Selbstversuch: Luzide Träume (Klarträume)

Ich habe mich mal dazu bewegt trotzdem mal den Film anzuschauen und hab nicht schlecht gestaunt auf was für Ideen die Drehbuchautoren gekommen sind^^

Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass man die Welt im Traum so derart ändern kann, es sei denn man hat ein extrem ausgeprägtes fotografisches Gedächtnis.

Aber ja, zu einem gewissen Grad sind luzide Träume möglich, aber andererseits... wozu sollte man das so wollen? Ok, fantasieren tut ja mal jeder, aber wenn man es zu stark macht, dann lebt man nicht mehr richtig in der Realität, würd ich mal meinen.
 
Ich hab letzte Nacht zwar keinen Klartraum gehabt, aber ich konnte mich danach an den Traum erinnern und da wurde mir bewusst, dass ich die Gegebenheiten dort tatsächlich selbst beeinflusst habe.

Ich war irgendwo im Feld gestanden und der Himmel über mir war sonnig und blau. Weiter in der Ferne zog es total schwarz her. Der erste graue Nebel lag schon fast zu meinen Füßen. Da hab ich (im Traum) gedacht:
Traumperson Luke schrieb:
"YEAH, geile Endzeit-Stimmung!!! Wenn jetzt aus dem Nebel bzw. der schwarzen Wand son ultrafettter Drache rauskäme und alles plattmacht, wär das NICE!!!!"
- und dann kam der Drache ... 8O Den Rest der Nacht befand ich mich dann auf der Flucht vor dem Drachen und es war wirklich heftig, weil total real (ohne Kontrolle). Als mich der Drache dann erwischte bin ich schweißgebadet aufgewacht.

Da war mir dann klar, dass ich mir eben selbst einen Albtraum induziert hatte. 8O Hätte ich nich an den Drachen gedacht, wär wohl nix passiert. Das "Konstruieren" funzt also prinzipiell, davon bin ich überzeugt. Man muss halt nur kontrollieren können, was man im Traum "denkt".

ich lag im bett und hab alles nach anleitung versucht.
auf einmal spürte ich, dass ich mich einen zentimeter nach oben bewegt habe.
ich bekam auf einmal herzrasen und dachte mir "vielleicht lässt du das lieber".
Das hat man ja oft, dass man beim Einschlafen anfängt sich zu "drehen" oder so. Ich lass das dann nicht zu, sondern mach kurz die Augen auf oder so, weil ich immer denke, ich geh sonst kaputt.^^ Aber genau DIESES Wegtaumeln muss man voll zulassen. Das ist der perfekte und leichteste Einstieg in einen Klartraum! Passieren kann da nichts, auch wenn sichs gefährlich anfühlt.
 
Das hat man ja oft, dass man beim Einschlafen anfängt sich zu "drehen" oder so.

Mir passiert manchmal etwas ähnliches. Ein paar mal kam es nach dem Besuch beim Freizeitpark: Ich bin dort oft Achterbahn gefahren und abends im Bett hatte ich das Gefühl durch Loopings & Co. zu bewegen und fühlze es auch ein bisschen. Beim anderen mal war es glaube nach einer Boots-Fahrt. Ich habe im Bett immer noch gefühlt, wie ich immer hin und her gewippt habe...

Seltsame Gefühle, aber irgendwie angenehm, finde ich...
 
Mein Mentor ist ein sehr erfahrener luzider Träumer. er nutzt die Träume bereits, um Traumatas aus seiner Kindheit zu entfernen bzw. für Eigen-Therapie. Er meine es dauert lange, bis man über das Fliegen oder S*x hinauskommt, aber wenn, dann eröffnen sich einem unbegrenzte Möglichkeiten.

Stellt euch doch mal vor ihr habt einen Wunsch im Leben oder ein ziel. Im Wachzustand gibt es Wiederstände, die es aber im luziden Traum nicht gibt. Man genießt die Freiheit alles tun zu können und vor allem alles zu SEIN, was man gerne sein will.

Die meisten Leute denken gar nicht soweit, deswegen geben sie es mit dem luziden träumen auch schnell wieder auf 8)
 
wenn man aber seine Träume wirklich nur Träume bleiben lässt, dann hat man ja nichts mehr wodrauf man im wahren Leben hinarbeiten will, wenns im Traum so leicht geht...Also ich bin stark dafür es beim Fliegen und S*x zu belassen, alles anderes finde ich bedenklich. Spass haben OK aber ein eigenständiges Traumleben führen, nein danke.
 
nachdem ich den Post von sirjocky las, kam mir aber genau der gleiche Gedanke ...
ich finde, die Traumwelt sollte auch das bleiben, was sie ist, eine unbewusst erschaffene Welt zur Verarbeitung persönlicher Erlebnisse...

wenn diese Welt genutzt wird, um seine Wünsche/Ziele gezielt zu verwirklichen, dann entspricht es nicht mehr dem eigentlichen Sinn eines Traums und ich weiß nicht, ob das so gesund sein kann ...
 
wenn man aber seine Träume wirklich nur Träume bleiben lässt, dann hat man ja nichts mehr wodrauf man im wahren Leben hinarbeiten will, wenns im Traum so leicht geht...Also ich bin stark dafür es beim Fliegen und S*x zu belassen, alles anderes finde ich bedenklich. Spass haben OK aber ein eigenständiges Traumleben führen, nein danke.

