Aber was ist mit Sozialpolitik, Steuerwesen, Gesundheitspolitik etc.? Wir erleben grade eine Wirtschaftskrise, wie stehen die Piraten dazu?
Unentschlossen bzw. in Arbeit, wie hier zu sehen:
https://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=81&t=3112
Übrigens gibts auch ne AG Bildung, AG Wirtschaft und AG Umwelt.
Ich würde einfach sagen, stell diese FRagen noch mal 2 Wochen vor der Wahl, dann hat sich einiges getan. Ich denke durchaus, dass hier ein Erfolg ähnlich bei den Grünen passieren kann.

Steht dafür schon irgendwo eine definitive Entscheidung?
Anscheinend ja.
https://piratenpartei.de/node/779
 
Nachfolgend ein sehr guter Beitrag von Hr. Tauss auf Abgeordnetenwatch.de in dem er versucht zu Erklären, wieso aus seiner Sicht die SPD für die KiPo-Sperre aka Zugangserschwernis aka Internet-Zensur gestimmt hat.
Das ganze deckt sich (im Tenor) weitestgehend mit meiner Meinung: Die Damen und Herren in der Politik wissen überhaupt nicht was das Internet ist und was sie davon wissen macht ihnen Angst.

Link zum Beitrag auf Abgeordnetenwatch.de

Jörg Tauss auf Abgeordnetenwatch.de schrieb:
ich versuche mal eine Erklaerung:

Ein grosser Teil der Parlamentarier ist mit dem Internet nicht aufgewachsen. Sie empfinden es daher moeglicherweise sogar als Bedrohung. Sie nehmen es nicht als technisches Netz oder als Kommunikationsinfrastruktur wahr, verstehen nichts von Netzneutralitaet, sondern als etwas, wo man eben Boeses bekommen kann und wo vermeintlich das Boese auch herkommt und die Gesellschaft durchdringt. Das Netz spiegelt nicht Probleme wider, sondern verursacht sie in deren Augen: (in beliebiger Reihenfolge und austauschbar Islamismus, Pornos, Hacker, Bombenbauanleitungen, Terroristen, Rechtsradikale und dann auch noch amoklaufende Jugendliche etc. etc.). Deshalb muss das auch bei uns bekaempft werden, zumal, siehe Olympia, es die Chinesen ja schliesslich sogar vormachen koennen (CSU- Uhl ernsthaft: Bei der Ueberwachung des Internet von China lernen).

Ein weiterer Teil, angefuehrt von durchaus netten Kolleginnen wie Karen Marks und Christl Humme, hat wirklich und ernsthaft die Auffassung, mit dem Gesetz tatsaechlich etwas gegen Pornographie mit Kindern zu tun und fuer missbrauchte Kinder Positives zu bewirken. Das steht seit 15 Jahren schliesslich schon in EMMA und Unicef sagt es auch. Fakten zaehlen da nicht mehr.

Kein (SPD-) MdB kaeme z.B. auf die Idee, zum Gespraech auf einen Bauernhof zu fahren, ohne sich vorher etwas ueber die Milchquote oder dergl. anzulesen oder wenigstens aufschreiben zu lassen. Unter "Internet" koennen sich aber eben viele immer noch weniger vorstellen als unter einer Kuh. Ein weiterer Teil hat sich daher auf die Aussagen von "Fachleuten" wie Martin Doermann verlassen, der in der Fraktion von einem "guten Kompromiss" und "Verhandlungserfolg" gegen die Union sprach. Dass sich Stasi 2.0 die Haende reibt weiss er nicht, will er nicht wissen, weil es ihm weder die Bundesnetzagentur noch sein Referent so aufgeschrieben haben und nur ueble Lobbyisten das Gegenteil behaupten. Er glaubt denen daher auch nicht, glaubt vielmehr den von ihm verbreiteten Unfug selbst und ist beleidigt, dass ihm die gleichfalls boese "Szene" wiederspricht und "sein" Werk nicht auch noch lobt. Er hat mich beim Parteitag sogar noch gebeten, zu helfen, die "Szene" mal richtig zu informieren.

