Selbstversuch: Luzide Träume (Klarträume)

Ja im Prinzip hat es ja geklappt das stimmt schon, aber wie kann ich denn trainieren das ich dann nicht aufwache? Wenn ich so einen Traum nur alle paar Wochen mal habe dann dauert das doch Jahre bis ich das mal richtig kann :think:
 
Klartraum: Verwendung/Stabilisierung von Träumen schrieb:
Drehen
Du drehst dich so, dass dir im wachen Zustand übel werden würde. [...] hat diese Technik Nebenwirkungen auf den Traum, so dass du dich auf einmal in einer völlig anderen Umgebung wiederfinden könntest. Aus diesem Grund ist diese Technik sehr effektiv für Veränderungen der Traumszenen.
Ich dreh fast durch wenn ich das so lese.

Durch Überlastung aufgrund der andauernden Veränderung bringt man das Gehirn zu "Fehlern", sodass es die Umgebung rebootet und man woanders landet. (denke ich)

Ich schätze mal, dass gewisse Dinge aus der alten Umgebung auch in der neuen auftauchen, weil ja immernoch die gleichen Informationen verarbeitet werden müssen.

Daraus leite ich ab, dass die Traumphase (auf realer Ebene) verlängert wird.

(Meine Gedanken, ist wahrscheinlich völlig falsch und daneben :biggrin: aber ich wollte eben begründen warum ich so fasziniert war als ich das gelesen habe)
 
Das Gehirn merkt (nach meiner Theorie), dass die Verarbeitung der Informationen fehlgeschlagen ist. Demnach wäre es eventuell möglich, dass die REM-Phase neu gestartet wird.
 
also ein Neustar ist eher unwahrscheinlich, denn die Schlafphasen verlaufen so ähnlich wie eine Sinuskurve, ist die Kurve oben, dann wird geträumt, ist die Kurve unten, dann wird abgeschaltet

das ist halt auch ein fester Bio-Rhythmus, so wie tagsüber wach und nachts schlafen, lässt sich zwar verändern, aber im Schlaf ist so eine Körperkontrolle eher schwierig ;)
 
Ja aber der Schlaf verläuft ja nicht wie eine Sinuskurve weil es ihm gerade passt, sondern weil das Gehirn das will.


Ich stell mir die REM-Phase wie ein Kartenhaus vor. Das kann einstürzen und dann wird eben neu angefangen, weil es ganz wichtig ist dass das Kartenhaus irgendwann steht.

Die Frage dabei wäre dann, ob das Gehirn nach 10 Minuten REM-Phase nach nem kurzen Abbruch (der Überlastung; Neuauflage des Traums) wieder nach den bereits verarbeiteten Informationen ansetzen kann, oder diese Arbeit zunichte gemacht wird.
 
ok, Sinuskurve war vielleicht die falsche Wortwahl, weil Sinus ja eher gleiche Abstände hat ... aber nach einem Traum-Ende/-Abbruch kommt immer eine Erholungsphase
mal als Illustration:
Schlafstadien_einer_nacht.png

wie man sieht, hat der Probant hier auch unterschiedlich lange Phasen auf der REM-Ebene

das Wort "Abbruch" störte mich nur etwas bei dir, was wohl aber nicht direkt als Abbruch gemeint sein sollte... also eine längere REM-Phase ist schon möglich, da es nicht unbedingt eine feste REM-Dauer gibt...

und ich habe das Gefühl, dass du denkst, dass das Gehirn die Dinge verarbeiten "muss", aber dem ist nicht so, das Gehirn macht es weil es einfach besser wäre, aber wenns nicht klappt, ist das Gehirn nicht gezwungen, diese Sache nochmal aufzurufen und zu verarbeiten ...
es ist möglich, dass es das wieder versucht aber auch, dass es einfach ein anderes Problem aufgreift, welches weniger scheitern könnte
 
wie unterschiedlich die Ansichten auf Schlafstadien sind :think: ich ging vom anderthalb stunden-rhythmus aus. Heißt eine Schlafphase dauert 1,5h und gipfelt in 20 Minuten REM. So sprechen jedenfalls die PSR-Leute über Schlaf, und damit habe ich mich bisher mehr auseinandergesetzt als mit diesem hier ;)

und ich habe das Gefühl, dass du denkst, dass das Gehirn die Dinge verarbeiten "muss", aber dem ist nicht so, das Gehirn macht es weil es einfach besser wäre, aber wenns nicht klappt, ist das Gehirn nicht gezwungen, diese Sache nochmal aufzurufen und zu verarbeiten ...
Vertust du dich da, oder verstehe ich dich falsch? Das Gehirn muss Informationen verarbeiten, darum gibt es Schlaf überhaupt. Ein Leben ohne Schlaf ist nicht möglich.
 