Wo fängt denn der Traum an und hört Realität auf und wo fängt Realität an und hört Traum auf ? Ich sehe zwischen Traumwelt und wahrer Welt, wie du sie definierst, keinen Unterschied. Die Persönlichkeit mit all ihren unbewussten Ängsten (um das Beispiel Selbsttherapie anzuführen), bleibt dieselbe.

Außerdem solltest du dir mal EEG-Untersuchungen anschauen. Die Hirnaktivitäten im luziden Traum sind noch ganz spezielle ;)
 
Die Persönlichkeit mit all ihren unbewussten Ängsten (um das Beispiel Selbsttherapie anzuführen), bleibt dieselbe.

Oder sie entwickelt sich (gleichermaßen in Traum und Realität)


Die Theorie, dass man nicht den Traum zum "Hauptleben" machen sollte, kommt auf den ersten Blick wahrscheinlich fast jedem. Mir auch.
Aber mir stellt sich gerade die Frage... wieso eigentlich nicht? :think:

Was ist denn der Vorteil des eigentlichen Lebens in echter Gesellschaft gegenüber einem Wunschleben in der Traumwelt? (Womit ich nicht anzweifeln will, dass es einen gibt. Mir fällt nur keiner ein.)
 
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Was ist denn der Vorteil des eigentlichen Lebens in echter Gesellschaft gegenüber einem Wunschleben in der Traumwelt? (Womit ich nicht anzweifeln will, dass es einen gibt. Mir fällt nur keiner ein.)
du weißt, dass es echt ist ;)

und da man nur max. 1/3 eines Tages in dieser Welt sein kann, werden die anderen 2/3 zu einer Qual oder man lebt in einer Art Suchtverhältnis (was ja eigentlich auch eine Qual ist ;))
 
Und was ist der Vorteil daran, dass es echt ist? :think:

Du fühlst dich besser, weil dir seit dem Beginn deines Lebens ständig vermittelt wurde, dass du fleißig und produktiv sein musst, um ein nützliches Mitglied der Gesellschaft+Wirtschaft zu sein. Und das kannst du nicht, wenn du dich in deiner eigenen Welt wohlfühlst…
 
Ob so eine gut eingerichtete Traunwelt wohl Depressionen verhindern kann?

Andererseits könnte sie wohl definitiv Depressionen verursachen, da es einem wohl in der Traumwelt besser geht/gehen könnte.
 
Es muss hier aber noch klar unterschieden werden:

In einem luziden Traum bist du dir bewusst, dass du träumst. Du kannst zwar machen, was du willst (wie in jedem Traum), aber du bist in vollem Bewusstsein drin, wie auch in der Realität.

Das ist wie in einer Operation. Einmal mit Narkose, wo du vollkommen weg ist (unbewusst) und einer Operation am Gehirn z.b., wo du bewusst bist und das geknacke und geknirsche um dich herum wahrnimmst :ugly:

Das Bewusstsein im luziden Traum, dass den Traum "entert" ist dasselbe Bewusstsein, das auch a priori in der Realität gegeben ist.

Wo ist also der Unterschied?
 
Der Unterschied liegt vllt darin, dass man irgendwann aufwacht und Nahrung zu sich nehmen muss, wenn man nicht grade im Koma liegt :ugly:
 
als wenn ich in wachem Zustand phantasiere.

Das wäre auch mal ein interessanter Ansatz.
Phantasieren mit wahrgenommenen (falschen) Sinneseindrücken.
Müsste dann wahrscheinlich eine Art Meditation sein.
Werd ich mich auch irgendwann mal informieren :) (irgendwann *lach*)
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber nur weil ich _weiß_ dass ich träume, heißt das ja nicht, dass ich nicht doch viel lieber träume, als in der Realität zu leben.
 
Ich versuche das ganze ja nun auch seit einigen Wochen weil ich das Thema ganz interessant finde.

Gestern Nacht dann hatte ich einen ersten kleinen Erfolg. Im Traum hatte ich etwas ganz absurdes gesehen bzw. erlebt und dachte mir dann plötzlich "Hey moment, dass kann nicht echt sein du träumst." Im Traum habe ich dann noch einmal kurz das ganze gesagt und darüber nachgedacht, was das ganze nun bedeutet wenn ich "träume" nämlich das ich einen Klartraum habe.

Ich wollte dann auch die RCs machen und wollte eigentlich meine Hände anschauen, aber irgendwie habe ich nichts mehr gesehen es war alles schwarz und ich konnte vom eigentlichen Traum nichts mehr sehen, auch meine Hände konnte ich nicht sehen (einfach gar nichts eben). Geschätzte 10 Sekunden später bin ich dann auch aufgewacht :(

*edit*
Mal schauen was die kommende Nacht so bringt :ugly:
 
Ich wollte dann auch die RCs machen und wollte eigentlich meine Hände anschauen, aber irgendwie habe ich nichts mehr gesehen
Dann hat der RC doch geklappt. Genau sowas zeigt Dir dann, dass Du träumst. Du musst nur tranieren, dass Du nicht vor Schreck aufwachst, weil Deine Hände auf einmal krüpplig aussehen oder gar nicht mehr da sind. ;)