Und ein anderer Teil hat sich, wie Peter Struck, davor gefuerchtet, ein negatives Medienecho zu bekommen (ueberlegt mal bei einer Ablehnung, was wohl die Zeitungen dazu sagen....). Dieser Teil der Partei, zu dem auch Muentefering gehoert, nimmt die "digitale" Welt noch allenfalls als eine wahr, in die man preiswert und ohne Portokosten "etwas hinschicken" kann. Bevorzugt nette Worte ueber sich selbst oder die Partei. Und Obama hat es ja schliesslich auch irgendwie und ganz schick gemacht, auch wenn man gar nicht weiss oder wissen will, was der eigentlich gemacht hat. Aber man will dann doch irgendwie modern sein und twittern oder sonst was schickes, sofern es nicht gerade aus der Fraktion ist oder voreilig das Ergebnis der Bundespraesidentenwahl. Und Sascha Lobo sieht ja trotz allem ganz lustig aus und so, wie man sich diese Internet - Freaks, von denen es ja welche sogar als Waehler (!) geben soll, so vorstellt.

Diese Mischung aus Borniertheit, Uninformiertheit, technischem Desinteresse, der guten Absicht, wenigstens "etwas" zu tun, Angst vor der BILD- Zeitung etc. fuehrte dazu, dass man weder die Expertenmeinungen noch die Meinungen von 134.000 Petentinnen und Petenten wenigstens in ihrer Mischung zur Kenntnis nahm oder nimmt. Weil es aber doch irgendwie seit ein paar Tagen komisch laeuft, gruendet man jetzt mit Brigitte Zypries wenigstens nachtraeglich noch einen Arbeitskreis.

Ein Kollege hat mir jetzt tatsaechlich geschrieben, er verstehe mich ueberhaupt nicht, wegen "dem bisschen Freiheit" im Internet die SPD verlassen zu koennen. Dieses Zitat belegt, wie weit die handelnde gesetzgeberische Generation tatsaechlich vom Problem weg ist und keinerlei Sensibilitaet dafuer entwickelt hat, was der systematische technische Aufbau von Zensurinfrastruktur fuer einen freien Staat tatsaechlich bedeuten kann oder bedeutet.

Mit freundlichen Gruessen
Joerg Tauss
 
https://www.youtube.com/watch?v=WksFosvtnQc&NR=1

Selbst das als konservativ verschrieene ZDF wirft Zensursula Versagen vor. Besonders erwähnenswert ist die Äußerung von Renate Künast gegen Ende des Video-Clips.

https://www.youtube.com/watch?v=P0PgkzCLTCw&feature=related

In einem Punkt muß ich Herrn Schnurer von der c't korrigieren: Er spricht davon, daß es schon lange die gesetzliche Grundlage gibt, KiPo vom Netz zu nehmen, die Strafverfolgungsbehörden bräuchtennur mehr Personal um die Löschungen auch durchführen zu lassen. Das sehe ich als unnötig an. Wenn Gesetzgeber und Strafverfolgungsbehörden sich mal um eine Zusammenarbeit mit denen bemühen würden, die mehr vom Internet verstehen als die Kuh vom Donerstag, hätten sie ein Heer von Freiwilligen, die liebend gern die Server-Betreiber anschreiben würden - mit dem Ziel, diesen Dreck endlich aus dem Netz zu kriegen.

Die Vertriebswege über P2P, Newsgroups und per Post sind damit noch nicht erledigt, aber Zensursulas Argument, KiPo wäre für jeden per Mausklick abrufbar, wäre damit Geschichte. Es gibt jetzt schon Meldestellen für KiPo, an die man anonym die URLs schicken kann. Den Freiwilligen, die sich meinetwegen auch schriftlich und unter Hinterlegung einer Perso-Kopie zur Verfolgung dieses Drecks registrieren lassen könnten, müßten dann Zugriff auf diese Meldeliste haben um zu überprüfen, ob die Meldung berechtigt ist und wenn ja, dann die Löschung zu veranlassen.

