht um!"Aber wenn nicht, dann sind diese Sperren eben gut.
Naja, wieso sich wer nicht positionieren? Wenn man alle Fakten überdacht hat, kann man ja als vernünftiger Mensch nur dagegen sein. Und als wie doll "tendenziös" würdest du denn Frau von der Leyen einschätzen, die patzig alle Experten ignoriert, sagt, dass sie deren Meinung nicht interessiert und sie sowieso macht, was sie will, und dass alle, die gegen die Filter sind, wahrscheinlich selbst KiPos konsumieren?klar positionierten und tendenziösen Blogs aufgetischt.
Von den Gegnern gabs davon genug, die Befürworter haben immer nur polemische Sätze gelabert und die wenigen Zahlen von denen waren schlicht falsch.Harte Fakten und Zahlen zu meinen konkreten Nachfragen konnte mir bisher niemand nennen. Stattdessen gibts viel Überwachungsparanoia.
Dies sind alles schwammige Erklärungen, die erfahrungsgemäß (wie man z.B. in anderen Ländern gesehen hat) dazu führen, dass am Ende das Gremium alles durchwinkt und es in allen Fällen viel zu schwer ist, etwas zu unternehmen.Dies zur Richtigstellung und zur Ergänzung.
Die ist nicht ketzerisch, sondern das wird von den Experten auf diesem Gebiet ausgesagt. Wenn auch in anderer Richtung, als du das meinst. Deine Variante ist aber durchaus als ernstzunehmende Möglichkeit aufgeführt.Könnte es sein, dass mit der Sperrung von kinderpornografischen Seite nicht gerade das Gegenteil von dem erreicht wird, was man eigentlich erreichen möchte?
Ohne das jetzt alles nachgelesen zu haben (war mir zu viel)
Eigentlich nicht so gut wenn man nicht nachliest, weil es einem zu viel ist. Denn so kommt keine Diskussion zustande, sondern nur eine Aneinanderreihung von Dingen nach dem Motto: "Schaut mal, was ich gefunden habe."
Stimmt schon, aber das ist verdammt viel Text und ich habe gerade weder die Lust, noch die Konzentration mich mit so etwas so lange zu beschäftigen.
Kürzere Beiträge haben schon eher etwas, man muss nicht immer 1000 Worte schreiben um seine Meinung zu formulieren.
Und deshalb die Frage: Was geschieht sonst noch, um Kinder gegen sexuelle Gewalt zu schützen?
Wie sieht es aus mit Prävention?
Mir fällt dazu das Berliner Charité-Projekt „Kein Täter werden“ ein. In diesem Projekt sollen *Möglichkeiten präventiver Therapie zur Verhinderung bzw. Vorbeugung sexueller Übergriffe auf Kinder untersucht werden.*
https://www.kein-taeter-werden.de/dasprojekt.php
Dieses Projekt wurde im ersten Durchgang von der Volkswagen-Stiftung Hannover und der Opferschutzorganisation Hänsel+Gretel finanziert. Staatliche Stellen haben sich an der Finanzierung dieser Präventivmaßnahme nicht beteiligt. Eine Opferschutzorganisation musste also die Therapie der potentiellen Täter bezahlen, weil staatliche Gelder nicht zur Verfügung gestellt wurden.
Ein Armutszeugnis für unseren Staat?
Nachdem der erste Durchgang abgelaufen war, wurde das Projekt nun bis 2010 verlängert.
Diesmal beteiligt sich der Bund mit 250 000 Euro.
Immerhin.
Und die Charité hat vor kurzem ihr Präventionsprojekt „Kein Täter werden“ um einen neuen Schwerpunkt erweitert. Es läuft unter dem Slogan „Kein Täter werden. Auch nicht im Netz“ und richtet sich speziell an Pädophile, die im Zusammenhang mit Kinderpornographie auffällig geworden sind.
https://kein-taeter-werden-ppk.charite.de/
Mehr Maßnahmen fallen mir im Moment nicht ein.
Es sind punktuelle, zeitlich begrenzte Maßnahmen, die wohl auch nur wenig werden bewirken können.
Wenn es jedoch um den Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt geht, müssen alle Maßnahmen erwogen werden, die diesem Ziel dienen.
Kein anderes Thema ist so emotional besetzt wie das Thema „sexueller Kindesmissbrauch“. Aus guten Gründen. Und deshalb muss auch immer geschaut werden, ob dieses Thema nicht möglicherweise missbraucht und vorgeschoben wird, um Wahlkampf-Profilierung zu betreiben.
Und werden wir möglicherweise eines Tages folgende Erfolgsmeldung der Bundesregierung lesen können? „Der Bundesregierung ist es durch das Zugangserschwernisgesetz erfolgreich gelungen, die Kinderpornografie um xxx% einzudämmen.“
Die Blockade von Internetseiten bekämpft keine Kinderpornographie, denn sie ist weiter vorhanden und wird auch weiter ihre Zielgruppe haben und finden. Blockaden bekämpfen das Problem nicht, sie blenden lediglich aus.
Die Frage ist, ob das ZugErsch.. was nutzt. Nachweislich gibt es auch nunmal auch andere Wege KiPo zu verbreiten, deshalb wir die Sperre kaum was ändern.
Wichtiger finde ich deshalb auch das Thema prävention. Das Charite hat dabei ein Projekt gestartet:
*Möglichkeiten präventiver Therapie zur Verhinderung bzw. Vorbeugung sexueller Übergriffe auf Kinder untersucht werden.*
https://www.kein-taeter-werden.de/dasprojekt.php
Dabei geht es darum Präventiv gegen mögliche Täter vorzugehen. Hierbei hat der Staat nichts dazu gegeben. Später wurde das Projekt erweitert (https://kein-taeter-werden-ppk.charite.de/), hier förderte der Staat das projekt erstmalig mit immerhin 250k.
Die Maßnahmen sind zwar nur punktuell und vllt. zeitlich begrenzt, aber sie sind besser als wegsehen. Und ob der Staat jemals mit dem KiPo Gesetz wirkliche erfolge vermelden kann, ist auch fraglich. Hier ist es eher interessant zu fragen, ob es nicht einfach um den Wahlkampf geht
ich hab besseres zu tun als stundenlang die Meinungen anderer zu lesen, die schon zwei Seiten vorher stehen und dort genauso kommentiert wurden.
Und seine Meinung kurz zu halten ist eine Kunst, die leider viel zu wenige beherrschen