Vertust du dich da, oder verstehe ich dich falsch? Das Gehirn muss Informationen verarbeiten, darum gibt es Schlaf überhaupt. Ein Leben ohne Schlaf ist nicht möglich.
nein, ich vertue mich nicht ;)
der Schlaf im eigentlichen Sinne dient nur der Erholung bzw. Entspannung, d.h. keine externen Sinneseindrücke aufnehmen und umwandeln müssen und nicht mehr dem Druck ausgesetzt sein zu müssen sofort Informationen zu verarbeiten bzw. bereitstellen zu müssen
es ist sozusagen die Mittagspause des Arbeiters "Gehirn", in der Mittagspause wird natürlich nicht nur geschlafen, sondern halt auch mit Kollegen über irgendwelche Vorfälle auf der Arbeit geredet und gegessen, aber die Mittagspause dient hauptsächlich dazu, der eigentlichen Arbeit zu entfliehen und sich zu entspannen
 
Die Funktion des Schlafes ist noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist, dass Menschen und viele Tiere schlafen müssen, um zu überleben, der genaue Grund ist jedoch noch unbekannt.
Stimmt schon, aber nicht wegen der Träume oder wegen der Verarbeitung von Informationen, sondern wegen anderer Beweggründe.

woher hast du jetzt, dass es nicht die Verarbeitung von Informationen ist? :think:
der Schlaf im eigentlichen Sinne dient nur der Erholung bzw. Entspannung

Dann ergeben weder Schlafstadien noch Träume irgendeinen Sinn.
 
Dann ergeben weder Schlafstadien noch Träume irgendeinen Sinn.
es ist sozusagen die Mittagspause des Arbeiters "Gehirn", in der Mittagspause wird natürlich nicht nur geschlafen, sondern halt auch mit Kollegen über irgendwelche Vorfälle auf der Arbeit geredet und gegessen, aber die Mittagspause dient hauptsächlich dazu, der eigentlichen Arbeit zu entfliehen und sich zu entspannen
das wollte ich eigentlich mit dem markierten Teil aussagen ;)

das mit dem Kollegen reden und essen, ist halt die Beschäftigung, die während der Pause gemacht wird, nicht zwingend notwendig aber hilfreich, weil sinnlos ist es ja nicht, dass die Sachen verarbeitet werden
 
Primär dient der Schlaf physischen Zwecken.

Du meinst um die Muskeln zu entspannen etc.? Das ist sicherlich falsch, dann könnte man ja auch wach irgendwo rumliegen. Außerdem bewegt man sich ja sehr viel im Schlaf.

das mit dem Kollegen reden und essen, ist halt die Beschäftigung, die während der Pause gemacht wird, nicht zwingend notwendig aber hilfreich, weil sinnlos ist es ja nicht, dass die Sachen verarbeitet werden

Es ist aber zwingend notwendig.

Nimm mal bitte die Metapher raus.
 
Du meinst um die Muskeln zu entspannen etc.? Das ist sicherlich falsch, dann könnte man ja auch wach irgendwo rumliegen. Außerdem bewegt man sich ja sehr viel im Schlaf.
es geht ja eben nciht um die Muskeln, sondem um die physische Aktivität des Gehirns ^^
das Gehirn muss im Wachzustand dauerhaft Milliarden Sinneseindrücke aufnehmen, verarbeiten und interpretieren, dazu noch Informationen aus dem Gedächtnis ständig greifbar haben, Muskeln gezielt steuern, Hormonproduktion steuern, interne Körpervorgänge steuern etc.
wenn es dafür keine Pause gibt und ein Großteil dieser Funktionen heruntergefahren wird, ist es einfach irgendwann überlastet, es "überhitzt" sozusagen
dafür ist der Schlaf da, um dem Gehirn die Ruhe zu geben, der Körper selbst kann sich auch beim im Bett liegen mit nem Buch entspannen...
Nimm mal bitte die Metapher raus.
ich finde die Metapher sogar sehr passend, weil es um physische Arbeit geht, um die Pause davon und die Beschäftigung während der Pause ;)
 
Ich klink mich aus der Diskussion aus. Es sind nur Thesen und kein gesichertes Wissen wie ihr es behandelt, ich will nicht auf Granit beißen.