Dazu ist Vertrauen in diese Freiwilligen erforderlich. Dieses Vertrauen ist seitens Zensursula und der Strafverfolgungsbehörden nicht da. Warum nicht? Warum hält man jeden, der sich nur ein wenig mit dem Internet auskennt (nicht mal Experten, nur Leute, die wissen, was eine IP oder was ein Server ist) sofort für einen (potentiellen) Schwer-Pädo-Kriminellen? Ist das bloße Ahnungslosigkeit der Beteiligten oder Furcht um den Machterhalt, weil denkende Menschen schwer zu kontrollieren sind, also muß man ihnen das Denken verbieten?

https://www.youtube.com/watch?v=_CIORwEHH0k

Hab ich vor 2 Wochen geschickt bekommen. Wie KINDER unsere Politiker blamieren bis auf die Knochen, spricht Bände! Besonders erwähnenswert bei 1:35 ist Brigitte Zypries (Bundesministerin für JUSTIZ), mit "Browser, was ist jetzt nochmal n Browser?"!!! SOLCHE Dillettanten entscheiden über Internet-Sperren!

Und wer sich fragt, warum solch dumme Politiker überhaupt gewählt werden: Die Wähler sind NOCH DÜMMER!

https://www.youtube.com/watch?v=kGeQ-XGT25c&NR=1
 
Wenn Gesetzgeber und Strafverfolgungsbehörden sich mal um eine Zusammenarbeit mit denen bemühen würden, die mehr vom Internet verstehen als die Kuh vom Donerstag, hätten sie ein Heer von Freiwilligen, die liebend gern die Server-Betreiber anschreiben würden - mit dem Ziel, diesen Dreck endlich aus dem Netz zu kriegen.

https://www.basicthinking.de/blog/2009/07/05/basic-sunday-kampf-gegen-kinderpornografie/

https://www.no-kids.org/

No-Kids.org ist ein Programm, eingebettet in eine Website, das die Verbreitung von kinderpornografischen Dateien in Peer-to-Peer-Netzwerken effektiv eindämmt. Jeder Computer, auf dem No-Kids.org gestartet wurde, dockt sich automatisch an eines dieser Netzwerke an. Und täuscht dann vor, exakt die Datei zu haben, nach der Kinderporno-Konsumenten suchen. Versendet wird dann allerdings eine No-Kids.org-Datei, die keine Kinderpornos enthält, sondern die Aufforderung, sich an eine Beratungsstelle zu wenden. Den wahren Inhalt dieser Datei erkennen Kinderporno-Konsumenten erst nach dem Download. Das macht es ihnen unmöglich, tatsächlich kinderpornografische Dateien von No-Kids.org-Dateien in Peer-to-Peer-Netzwerken zu unterscheiden.
 
https://www.basicthinking.de/blog/2009/07/05/basic-sunday-kampf-gegen-kinderpornografie/

https://www.no-kids.org/

No-Kids.org ist ein Programm, eingebettet in eine Website, das die Verbreitung von kinderpornografischen Dateien in Peer-to-Peer-Netzwerken effektiv eindämmt. Jeder Computer, auf dem No-Kids.org gestartet wurde, dockt sich automatisch an eines dieser Netzwerke an. Und täuscht dann vor, exakt die Datei zu haben, nach der Kinderporno-Konsumenten suchen. Versendet wird dann allerdings eine No-Kids.org-Datei, die keine Kinderpornos enthält, sondern die Aufforderung, sich an eine Beratungsstelle zu wenden. Den wahren Inhalt dieser Datei erkennen Kinderporno-Konsumenten erst nach dem Download. Das macht es ihnen unmöglich, tatsächlich kinderpornografische Dateien von No-Kids.org-Dateien in Peer-to-Peer-Netzwerken zu unterscheiden.


Das ist doch mal eine richtig tolle Idee. Noch schneller kann man sich ja kaum nen Hausbesuch durch die Polizei einhandeln. Oder meint jemand, die Damen und Herren würden die Dateien runterladen und sichten bevor das Rollkommando losgeschickt wird? Ich glaubs kaum... Ein eindeutiger Dateiname dürfte für eine Hausdurchsuchung ausreichen.
Selbst wenn man in einem Verfahren dann beweisen kann, dass man kein KiPo getauscht hat sondern der Inhalt der Datei harmlos war, muss man doch mit den Folgen der Durchsuchung leben: Nachbarn tratschen, PC ist evtl monatelang mit allen Daten drauf weg, usw...

Und warum keiner der Polizei hilft ist doch klar: Dazu muss man gezielt nach KiPo suchen und das ist strafbar. Meldet man es als "Zufallsfund" wird spätestens nach der dritten Meldung in ein paar Wochen ein Verfahren eröffnet werden weil der Verdacht da ist, dass man eben doch gezielt gesucht hat.
Es gab früher von der ct mal eine anonyme Meldestelle, weil "damals" auch gegen Zufallsfinder Verfahren eröffnet wurden. Das Projekt wurde dann eingestellt, nachdem die Staatsanwaltschaften sich darauf geeinigt haben, gegen Zufallsfinder kein Verfahren zu eröffnen. Ich denke der Trend geht wieder in die andere Richtung und die ct wird die Meldestelle bald wieder aufmachen können...
Frau von der Leyen hat in einem Interview übrigends bedauert, dass dieses Projekt "Netz gegen Kinderporno" eingestellt wurde und hat es als Desinteresse der Community gedeutet, vor der eigenen Haustür zu kehren. Ihr war überhaupt nicht klar, dass es bei dem Projekt darum ging, Zufallsfinder die Meldung zu ermöglichen, ohne eine Verfolgung befürchten zu müssen.

Viele Grüße
Simon
 
Dennoch zeigt das von vollkommener politischer Unerfahrenheit der Piraten. Denn immerhin ist ja das Thema Sperren von Kindermissbrauchswebseiten eines der Hauptthemen der Partei. Und da jemanden, der Kinderpornografie per Handy verschickt haben soll, ins Rampenlicht zu bringen, ist schon bedenklich.



Quelle:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,611646,00.html

Das wäre in etwa so, als würde man einem Terrorverdächtigen weiterhin Zugang zur Schaltzentrale eines AKW einräumen, schließlich gilt ja bis zum erwiesenen Gegenteil die Unschuldsvermutung.

Wo willst Du denn hier eine Grenze ziehen, ab wann ist denn niemand verdächtigt irgendwas machen zu können? Da wären wir doch wieder beim Thema "Du bist Terrorist".
Wobei sich die Piratenpartei ja nicht ausschließlich auf das nichtsperren von solchen Seiten einsetzt, sondern auf andere Mittel, also nur ein Schild davor zu machen.
Da muss ich immer an folgendes denken:
 
...

Wo willst Du denn hier eine Grenze ziehen, ab wann ist denn niemand verdächtigt irgendwas machen zu können? Da wären wir doch wieder beim Thema "Du bist Terrorist".

Eine Grenze ziehen? Das ist schwer zu sagen. Aber wenn der Immunitätsausschuss des Bundestages einstimmig die Immunität aufhebt, dann sollte man doch hellhörig werden. Quelle siehe oben. Und es geht ja auch noch weiter:

Im Falle von Darstellungen tatsächlicher Geschehen oder wirklichkeitsnahen Darstellungen ist bereits der Besitz strafbar.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kinderpornografie#Deutsches_Recht

SPD-Politiker räumt Kauf von Kinderpornos ein

Quelle: https://www.focus.de/politik/deutschland/joerg-tauss-spd-politiker-raeumt-kauf-von-kinderpornos-ein_aid_380519.html


Wenn ihn wenigstens ein Gremium des Bundestags beauftragt hätte, zu ermitteln und er Rückendeckung gehabt hätte. Und als ausgewiesener Experte für das Internet muss ihm bekannt gewesen sein, dass der Besitz alleine strafbar ist.
Selbst wenn er kein Pädophiler ist und nur lautere Absichten hatte. Er hat sich offensichtlich über das Recht hinweggesetzt und damit auch dem Ansehen eines Bundestagsmandats schweren Schaden zugefügt.

Dementsprechend spricht es nicht für die PPD, diesen Menschen aufs Podest zu heben.


Wobei sich die Piratenpartei ja nicht ausschließlich auf das nichtsperren von solchen Seiten einsetzt, sondern auf andere Mittel, also nur ein Schild davor zu machen.

Dein Bild spricht ja schon Bände. Ein Schild davor ist in etwa so einfältig, wie die Bundyfamilie in der Folge, wo sie bei der Urlaubsreise dem Hund sechs Futterschalen mit Wochentagsnamen hingestellt haben.

Abgesehen davon halte ich das Sperren für vollkommen richtig. Es gibt kein Recht auf Informationsfreiheit darüber, sich die Peinigung von Menschen im Nachhinein ansehen zu dürfen. Der Schutz des Opfers vor der wiederholten Darstellung muss Vorrang haben. Selbst wenn 95% aller Opfer in einer Gruppe vereint wären, die sich gegen die Sperrung von Internetseiten wenden. Diese können nur für ihre eigenen persönlichen Bilder sprechen und diese freigeben, aber nicht für den Rest.
 
Frau von der Leyen hat in einem Interview übrigends bedauert, dass dieses Projekt "Netz gegen Kinderporno" eingestellt wurde und hat es als Desinteresse der Community gedeutet, vor der eigenen Haustür zu kehren. Ihr war überhaupt nicht klar, dass es bei dem Projekt darum ging, Zufallsfinder die Meldung zu ermöglichen, ohne eine Verfolgung befürchten zu müssen.
Dass die Frau völlig planlos ist (und auch überhaupt
nicht rechnen kann) hat sie ja oft genug bewiesen.

:arrow: Oops, she did it again: “Zensursula” und die 95 KiPo-Schurkenstaaten

Und nur weil es die Meldestelle der c't nicht mehr gibt,
bedeutet das nicht, dass es keine mehr gibt!

:arrow: Netz gegen Kinderporno
 
Löschen statt verstecken

Der Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) bewies in einem Test eindrucksvoll, wie schnell sich Webseiten mit kinderpornographischen Inhalten komplett löschen lassen, statt einfach nur den Zugang zu ihnen zu verhindern und führt damit die angestrebten Netzsperren spektakulär ad absurdum.

Für den Versuch wurden bekannt gewordene europäische Sperrlisten analysiert und anschließend die Provider der beanstandeten Seiten mit Bitte um Löschung der Angebote angeschrieben. Innerhalb von gerade einmal 12 Stunden erreichte der AK Zensur so die Löschung von 61 Kinderporno-Seiten.

Mehr hier:

https://www.chip.de/news/Kinderporno-Debatte-Loeschen-statt-verstecken_36659143.html
 
Dein Bild spricht ja schon Bände. Ein Schild davor ist in etwa so einfältig, wie die Bundyfamilie in der Folge, wo sie bei der Urlaubsreise dem Hund sechs Futterschalen mit Wochentagsnamen hingestellt haben.

Abgesehen davon halte ich das Sperren für vollkommen richtig. Es gibt kein Recht auf Informationsfreiheit darüber, sich die Peinigung von Menschen im Nachhinein ansehen zu dürfen. Der Schutz des Opfers vor der wiederholten Darstellung muss Vorrang haben. Selbst wenn 95% aller Opfer in einer Gruppe vereint wären, die sich gegen die Sperrung von Internetseiten wenden. Diese können nur für ihre eigenen persönlichen Bilder sprechen und diese freigeben, aber nicht für den Rest.

Weißt Du überhaupt was genau damit gemeint ist was z.b. Organisationen oder Parteien wie die Piratenpartei dabei kritisiert?
Es geht darum dass man mit wegsehen (und mehr ist das nicht, denn man kennt die Seiten nur werden diese andersweitig weitergeleitet) nichts an diesem Martyrium den manche Menschen, oder im dem Falle eher Kleinstkinder, Kinder und Jugendliche ausgesetzt sind. Denn 1. die Sachen bleiben weiter im Umlauf, 2. die Sachen werden weiter produziert dass es eben nicht nur in Deutschland Abnehmer gibt (und nur hier gibt es ja die Stoppschilder) 3. wird keiner dafür bestraft da die nur die Seiten anders weiterleiten aber nicht die Seite schließen und die Leute die dafür verantwortlich sind zur Rechenschaft ziehen.
Und dann kommen wir zu 4. was eher weniger damit zu tun hat und dass ist die Vorgehensweise wie solche Seiten auf den "Index" kommen, es findet nur eine geringe Überprüfung statt, durch u.a. eine Person die von sich selbst sagt, dass sie keine ahnung auf diesem Gebiet hat. Und somit nur wenig dazu sagen darf. Die Liste bleibt ausserdem geheim etc. etc.
 
No5251 schrieb:
Dass die Frau völlig planlos ist (und auch überhaupt
nicht rechnen kann) hat sie ja oft genug bewiesen.

Oops, she did it again: “Zensursula” und die 95 KiPo-Schurkenstaaten

Hier ein heise-Artikel dazu:
https://www.heise.de/newsticker/Fam...-von-Kinderpornographie-fest--/meldung/141676
Das Bundesfamlienministerium findet die Alternativ-Studie zu den "Kinderporno-Staaten" interessant, betrachtet sie jedoch nicht, da sie deren Meinung nach nicht den Kriterien einer wissenschaftlichen Arbeit standhält. Wieso das offensichtlich eine Studie aus USA tut, die komischerweise auf eine Gesamtzahl von viel mehr Staaten kommt, als es Weltweit gibt... das weiss wohl nur Frau von der Leyen.



No5251 schrieb:
Und nur weil es die Meldestelle der c't nicht mehr gibt,
bedeutet das nicht, dass es keine mehr gibt!

Netz gegen Kinderporno

Allerdings mit einigen sehr eindringlichen Hinweisen: Nicht aktiv suchen! Melden und Daten löschen!
Unter diesen Umständen ist die Community wohl kaum in der Lage, das Netz selbst sauber zu halten, wie es von Frau von der Leyen gewünscht wird.
Und das man da melden kann ohne selbst verfolgt zu werden ist eine interne Absprache der LKAs. Wenn da doch eins ausschert oder einem Staatsanwalt auffällt, dass du 3 mal innerhalb von einer Woche Kinderporno gemeldet hast und auf den Verdacht kommt, du hättest aktiv gesucht... dann hast du doch wieder die Herren in Grün daheim.
Dann kannst du dich hinstellen und sagen: Aber ihr habt doch zugesagt... Rechtliche Bindung hat diese "Zusage" aus meiner Sicht nicht.
 
...

1. Auch bei Tauss gilt die Unschuldsvermutung. Sollte er für schuldig befunden werden, wird er ausgeschlossen.

Ja, sogar noch wenn er selber einräumt, für KiPo bezahlt und diese weiterverbreitet zu haben. Der Zweck heiligt nicht die Mittel.

2. Diese Äußerungen sind kein Straftatbestand.
....
Generell wärs mal sehr schön, wenn die Leute aufhören würden, bei dem Namen "H****r" sofort zu explodieren.

Nein. Wehret den Anfängen!


Nach dieser Argumentation düfte niemand in ein AKW, da bei niemandem bewiesen werden kann, dass er keine terroristischen Pläne hat.
Außerdem ist mit Kinderpornos noch nie ein Anschlag verübt worden, oder? Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich...

Traurig, dass Du den Vergleich nicht erkennst. Beides sind fieseste, feige Vergehen an wehrlosen, unschuldigen Menschen!

Weißt Du überhaupt was genau damit gemeint ist was z.b. Organisationen oder Parteien wie die Piratenpartei dabei kritisiert?
1.,2.,3.

Na und? Wer oder was gibt jemanden das Recht, sich solche Bilder/Szenen anzuschauen? Der Besitz ist in Deutschland strafbar und da steht ein breiter
gesellschaftlicher Konsens dahinter.

Immerhin wird mit der Abschaltung der Seiten den Tätern die Ausrede genommen, sie hätten das zufällig auf den Rechner bekommen. Und die, welche durch Unwissenheit das tatsächlich nur zufällig auf den Rechner bekommen, werden davor geschützt.

Und dann kommen wir zu 4. was eher weniger damit zu tun hat und dass ist die Vorgehensweise wie solche Seiten auf den "Index" kommen, es findet nur eine geringe Überprüfung statt, durch u.a. eine Person die von sich selbst sagt, dass sie keine ahnung auf diesem Gebiet hat. Und somit nur wenig dazu sagen darf. Die Liste bleibt ausserdem geheim etc. etc.

Was für ein schwaches Argument und reine Polemik.

Strafbare Handlung = abschalten. Wer zu unrecht abgeschaltet wurde, kann in Deutschland den Rechtsweg beschreiten.
 
Na und? Wer oder was gibt jemanden das Recht, sich solche Bilder/Szenen anzuschauen? Der Besitz ist in Deutschland strafbar und da steht ein breiter
gesellschaftlicher Konsens dahinter.
Niemand, was ist jetzt der Vorteil eines Stopschildes anstatt der Schließung dieser Seite und weiterführenden Strafmaßnahmen?

Immerhin wird mit der Abschaltung der Seiten den Tätern die Ausrede genommen, sie hätten das zufällig auf den Rechner bekommen. Und die, welche durch Unwissenheit das tatsächlich nur zufällig auf den Rechner bekommen, werden davor geschützt.
Es werden mit der neuen "Zensur" keine Seiten abgeschaltet. Sondern bekannte Seiten für solchen sch..... werden umgeleitet, nicht mehr und nicht weniger. Und letztere hat damit nur geringfügig zu tun, denn gebe es diese Seite nicht mehr könnte auch niemand mehr auf diese Seite surfen. Im Gegensatz zum jetzigem Modell wo es die seite immer noch gibt nur für deutsche wird anstatt der Inhalt ein kleines "Stop-Schild" gezeigt.
Sehr gut...damit hilft man den Opfern!



Was für ein schwaches Argument und reine Polemik.

Strafbare Handlung = abschalten. Wer zu unrecht abgeschaltet wurde, kann in Deutschland den Rechtsweg beschreiten.
Warum ein schwaches Argument? Genauso fängt es an, erst sind es nur Lapalien, dann Sachen wo die Allgemeinheit zu stimmen muss um nicht selber ins "Fadenkreuz" zu kommen und später sind es Oppositionelle Seiten, umgangsprachlich Kritiker...

Und ob der Rechtsweg wirklich so einfach machbar ist bei einer "geheim Liste" würde ich mal bisher nicht so einfach unterschreiben...
 
Beides sind fieseste, feige Vergehen an wehrlosen, unschuldigen Menschen!
Nein, Terrorismus bringt Leute um.
Beim Bilder ansehen ist die Tat bereits geschehen - und mit einem Stoppschild wird effektiv die Verfolgung dieser Taten behindert.
Wenn man die erwischt, die die Bilder machen, kanns auch keiner mehr ansehen.

Wer zu unrecht abgeschaltet wurde, kann in Deutschland den Rechtsweg beschreiten.
Dann viel Spaß. Ein Zahnarzt versucht das bereits seit mehreren Jahren in einem Land mit so einer Liste.
Außerdem gilt auch hier:
Nein. Wehret den Anfängen!

für KiPo bezahlt und diese weiterverbreitet zu haben.
Das, mein Lieber, ist üble Nachrede. Bitte beweise, das er KiPos weiterverbreitet hat, oder zeige dich selbst an!
Man muss doch den Anfängen wehren! Das fängt bei einem selbst an.
 
Grundsätzlich gilt: Nur weil es Möglichkeiten gibt, Verbote und Sperren zu überwinden, heißt es nicht, dass diese Verbote und Sperren sinnlos sind. Es ist also ziemlich zynisch zu sagen "Kinderporno wirds immer geben, warum also sperren." Das Thema Kinderpornos ist definitiv keine Werbung für die Piratenpartei.
 
Grundsätzlich gilt: Nur weil es Möglichkeiten gibt, Verbote und Sperren zu überwinden, heißt es nicht, dass diese Verbote und Sperren sinnlos sind. Es ist also ziemlich zynisch zu sagen "Kinderporno wirds immer geben, warum also sperren." Das Thema Kinderpornos ist definitiv keine Werbung für die Piratenpartei.

Ich glaube, du verstehst die Intension der Sache falsch. Es geht nicht darum, mit den Achseln zu zucken, sondern die Seiten sollen TATSÄCHLICH gelöscht, nicht mit einem Stopp-Schild "ausgeblendet" werden. Mit dem Stoppschild wird NICHTS gelöscht, nur markiert.
 
Ich glaube, du verstehst die Intension der Sache falsch. Es geht nicht darum, mit den Achseln zu zucken, sondern die Seiten sollen TATSÄCHLICH gelöscht, nicht mit einem Stopp-Schild "ausgeblendet" werden. Mit dem Stoppschild wird NICHTS gelöscht, nur markiert.

Und ich glaube, einige verstehen wenig von den Tücken des Internets und/oder halten die Gesetzgeber für Idioten. Diese Seiten werden, wenn ich einem kürzlich gelesenen Bericht in einer größeren Zeitung glauben darf, selten von Amateuren betrieben, und noch seltener von deutschen Servern. Sie sind nicht ohne Weiteres abzuschalten, da die Domains oft im Ausland liegen, Proxys verwendet werden usw. Ein internationales Vorgehen "aller fünf Kontinente" ist utopisch und wird es in den nächsten Jahrzehnten wohl auch bleiben. Mit den Stopp-Schildern kann man schneller reagieren und - wenn auch nur symtomatisch, nicht ursächlich - etwas gegen die Verbreitung tun und unmissverständlich darauf hinweisen, dass es sich um verbotene Produkte und Bilder handelt.
 
Und ich glaube, einige verstehen wenig von den Tücken des Internets und/oder halten die Gesetzgeber für Idioten. Diese Seiten werden, wenn ich einem kürzlich gelesenen Bericht in einer größeren Zeitung glauben darf, selten von Amateuren betrieben, und noch seltener von deutschen Servern. Sie sind nicht ohne Weiteres abzuschalten, da die Domains oft im Ausland liegen, Proxys verwendet werden usw. Ein internationales Vorgehen "aller fünf Kontinente" ist utopisch und wird es in den nächsten Jahrzehnten wohl auch bleiben.
In einer Großen Zahl von Ländern GIBT es Gesetze gegen Kinderpornografie. Man hat nun mal nicht wirklich den Eindruck, dass bislang versucht wurde, konzertiert gegen die Netzwerke vorzugehen.

Es ist doch ziemlich eindimensional, zu sagen, "Das was wirkt können wir nicht machen, also machen wir was Wirkungsloses, damit wenigstens irgendwas gemacht wird".

Mit den Stopp-Schildern kann man schneller reagieren und - wenn auch nur symtomatisch, nicht ursächlich - etwas gegen die Verbreitung tun und unmissverständlich darauf hinweisen, dass es sich um verbotene Produkte und Bilder handelt.
DAS dürfte den meisten Benutzern solcher Seiten ohnehin klar sein... :roll:

Abschreckend wirkt es (wahrscheinlich) nur auf solche Surfer, die tatsächlich aus Versehen an eine solche Seite geraten... Nur hat das wohl keinen präventiven Charakter...